Kommissionierprozesse optimieren

Bild: Dimos Maschinenbau GmbH

Auf was es bei Kommissionierlösungen wirklich ankommt, weiß Dimos Maschinenbau! Manuell? Vollautomatisch? Und auch sicher? Die Kommissionierung läuft vielerorts grundverschieden ab. Womit sich Unternehmen jedoch frühzeitig beschäftigen sollten, sind die verfügbaren Systeme, die ihre Prozesse langfristig verbessern. Bei der großen Auswahl an Kommissionierlösungen empfiehlt es sich, in den Herstellern am Markt nicht nur den Produzenten, sondern auch den individuellen Berater zu sehen. Sie geben einen Überblick über passende Systeme für die individuelle Anwendung.

Lösungen für individuelle Anforderungen

Für die Kommissionierung im Lager gibt es viele Methoden: von der manuellen Kommissionierung durch Mitarbeiter bis hin zu Vorrichtungen, die die Arbeit vollautomatisch ausführen. Was für den einen Kunden ideal ist, muss es nicht für den anderen sein: Lösungen müssen den individuellen Anforderungen gerecht werden. Ganz gleich in welcher Industriesparte, ob Flugzeug- und Maschinenbau oder Holz und Kunststoff: Wertvolle Ware muss beschädigungsfrei im nächsten Fertigungsschritt oder beim Endkunden ankommen. Insbesondere bei sensibler Ware, wie beispielsweise aktuell bei Impfdosen, ist höchste Vorsicht geboten. Für viele Unternehmen ist das mit großen Herausforderungen verbunden. Das ist nicht zuletzt der Entnahme von schweren und sperrigen Gütern wie Platten aus einem Regal und ihrem Transport zur Verladung geschuldet. Typische Branchen, die mit Schwerlastmaterialien zu tun haben, kennen die Gefahren und Folgen wie Kratzer, Brüche und Beschädigungen an der Ware. Nicht zuletzt sind auch die Mitarbeiter durch solche Prozesse stark herausgefordert. Um die Ware und die Mitarbeiter zu schützen, gibt es eine ganze Reihe von Systemen, die Abhilfe schaffen und zur Optimierung der Kommissionierprozesse beitragen.

Ausschlaggebende Faktoren im Auswahlprozess

Ein entscheidender Faktor für die Wahl des optimalen Kommissioniersystems ist die Umschlaghäufigkeit im Lager. In manchen Lagern wird die Ware nur für kurze Zeit gelagert, bevor sie den Weitertransport antritt. In anderen Lagern wiederum kann die Umschlaghäufigkeit niedriger sein, da sich beispielsweise in einem Pufferlager unterschiedliche Produkte in verschiedenen Ausführungen und Maßen befinden, die unregelmäßig bewegt werden müssen. „Der Durchsatz gehört zu den entscheidenden Faktoren“, erklärt Pascal Schütz, Vertriebsleiter bei Dimos, einem Hersteller von spezialgefertigten Flurförderzeugen, Seitenstaplern und Kommissionierfahrzeugen für lange, schwere und sperrige Güter. „Deshalb ist klar, dass es keine Pauschallösung gibt. Es ist nicht zwingend so, dass sich für jeden Kunden eine automatisierte Lösung lohnt. In manchen Fällen kann auch die manuelle Variante richtig sein.“

Im Auswahlprozess müssen neben der Umschlagsfrequenz vor allem das Gewicht und die Maße der zu bewegenden Teile bedacht werden. Davon hängt auch ab, wie viele Gänge es gibt und wie breit diese sind. Ausschlaggebend ist auch die Größe der Regalfächer und der für die Kommissionierung zur Verfügung stehende Lagerraum. Ebenso entscheidend ist, ob Kunden eine Lösung für einen Neubau oder für ein bestehendes Lager suchen. Denn die neuen Systeme müssen in jedem Fall zu den Gesamtprozessen passen und den betrieblichen Abläufen gerecht werden. Dabei gilt es auch zu prüfen, ob einzelne Produktionsprozesse bereits automatisiert sind. Nur mit aufeinander abgestimmten Abläufen sind eine hohe Produktivität und Effizienz im Lagerbetrieb möglich.

Um die richtige Wahl für ein System zu treffen, ist auch die erforderliche Mitarbeiterzahl zwingend zu berücksichtigen. Denn hiervon hängt der Automatisierungsgrad ab: je automatisierter der Ablauf, desto geringer ist die Zahl der benötigten Mitarbeiter. „Es geht jedoch bei der Automation nicht darum, den Menschen zu ersetzen, sondern vielmehr darum, den Mitarbeiter körperlich zu entlasten. Auch dem Fachkräftemangel kann unter Umständen entgegengetreten werden. Automatisierte Abläufe können ebenso gut die Basis für eine zusätzliche mannlose Schicht zu bilden. Wertvolle Mitarbeiter können so an anderen Stellen eingesetzt werden“, erklärt Pascal Schütz.

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