Und mit solchen Maßnahmen können Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele konkret umsetzen?

Na ja – zunächst einmal sollten diese Unternehmen eine umfassende Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Verpackungsprozesse machen und identifizieren, wo Verbesserungen möglich sind. Und wenn Sie mich um einen konkreten Tipp mit oftmals großer Wirkung bitten, kann ich aus langjähriger Erfahrung berichten, dass z.B. eine hohe Anzahl von Palettenwicklern meist gar nicht oder nicht optimal auf das Packgut und die verwendete Folie abgestimmt sind. Allein hier lauert ein beachtliches Einsparpotential, sowohl für den Geldbeutel als auch für die Umwelt – und zwar ganz ohne Investition. Absolut sinnvoll ist auch der Einsatz von PCR-Wickelfolie: Eine R30-Folie ist kaum teurer als eine herkömmliche Stretchfolie aus Neuware, hat keine technischen Nachteile und reduziert den CO2-Verbrauch bereits um rund 30 Prozent. Langfristig betrachtet muss es darum gehen, Prozesse kontinuierlich zu verbessern und neue, nachhaltigere Materialien zu integrieren.

Nachhaltigkeit ist demnach also `eine never ending story´?

Tatsächlich ist Nachhaltigkeit kein Zustand, den man einmal erreicht und dann beibehalten kann. Die Bedingungen ändern sich ständig – sei es durch neue Materialien, Technologien oder gesetzliche Vorgaben. Daher müssen Unternehmen flexibel bleiben und ihre Arbeitsweisen regelmäßig anpassen. Nur so können sie langfristig erfolgreich und umweltfreundlich agieren.

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