Danach rief Julian Kern von SAP statt der „Ghostbusters“ die „Mythbusters“ und so verflüchtigte sich schnell das Mittagstief. Vier von fünf Mythen widerlegte der Solution Advisor Digital Logistics und untermauerte so den Anspruch von SAP, für die Zukunft der Logistik wegweisend zu sein. Beispielsweise „zerlegte“ er die Aussagen, dass Latenz in der Cloud ein Problem sei, dass die Leistung der Cloud nicht für große Lageranforderungen ausreiche und dass die Daten in der Cloud nicht sicher seien. Als fünfter Mythos angekündigt, präsentiert der SAPler dann eine „Weisheit“, die durchaus ihre Richtigkeit hat, nämlich: SAP bringt KI in die Logistik!
Die Zielvision, an der SAP arbeitet, heißt: die KI trifft selbstständig Entscheidungen und der Mensch muss nur noch im Notfall eingreifen. Der SAP-Experte betont: „KI ist eine Chance“ und die künstliche Intelligenz wird den Weg zur autonomen Supply Chain ebnen. Er gibt den Zuhörern unter anderem diesen Merksatz mit auf den Weg: „Die KI ist Ihr neuer Verbündeter!“ Nach diesem Einblick in die Zukunft, war endlich Zeit, die Fördertechnik und die Packprozesse mit eigenen Augen unter die Lupe zu nehmen. Und ein kleines orangenes Flugobjekt (Anschaffungspreis zwischen 6.500 und 8.000 Euro) hatte endlich seinen großen Auftritt. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Drohne als Vorhut für die Servicetechniker
Der Nachmittag wartete dann mit einem besonderen Highlight auf: Swen Angermann von der Abteilung AVS (Added Value Services) von Dematic schlüpfte in die Rolle des Drohnenpiloten und zeigte, wie sich die Drohne im Lager bewegt. Das, was die Drohne sieht, wird auf einen Bildschirm übertragen. Im Multi-Shuttle-System von Ceratizit wird die Drohne nicht eingesetzt. Ihr Einsatz ist sinnvoll, wenn es um 30 oder 40m hohe Hochregallager geht, die inspiziert werden sollen. Die Drohne agiert dann als „Vorhut“ und stellt fest, wo sich der Defekt befindet, damit der Servicetechniker dann später gezielt an die Stelle geschickt werden kann. Drohnen eignen sich auch für die thermografische Überwachung. „Wenn die Temperatur vom Sollbereich abweicht – zum Beispiel bei einem Getriebe – kann mit Hilfe der Drohne festgestellt werden, wo etwas nicht stimmt. Somit ermöglicht sie vorausschauende Maintenance“, erläutert Angermann die Vorzüge. Servicetechniker von Dematic sind zertifizierte Piloten und haben ein Portfolio an Drohnen, aus dem sie je nach Anwendungsfall beim Kunden die geeignete für die Inspektion auswählen.
Lob von den Teilnehmern
Radim Bojanovsky, Lead Manager Logistics Processes & Systems bei Paul Hartmann, war mit seiner Kollegin Fenja Gohl aus Heidenheim angereist. Sein Fazit: „Es war beeindruckend zu sehen, was für ein Ergebnis erzielt werden kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. 100.000 SKU vorrätig, Next-Day-Lieferversprechen bei Bestellung am Vortag bis 19:00 Uhr – intuitiv bedienbare Kommissionier- und Packdialoge und ein intelligentes Zusammenspiel zwischen Wareneingang und Nachschub machen es möglich!“ „Applaus“ kommt auch von unabhängiger Seite. Arno Draxler, Senior Consultant und Managing Partner von Plan Logistik in Kemptthal bei Zürich, sagt: „Aus neutraler Schweizer Sicht betrachtet haben wir ein Lehrbuchbeispiel eines „Grüne-Wiese-Projekts“ kennengelernt. Gratulation nicht nur an Dematic, sondern an alle Projektpartner inklusive unseres Mitbewerbs von der IO-Group.“
















