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Reduzierte Komplexität optimiert Einkauf von Rädern und Rollen
BeeWaTec-Produkte benötigen bedarfsgerechte Räder und Rollen.
BeeWaTec-Produkte benötigen bedarfsgerechte Räder und Rollen.Bild: TENTE-ROLLEN GmbH

Die Beewatec Gruppe aus Pfullingen bei Reutlingen stellte den Einkauf von Rädern und Rollen auf den Prüfstand. Als Ergebnis wurde die Lieferantenstruktur geändert. Am Ende standen weiter der bisherige Hauptlieferant und Tente als Impulsgeber für die Definition eines schlankeren Produktportfolios.

Rohrstecksystem für Arbeitsplatz- und Lagereinrichtungen

Beewatec berät Kunden aus Industrie, Handel und Handwerk bei der flexiblen, mobilen Arbeitsplatz- und Lagereinrichtung. Auf Basis eines flexiblen Rohrstecksystems erhalten die Kunden ihre individuellen, meist durch Räder und Rollen mobilisierten Lösungen. Die 2007 gegründete Beewatec GmbH (heute Beewatec AG) ist dazu in Österreich, der Schweiz, Litauen, Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn durch eigene Tochtergesellschaften dezentral präsent; Hauptstandort ist Pfullingen bei Reutlingen.

Die Zusammenarbeit mit Tente, dem mit 30 internationalen Schwestergesellschaften vertretenen Hersteller, führte bei Beewatec zu einer Änderung der Einkaufsphilosophie: Das übergroß angewachsene Kern-Portfolio von Rädern und Rollen wurde nach einem intensiven, technischen Auswahlverfahren von 450 auf ca. 150 Produkte reduziert und in einer Bestellliste mit einheitlichen Artikelnummern hinterlegt. Friedemann Brandt, Bereichsleiter Einkauf und ERP bei Beewatec, freut sich: „Gemeinsam mit Tente haben wir eine Portfolio-Optimierung erreicht und können dennoch die gewohnt hohen Anforderungen unserer Kunden erfüllen.“ Beispielsweise wurden Mengenreduzierungen bei den Räder- und Rollenfamilien durch eine einzige Variante mit höheren Traglasten und gleichen Raddurchmessern möglich. In einem anderen Fall konnte eine Rollenserie gestrichen werden, weil eine andere gelistete Serie alle Anforderungen abdeckte. „Wir konnten das Räder- und Rollen-Portfolio bei Beewatec gemeinsam verschlanken und damit effizienter gestalten“, sagt Michael Kraijo, Area Sales Manager bei Tente.

Optimierung des Bestellprozesses

Eine Preisreduzierung stand bei der Einbeziehung von Tente übrigens nicht im Fokus. Für Brandt war das Ziel vorrangig, in den osteuropäischen Ländern die Bestellprozesse von Rädern und Rollen zu entflechten und mit den gleichen Artikelnummern ablaufen zu lassen. Alle Tente Schwestergesellschaften waren eng in den Entscheidungsprozess für den Warenkorb eingebunden. Die Beewatec Tochtergesellschaften konnte die Optimierung des Bestellprozesses in enger Abstimmung mit den Tente Gesellschaften umsetzen. Als Pluspunkt für Tente erwies sich dabei die Flexibilität der Standorte, etwa bei schnellstmöglicher, zuverlässiger Belieferung aus den regionalen Lagern. So profitiert Beewatec etwa bei kurzfristigen Bestellungen. Trotz aller Vorteile des neuen Einkaufskonzepts schreibt die Beewatec-Zentrale den Tochtergesellschaften nicht automatisch Lieferanten oder Produkte vor, sondern gibt „nur“ eine Empfehlung ab. Gemeinsam mit Beewatec hat Tente durch gesamtheitliche Prozessanalyse eine sinnvolle Reduktion an Produktvarianten bei reduzierter Lagerfläche und damit reduziertem Kapitaleinsatz erreicht. Dies soll sich in der Praxis immer wieder neu beweisen und ggf. angepasst werden.

Neues Einkaufskonzept etabliert

Insgesamt verschlankte Beewatec komplexe und komplizierte Bestellprozesse, entlastete das ERP-System und erhöhte im Hause die Expertise über Räder und Rollen. Patrick Stiefel vom Technischen Vertrieb bei Beewatec lobt die Auswirkung der reduzierten Komplexität auf den Vertrieb: „Wir haben Know-how für unsere Arbeit gewonnen und können mit dem Thema Räder und Rollen vertriebsseitig nun noch besser argumentieren.“ Als ein Beispiel nennt er die frühere Erkennung von falschen oder nicht optimal passenden Bestellungen. Friedemann Brandts Fazit lautet daher auch: „Die intensivere Beschäftigung mit dem Thema Räder und Rollen hat sich für uns gelohnt, weil wir ein neues Einkaufskonzept etablieren konnten. Der anfänglich etwas erhöhte Mehraufwand hat sich für alle Beteiligten inzwischen amortisiert. Es ist eine klassische win-win-Situation.“ Einige von Tente erhaltenen Impulse sieht Brandt sogar als Blaupause für die Zusammenarbeit mit anderen Lieferanten an – und optimiert gleich das nächste Einkaufsprojekt mit seinen Lieferanten von Leuchten und Lampen.

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