Picken in Rekordzeit

Am Standort Pfaffenhain stand Abus beim Pickingprozess vielen Herausforderungen gegenüber. Mit Hilfe von Nimmsta HS 50 Handrückenscannern und der Einführung eines Freehand Scanning Workflows konnten alle Anforderungen erfolgreich gemeistert werden.
 "Der HS 50 ist ein sehr intuitiv bedienbarer, industrietauglicher Handscanner. Die Mitarbeiter schätzen das geringe Gewicht und die gute Ergonomie. Die Integration in unsere bestehenden Systeme verlief reibungslos", so Samuel Teucher, IT-Administration bei Abus.
"Der HS 50 ist ein sehr intuitiv bedienbarer, industrietauglicher Handscanner. Die Mitarbeiter schätzen das geringe Gewicht und die gute Ergonomie. Die Integration in unsere bestehenden Systeme verlief reibungslos", so Samuel Teucher, IT-Administration bei Abus.Bild: NIMMSTA GmbH

Abus, Anbieter von Sicherheitstechnik, bietet marktgerechte Lösungen für das Plus an Sicherheit. Das Produktportfolio des Familienunternehmens erstreckt sich von mechanischer und elektronischer Sicherheitstechnik für private wie gewerbliche Anwendungen bis hin zu Sicherheitslösungen für Zweiradfahrer. Das global agierende Unternehmen hat nun den Standort Pfaffenhain mit den Handrückenscannern von Nimmsta ausgestattet, um Freehand Scanning Workflows zu ermöglichen. Der Spezialist für Sicherheitstechnik produziert einen Großteil der Komponenten für Schließzylinder selbst. Diese Einzelteile werden eingelagert und später entweder für die Produktion von Kundenbestellungen auftragsbezogen bereitgestellt oder direkt an KundInnen für die Montage versendet.

Um diesen Ablauf zu optimieren, setzt Abus das Nimmsta Wearable HS 50 insbesondere für den Pickingprozess ein.

 "Nimmsta Pro und Engomo bieten maximale Flexibilität für individuelle Prozesse und ermöglichten im Zusammenspiel eine optimale Lösung für ABUS", erklärt Jens Stier, CEO von Engomo.
"Nimmsta Pro und Engomo bieten maximale Flexibilität für individuelle Prozesse und ermöglichten im Zusammenspiel eine optimale Lösung für ABUS", erklärt Jens Stier, CEO von Engomo.Bild: NIMMSTA GmbH

Herausforderung

Der Materialfluss innerhalb des Unternehmens stellt bei Abus einen essenziellen Bereich dar, der leistungsstark, kosteneffizient und fehlerfrei funktionieren muss, damit die Produkte mit höchster Qualität ausgeliefert werden können. Der Großteil der angebotenen Produkte besteht aus vielen Kleinteilen. Dabei ist es beispielsweise fundamental, dass im Rahmen der Montage die richtigen Bauteile gepickt werden, da sonst das Enderzeugnis nicht fehlerfrei funktioniert. Ganz zu Beginn wurden die Abläufe und z.B. Kommissionieraufträge auf Papier dokumentiert. Im Zuge der Digitalisierung integrierte Abus vor einigen Jahren kleine, handliche Scanner in das Lager, jedoch lieferten diese keine zufriedenstellende Lösung.

Eine weitere Herausforderung ist die sehr hohe Lichteinstrahlung in das Lager in Pfaffenhain. Oftmals konnten die bestehenden Scanner die Barcodes nicht erfassen und lesen. Infolgedessen dauerten einige Prozesse länger als nötig und zudem störte diese Disruption den Arbeitsfluss der Mitarbeiter. Die Anforderungen an eine neue Technologie waren daher primär die Hände frei zu haben, ein integriertes Display mit Feedbackfunktion und die Workflows sollten noch digitaler abbildbar sein. Außerdem sollten Datensilos vermieden werden und eine neue Lösung mit dem vorhandenen Lagermanagementsystem integrierbar sein.

