
Nicht nur im Büro ist Ergonomie entscheidend – vor allem in Produktion, Logistik und Montage fördern durchdachte Arbeitsplätze Produktivität, Motivation und Gesundheit. Doch was zeichnet einen ergonomischen Arbeitsplatz im industriellen Umfeld aus? Und wie lassen sich dabei Prävention, Effizienz und Qualität optimal in Einklang bringen? Antworten hierauf liefert die Würth Industrie Service, die sich auf ganzheitliche Beschaffungs- und Logistiklösungen – von der Produktion über die Materialwirtschaft bis hin zum direkten Einsatz am Arbeitsplatz – spezialisiert hat.
Fundament für gesundes Arbeiten – Prävention statt Belastung
Die Anforderungen an Mitarbeitende in Produktion, Logistik und Montage sind vielfältig und erfordern ein hohes Maß an körperlicher Belastbarkeit. Materialien werden bewegt, Bauteile montiert und Prozesse repetitiv ausgeführt – häufig unter dauerhaftem Stehen, hohen und einseitigen Belastungen, ungünstigen Positionen bis hin zu Zwangshaltungen. Die Lösung scheint einfach: Ergonomisch optimierte Arbeitsplätze. Doch was bedeutet das in einem Umfeld, das von schnellen Taktzeiten, standardisierten Abläufen und körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten geprägt ist? Immerhin umfasst Ergonomie weit mehr als eine komfortable Körperhaltung – sie steht für ein abgestimmtes Zusammenspiel von Mensch, Arbeitsplatz und Arbeitsablauf. Entscheidend ist ein grundlegender Perspektivwechsel: Der Arbeitsplatz richtet sich immer nach dem Menschen und seinen physischen sowie kognitiven Bedürfnissen – nicht umgekehrt. Fehlt diese Anpassung, verursacht das häufig langfristige gesundheitliche Folgen. Muskelermüdung, Rücken- und Gelenkprobleme sowie chronische Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehören zu den Hauptursachen krankheitsbedingter Fehlzeiten in der Industrie. Für Unternehmen resultieren daraus nicht nur Produktivitätsverluste, sondern auch erhebliche Kosten durch Ausfallzeiten, eingeschränkte Arbeitstage, Qualitätsmängel, Nacharbeit und eine steigende Fluktuation qualifizierter Fachkräfte. Im Zuge des demographischen Wandels und der damit einhergehenden älter werdenden Belegschaft wird es umso wichtiger, frühzeitig präventiv zu handeln und Ergonomie als festen Bestandteil einer nachhaltigen Gesundheitsstrategie zu verankern.
Der Arbeitsplatz als Maßanzug: Modulare Lösungen statt starrer Systeme
Produktivität und Effizienz beginnen bereits am Arbeitsplatz selbst – und das zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeitenden. Doch worauf kommt es bei der Wahl und Ausstattung des idealen Arbeitsplatzes ganz konkret an? Die Basis für eine optimale Arbeitsweise bilden flexible, gut strukturierte Arbeitsplätze, die eine ordentliche und auf die jeweilige Tätigkeit abgestimmte Arbeitsumgebung schaffen. Dass eine korrekte Anpassung der Arbeitshöhe – sei es manuell oder elektrisch – ergonomisch sinnvoll ist, steht außer Frage. Die Höhenverstellbarkeit ermöglicht den Mitarbeitenden, ihre Arbeitsposition flexibel zwischen Sitzen und Stehen zu wechseln. Kurze Wege, optimierte Handgriffe sowie eine durchdachte Anordnung von Werkzeugen und Hilfsmitteln sind ebenso unabdingbar für eine nach Lean-Gesichtspunkten ausgerichtete Produktion – gerade in hochstandardisierten industriellen Umgebungen. Schwenkarme, Auszüge und klappbare Behälter bringen Arbeitsmittel platzsparend und bedarfsgerecht direkt in die optimalen Greif- und Einhandzonen. Dort lassen sich Gegenstände mit der Hand ohne größere Haltungsänderungen mühelos erreichen. Das reduziert unnötige Bewegungen, beschleunigt Arbeitsabläufe und senkt die körperliche Anstrengung deutlich. Auch die richtige Beleuchtung als unterbewusst biologischer Einflussfaktor spielt eine zentrale Rolle, um die ‚innere Uhr‘ zu steuern: Sie beugt Ermüdung vor, fördert die Konzentration und verbessert die Sicht auf Arbeitsprozesse – ein entscheidender Faktor für Präzision und Qualität. Schließlich lässt sich nur dort gut arbeiten, wo Arbeitsflächen gleichmäßig ausgeleuchtet, Blendungen vermieden und die Beleuchtungsstärke an die individuellen Sehbedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst werden. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Wie es gelingt, all diese Aspekte zu vereinen, zeigt die Würth Industrie Service mit ihren Arbeitsplatzlösungen ‚CPS IWS – Innovative Workplace Solutions‘, die sich ideal zur Umsetzung der bewährten 5S-Regeln – selektieren, sortieren, säubern, standardisieren und selbstdisziplinieren – eignen. Die Basis hierfür bilden die verschiedenen Bauteile und Komponenten des Würth Aluminium-Profilsystems (WAPS). Sie lassen sich flexibel kombinieren und tragen zur maßgeschneiderten Gestaltung von Lager-, Arbeits- und Montageplätzen bei. Ob Verbinder und Profile als Einzelkomponenten (WAPS Components), kundenindividuelle Bausätze zur Eigenmontage (WAPS Kit) oder individuelle Gesamtkonzepte für den mobilen und stationären Einsatz (WAPS Workplace): Über 150 Profil- und mehr als 500 Verbinder-Varianten bieten vielfältigste Möglichkeiten für passgenaue Konzepte – alles an seinem Platz, perfekt strukturiert, aufgeräumt und noch dazu gesundheitsschonend. So ermöglichen die Ordnungshelfer Clip-O-Flex als flexible Einhängesysteme, dass unterschiedlichste Arbeitsmaterialien stets griffbereit sind. Die Kombination aus Schiene und frei platzierbaren Einhängeprofilen lässt sich mit Tablaren, Behältern, Ablageflächen und zahlreichen Halterungen beliebig erweitern. Zudem führt die strukturierte Unterbringung der Arbeitsutensilien zu verkürzten Laufwegen und Rüstzeiten und steigert so nachhaltig die Produktivität. Mobilität schaffen und wertvolle Zeit sparen – nach dieser Devise sorgt auch der WKLT Clip für mehr Effizienz. Als Einhängeprofil für den Würth-Kleinladungsträger (W-KLT ) ermöglicht er eine einfache Entnahme direkt am Arbeitsplatz. Durch die Neigungswinkel von 0, 15 und 25° lassen sich die Behälter mit dem Behälterclip variabel an jedem Arbeitsplatz anbringen und unterstützen so eine Ergonomie fördernde Arbeitsweise. Zusätzlich schaffen die individuell anpassbaren OPT-I-Store Hartschaumeinlagen Ordnung und Sicherheit. Sie halten Werkzeuge und empfindliche Kleinteile zuverlässig an ihrem Platz und sorgen für einen übersichtlich gestalteten Arbeitsbereich.
