Die Potentiale in der Lagerlogistik heben

Der tragbare Assistent MAI von ProGlove bringt die Daten unmittelbar dorthin, wo sie eine Wirkung entfalten: auf den Shopfloor, in die Hände der Mitarbeiter.
Der tragbare Assistent MAI von ProGlove bringt die Daten unmittelbar dorthin, wo sie eine Wirkung entfalten: auf den Shopfloor, in die Hände der Mitarbeiter. Bild: ProGlove

Diese versteckten Schwachstellen lassen sich klar belegen. Für das ProGlove-Whitepaper ‚Drei Schritte zur Freisetzung von ROI in der Lagerlogistik‘ wurden 200 Entscheider aus Lager und Logistik befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen die Lage: 88 Prozent der Befragten verfolgen kleine Ineffizienzen nicht systematisch, obwohl diese im Durchschnitt bis zu 416 Stunden pro Jahr kosten. 60 Prozent arbeiten mit nicht vollständig integrierten Systemen, bei denen etwa Scanner, Lagerverwaltung und Analyseplattformen nicht nahtlos miteinander kommunizieren. Und über 40 Prozent geben an, keinen messbaren ROI aus ihren Datensystemen zu erzielen.

Dabei sind die Daten in den allermeisten Fällen vorhanden. Nur: sie bleiben ungenutzt. Denn wer Daten aus der operativen Realität analysiert und in konkrete Entscheidungen umsetzt, kann Effizienzgewinne erzielen und zugleich seine Lagerlogistik resilienter und ergonomischer gestalten.

Warum die größten Verluste unsichtbar bleiben

Wenn man Lagerleiter fragt, wo die größten Probleme liegen, nennen sie meist dieselben bekannten Engpässe und Bereiche: Bestände, Retouren, Kommissionierung. Doch die wahren Effizienzbremsen liegen oft in unscheinbaren Details.

Es sind die zusätzlichen Schritte, weil Artikel ungünstig gelagert sind. Die Sekunden, in denen Mitarbeiter auf Daten warten, weil Schnittstellen haken. Die Handgriffe, die doppelt ausgeführt werden, weil Systeme nicht synchron laufen.

Solche Mikroverluste summieren sich. Im Schnitt gehen so laut Studie pro Schicht 96 Minuten verloren. Auf ein Jahr gerechnet, entstehen daraus pro Standort ganze Arbeitswochen. Das Problem: Weil diese Verluste in den Abläufen versteckt sind, nimmt sie niemand wahr. Und genau deshalb werden sie nicht adressiert.

Mehr messen heißt nicht automatisch besser steuern

Viele Lager messen heute eine Vielzahl von Kennzahlen wie Durchsatz, Fehlerquote oder Kosten pro Auftrag. Allerdings erzählen diese Zahlen wenig über die Gründe, warum Prozesse stocken. Sie liefern zwar ein Gesamtbild, aber keine Ursachenanalyse.

Entscheidend ist der Blick auf Task-Level-Daten, die präzise zeigen, wie einzelne Tätigkeiten im Lager tatsächlich ausgeführt werden: Wie oft wird eine Bewegung mehrfach durchgeführt? Wie lang sind die Leerlaufzeiten zwischen zwei Arbeitsschritten? Welche Wege werden unnötig zurückgelegt?

Solche Daten sind wertvoll, weil sie Ansatzpunkte für Verbesserungen liefern, die ganz ohne zusätzliche Investitionen möglich sind. Schon kleine Anpassungen wie die Umpositionierung häufig genutzter Artikel, die Neugestaltung eines Arbeitsplatzes oder die Optimierung von Laufwegen kann die Produktivität signifikant steigern.