Lösung

Für die Lösung der genannten Pain Points entschied sich Abus nach einer kurzen Testphase für die Nimmsta Pro Technologie. Abus nutzt die HS 50 Scanner in der Nimmsta Pro Variante für das Kommissionieren im Rahmen ihrer Intralogistik. Hierfür wurde Nimmsta Pro über die Low Code-App Plattform Engomo an das Warenwirtschaftssystem angebunden. Ermöglicht wird so die bidirektionale Kommunikation zwischen dem HS 50 und dem Warenwirtschaftssystem sowie eine freie Konfiguration des Touch Displays. Die bestehenden Prozesse und Systeme von Abus sind oftmals individuell zugeschnitten, deshalb ist die Flexibilität einer neuen Technologie unabdingbar für das Unternehmen. Nimmsta Pro bietet hier die nötige Anpassungsfähigkeit. Die softwareseitig eingesetzte Low-Code Plattform von Engomo kann aufgrund ihrer flexiblen Schnittstellen an nahezu jedes System angebunden werden.

Sie ermöglicht, dass der HS 50 im Hinblick auf die durchgeführten Aktionen auf einfache Weise ohne spezielle Softwareprogrammierung individuell konfiguriert werden kann. Dadurch wird ein optimaler, individueller und nahtlos in die Systemlandschaft eingebundener Prozessfluss realisiert. Die Integration und Konfiguration sind denkbar einfach und intuitiv. Umgesetzt wurde die Lösung durch den WMS-Anbieter von Abus, VLEXsoftware+Consulting in kürzester Zeit.

Im Lager in Pfaffenhain ist das korrekte Picken essenziell. Hierfür wurde das Touch Display so konfiguriert, dass alle artikelbezogenen Daten, wie z.B. Artikelnummer, -menge und Lagerplatz angezeigt werden. Ein OK-Button sendet Bestätigungen und weitere definierte Buttons ermöglichen die Korrektur von Mengenangaben. Wird nicht der richtige Artikel gepickt, gibt der HS 50 optisches, haptisches und akustisches Feed- back. Die Fehlerquote im Pickingprozess ist dadurch beachtlich gesunken. Zudem hat sich die Suchzeit reduziert, da die Mitarbeiter alle Informationen direkt auf ihrem Handrücken haben und kein weiteres Device für den Prozess benötigen.

Die High Performance des Nimmsta Scanners von 4 Scans pro Sekunde sowie die freien Hände der Nutzer während des Kommissionierens garantieren eine zusätzliche Effizienzsteigerung. Die lange Akkulaufzeit von 18 Stunden erlaubt es, dass mehrere Schichten mit dem HS 50 gearbeitet werden kann. Aufgrund der Schnellladefunktion stellt auch der Drei-Schicht-Betrieb bei Abus kein Problem dar.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der HS 50 einwandfrei auch unter der hohen Lichteinstrahlung im Abus-Lager funktioniert. Die starke Scanengine erfasst alle Barcodes störungsfrei und auch die Daten auf dem Touch Display sind unter diesen Bedingungen mühelos lesbar.

Die Mitarbeiter von Abus überzeugte insbesondere die Ergonomie und Modularität des HS 50. Der modulare Aufbau erlaubt die Auswahl zwischen Links- und Rechtshänderstulpen, sowie der passenden Größe (S/M/L/XL). Der Scanner und der Triggerbutton können zusätzlich flexibel auf dem Handrücken angebracht werden. So wird sichergestellt, dass der HS 50 für jeden Nutzer ergonomisch optimal platzierbar ist und ein angenehmer Arbeitsfluss stattfinden kann.

Hinzu kommt, dass der Nimmsta Scanner mit einem Leichtgewicht von nur 45g auf der Hand kaum spürbar ist. Die Bedienung wird als sehr intuitiv und einfach empfunden.

Erfahrung

Aufgrund seiner Eigenschaften liefert der HS 50 eine messbare Performancesteigerung. Zudem können auf dem HS 50 nicht nur Standardvorgänge abgearbeitet werden, sondern auch individuelle Prozesse. Die flexible Konfiguration des Workflows mit Engomo ist im Vergleich zur Programmierung um Faktor 8 bis 10 schneller. Dadurch können hochindividuelle Prozesse in kürzester Zeit abgebildet und auch im späteren Verlauf schnell und unkompliziert angepasst werden. Sämtliche innerbetrieblichen Abläufe können durch Nimmsta und Engomo digitaler dargestellt und bearbeitet werden. Die Integration von Nimmsta Freehand Scanning Prozessen sind daher ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0.

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