Dynamisch arbeiten – im Sitzen, im Stehen und mit intelligenter Unterstützung
Wo Ergonomie auf Prävention trifft, steht die Gesundheit der Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Neben einer durchdachten Arbeitsplatzgestaltung spielt vor allem die richtige Körperhaltung eine zentrale Rolle. In Produktionsbereichen wird häufig im Stehen gearbeitet – auf harten Betonböden, oft über viele Stunden hinweg. Ohne geeignete Maßnahmen kann dies auf Dauer zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen – dem gilt es gezielt entgegenzuwirken. Anti-Ermüdungsmatten leisten dabei einen wertvollen Beitrag: Sie reduzieren die Druckbelastung auf Wirbelsäule und Gelenke, fördern die Durchblutung der Beine und beugen frühzeitiger Erschöpfung vor. Kombiniert mit hochwertigen Sicherheitsschuhen – optional mit speziell abgestimmten Einlagen – entsteht so ein gesundheitsförderndes Steharbeitsplatzsystem. Ebenso wichtig ist der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, um die Belastung gleichmäßig zu verteilen und einseitige Beanspruchungen zu vermeiden. Das Unternehmen unterstützt diesen Ansatz mit individuell anpassbaren Sitzlösungen, Stehhilfen und höhenverstellbaren Arbeitsplatzsystemen, die dynamisches Arbeiten fördern und den Mitarbeitenden die nötige Flexibilität bieten. Darüber hinaus setzen die Expertinnen und Experten der Würth Industrie Service gemeinsam mit Partnern wie Ottobock mit einer vielseitigen Auswahl an Exoskeletten auf einen nachhaltigen Arbeitsschutz. Ganz gleich, ob für Nacken, Knie, Handgelenk oder Rücken: durch den Einsatz externer Stütz- und Assistenzsysteme gelingt der Ergonomie-Boost für angenehmeres Arbeiten. Gerade für Menschen in der Logistik, in der Fertigung und Produktion oder bei Montage- oder Reparaturarbeiten sind Exoskelette besonders empfehlenswert. Mechanische Wirkprinzipien wie Federn oder Gummizüge unterstützen Bewegungen beim Heben, Tragen oder Überkopfarbeiten. Sie entlasten den Bewegungsapparat, fördern eine gesunde Haltung, reduzieren die muskuläre Ermüdung und senken das Risiko von Verletzungen.
Die passende Arbeitsumgebung
Neben dem Arbeitsplatz selbst spielt auch die optimale Ausrichtung der gesamten Arbeitsumgebung eine zentrale Rolle. Mit dem 3D-Planungstool Gemini bietet die Würth Industrie Service eine passende Lösung zur Visualisierung und Planung rund um die Betriebsausstattung – von der Werkstatt über Lagerbereiche bis hin zum Büro. Ziel ist eine platzsparende und funktionale Anordnung aller Betriebsmittel in direkter Nähe zum Arbeitsplatz. So werden Laufwege reduziert, Abläufe beschleunigt und die Ergonomie im gesamten Arbeitsumfeld nachhaltig verbessert.
Entlang der Linie gedacht
Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung endet nicht an der Einzelstation – sie umfasst auch verkettete Arbeitsplätze entlang der gesamten Montagelinie. Höhenverstellbare Arbeitsplätze passen sich verschiedenen Arbeitshöhen und Körpergrößen an und realisieren so einen durchgängig optimierten Produktionsfluss. Dabei sind flexible und gut aufeinander abgestimmte Übergänge zwischen den Stationen gefragt, um zentrale Lean-Prinzipien wirksam umzusetzen.
„Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist keine Option, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für die Gesundheit der Mitarbeitenden und die Resilienz jedes Unternehmens. Mehr Effizienz, weniger Belastung – und vor allem: zufriedenere Mitarbeitende in einer zukunftsfähigen Produktion, die nachhaltig funktioniert.“, so Matthias Mayer, Leiter Division Innovative Workplace Solutions bei Würth Industrie Service. Dabei setzt der C-Teile-Experte auf einen ganzheitlichen Ansatz: von der Analyse der Anforderungen über die Umsetzung maßgeschneiderter Arbeitsplatzkonzepte bis hin zur Gestaltung ganzer Produktions- und Montagelinien.
