Wenn Technik den Menschen stärkt

Viele Unternehmen tun sich nach wie vor schwer damit, Daten in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. In der Folge bleiben Informationen viel zu oft isoliert und Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl. Für den Weg raus aus dieser Zwickmühle braucht es nur die richtige Technik. Moderne Wearables zur Erfassung von Barcodes machen Daten ohne zusätzlichen Aufwand verfügbar. Neben der Erfassung können die gewonnenen Informationen auch mit KI-Algorithmen analysiert werden, um Auffälligkeiten automatisch zu erkennen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Geräte zeichnen dabei nicht nur Scans auf, sondern liefern Bewegungsmuster, Zeitstempel und ergonomische Informationen. Das geschieht anonymisiert, automatisch und mit einer hohen Detailtiefe.

Der tragbare Assistent MAI von Pro-Glove beispielsweise, bringt die Daten unmittelbar dorthin, wo sie eine Wirkung entfalten: auf den Shopfloor, in die Hände der Mitarbeiter. Er zeigt Arbeitsschritte direkt am Handgelenk an, gibt sofortiges Feedback, wenn ein Fehler droht, und dokumentiert Prozesse automatisch für die spätere Analyse. Damit werden Abläufe auch sicherer. MAI registriert unter anderem, wenn sich ungesunde Bewegungen häufen. So können Lagerverantwortliche Belastungen früh reduzieren.

Das HX-Lenksystem ermöglicht den Wechsel von der Längs- in die Querfahrt ohne Zwischenstopp, was das Manövrieren auf kleinstem Raum stark vereinfacht.

„Mit MAI schaffen wir die Grundlage, um Daten nutzbar zu machen und Mitarbeiter spürbar zu entlasten. Das steigert nicht nur die Produktivität, sondern sorgt auch für ergonomisch gesündere Arbeitsplätze“, sagt Stefan Lampa, CEO von ProGlove.

Diese Entlastung bringt neben ergonomischen Gewinn auch operativen. Denn wenn Mitarbeiter mit weniger Reibungsverlusten arbeiten, steigen Qualität, Geschwindigkeit und Prozesssicherheit. Hier setzt der Mehrwert intelligenter Assistenzsysteme wie MAI an, die über die Fähigkeit verfügen, Daten direkt im Lageralltag zu implementieren.

Warum sich der Blick in die Details lohnt

Ein Beispiel aus dem ProGlove-Report zeigt, wie das in der Praxis aussieht: In einem Lager wurde mithilfe von Wear-able-Daten festgestellt, dass Kommissionierer auf stark frequentierten Wegen regelmäßig Artikel aneinander vorbeitrugen. Die Analyse zeigte, dass eine Neuanordnung der Bestände diese Wege um bis zu 30 Prozent verkürzen konnte, ganz ohne zusätzliche Kosten.

Solche Verbesserungen sind keine Ausnahme. Sie entstehen immer dann, wenn Daten konsequent genutzt werden. Für Unternehmen bedeutet das: höhere Produktivität, weniger Fehler, geringere Krankheitsraten und zufriedenere Teams.

Vom Datensammeln zur Wertschöpfung

Die Schritte zur ROI-Freisetzung sind unkompliziert zu bewältigen: zuerst Transparenz schaffen, dann in kleinen Projekten testen, schließlich erfolgreiche Maßnahmen skalieren. Diese Vorgehensweise spart Zeit und Kosten, ohne dass große Projekte nötig sind. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um sichtbare Effekte zu erzielen.

In jedem Lager entstehen täglich Millionen Datenpunkte. Viele davon bleiben ungenutzt und damit ungenutztes Potenzial. Den Unterschied macht nicht, noch mehr Daten zu sammeln, sondern die Fähigkeit, vorhandene Daten in messbare Verbesserungen zu verwandeln.

Wer sie konsequent nutzt, kann Ineffizienzen beseitigen, Mitarbeiter entlasten und seine Investitionen vervielfachen. Der ROI wird nicht länger dem Zufall überlassen, er wird viel mehr zu einem planbaren Ergebnis.

Lager, die diesen Schritt gehen, gewinnen nicht nur an Effizienz. Sie werden widerstandsfähiger, flexibler und menschlicher. So entsteht aus Daten echte Wertschöpfung. Direkt auf dem Shopfloor.