
‚Pacture‘ macht Schluss mit Stretchfolie und Wickelstress im Handel: Statt Wegwerfplastik schützen Mehrweghüllen aus recyceltem, gewobenem Kunststoff (Polypropylen) von Kupek die Ware auf Rollwagen im Lebensmittel- und Nonfoodsektor – schneller, günstiger und ohne Plastikmüll am Zielort. Das Unternehmen aus dem bayerischen Schneckenlohe testete das frisch patentierte System drei Jahre lang an 12.000 Einheiten bei der größten Bio-Fachmarktkette Europas. Das Ergebnis: Der Händler sparte etwa 100t Plastikmüll pro Jahr, 50% der Arbeitszeit und damit 125.000 Euro Personalkosten.
„Es ist phänomenal: Mit Pacture haben wir ein System entwickelt, das Stretchfolie beim Transport von Waren komplett ersetzt und dadurch mindestens drei Probleme auf einmal löst. Unsere Mehrweghüllen sind praktischer, günstiger und umweltfreundlicher als andere Systeme“, sagt Udo Kerbsties, Geschäftsführer von Kupek, der über fünf Jahre an der Neuentwicklung tüftelte. Jetzt ist seine Erfindung serienreif und in drei Größen erhältlich. Jedes Set besteht aus zwei Teilen und ist in der Praxis ganz einfach anzuwenden: Mitarbeiter stülpen die Schutzhüllen an Einschüben über die Seitengitter der Rollwagen, klappen sie auf und schließen sie an den Seiten mit dicken Klettverschlüssen – fertig. Die Segmented Transfer Plates schließen die Lücken der Übergabestellen Ihrer Bandförderanlage. Durch einfache Montage sorgen sie für sichere Übergänge, verhindern Staus und Verluste und erhöhen Ihre Betriebssicherheit. ‣ weiterlesen
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Stretchfolie kostet Zeit und Nerven
„Normalerweise umwickeln Mitarbeiter die Rollwagen mehrfach mit Stretchfolie, um die Ware beim Transport zu schützen – automatisch oder von Hand“, sagt Kerbsties. Laut §22 der Straßenverkehrsordung (StVO) haben der Absender und der Fahrzeugführer die Pflicht, die Ladung so zu sichern, dass sie bei Vollbremsungen nicht verrutscht oder umfällt. Das Problem: Stretchfolie lässt sich einmal angebracht nicht mehr öffnen und wird beim Abwickeln zu Plastikmüll. Beim Einfahren in den LKW haftet sie beim Kontakt mit anderen gewickelten Rollwagen, was Zeit und Nerven kostet. Die Pacture Sets aus recyceltem, gewobenem Kunststoff (Polypropylen) gleiten besser beim Einfahren in enge Laderäume und lassen sich auch gepackt mit einem Handgriff innerhalb von Sekunden öffnen und schließen, sodass Ware entnommen oder hinzugefügt werden kann – ohne Abfall.
12.000-mal nachgewiesen in der Praxis
Das Mehrwegsystem funktioniert nachgewiesen in der Praxis: Der Lebensmittelhändler Dennree benutzt seit drei Jahren 12.000 Sets in Teilen seiner logistischen Prozesse und liefert damit wertvolle Erkenntnisse: „Mitarbeiter sind beim Anbringen des Systems fast doppelt so schnell wie beim herkömmlichen Verpacken. Rechnet man das hoch, spart die Bio-Fachmarktkette rund 125.000 Euro Personalkosten pro Jahr.“ Für den Händler waren dazu vor allem der abfallfreie Einsatz und die geringeren Strom- und Wartungskosten Argumente, die für die Anschaffung sprechen. Hochgerechnet auf die Anzahl der Rollwagen, die mit Pacture für Europas größtes Bio-Fachhandelshaus unterwegs sind, reduziert das Unternehmen seinen Plastikmüll um etwa 100t pro Jahr. „Die Hüllen bleiben entweder sauber zusammengefaltet am Wagen oder Mitarbeiter können sie gefaltet abnehmen und gestapelt für den nächsten Einsatz lagern“, sagt Udo Kerbsties. Auch das spart wieder Zeit.
Kostenlos ab der 130. Anwendung
Dazu kommen Materialkosten, die wegfallen: „Wer seinen Rollwagen bisher vor jedem Transport mit rund 200g Folie mittlerer Qualität umwickelt hat, hat mit dem neuen System für 60 Euro nach knapp 130 Einsätzen den Preis für die Anschaffung wieder drin“, rechnet Udo Kerbsties vor, der seit wenigen Wochen das Patent seiner Entwicklung auf dem Schreibtisch liegen hat. Von Dennree weiß er, dass Pacture-Sets weit mehr als 300 Einsätze aushalten. „Hier sind die Hüllen immer noch intakt im Umlauf – eine Materialermüdung ist noch nicht in Sicht.“ Sollten die Pacture Sets eines Tages beschädigt sein, können sie repariert, recycelt oder upcycelt werden – zu schicken Taschen. Mit diesem schlüssigen System hat sich der Erfinder jetzt für den Deutschen Verpackungspreis beworben. „Damit möglichst viele Märkte in Zukunft viele Tonnen Plastikmüll einsparen.“














