Mehr Spielraum für Planer und Kranbetreiber

Mit mehreren Neuheiten erweitert Demag die Einsatz- und Variationsmöglichkeiten des ohnehin universell einsetzbaren Kranbaubasten KBK. Im Vordergrund stehen dabei Bauteile mit höherer Tragfähigkeit, eine verbesserte Raumausnutzung sowie verringerte Installationsaufwände.
 Gleich mehrere Neuerungen präsentiert Demag bei seinem Leichtkransystem KBK. Sie zielen auf höhere Traglasten, einfache Planung und Montage ab.
Gleich mehrere Neuerungen präsentiert Demag bei seinem Leichtkransystem KBK. Sie zielen auf höhere Traglasten, einfache Planung und Montage ab.Bild: Demag Cranes & Components GmbH

Das modulare Leichtkransystem Demag KBK ist ein Baukasten, um maßgeschneiderte Lösungen für das Heben, Bewegen und Handhaben von Komponenten zu realisieren. Der Planer kann das System perfekt an Arbeitsabläufe, das Transportgut und an nahezu alle denkbaren baulichen Gegebenheiten anpassen. Mit Demag KBK lassen sich einzelne Arbeitsplätze ebenso einfach und ergonomisch gestalten wie intralogistische Gesamtkonzepte für komplette Produktions- und Montagelinien.

Einträger-Krane mit bis zu 2.000kg

Zu den aktuellen Neuheiten im Programm gehören eine neue, stärkere Aufhängung und verbesserte Fahrwerke. Damit lassen sich zukünftig KBK-Einträgerkrane mit einer Tragfähigkeit von bis zu 2.000kg einsetzen. Bislang ließen sich die Anforderungen in diesem Traglastbereich nur mit Zweiträger-Kranen realisieren. Der Vorteil der Einträger-Ausführung besteht darin, noch leichtere und kompaktere Krane einsetzen zu können.

Der Anwender des neuen Einträgerkrans im KBK-System spart gleich doppelt Platz, denn statt der bisher notwendigen zwei Doppelfahrwerke, die über eine Traverse verbunden sind, reicht nun ein einziges Doppelfahrwerk. Das bedeutet: Das Anfahrmaß der Krane ist deutlich geringer, so dass sich eine verbesserte Raumausnutzung ergibt.

Reduzierte Anfahrmaße können nun auch bei Einträgerkranen der Baureihe KBK Aluline umgesetzt werden. Denn in diesem System wird der Einträgerkran KBK A22 mit einer Tragfähigkeit von 2.000kg angeboten. Da bei dem KBK-Leichtkransystem mehrere Krane auf derselben Kranbahn verfahren können, kommen hier aus Gründen der Kollisionsvermeidung weiterhin Doppel-Kranfahrwerke zum Einsatz. Beim Katzfahrwerk lässt sich eine kompaktere Variante realisieren: Das neue Einzelfahrwerk erlaubt geringere Anfahrmaße und damit eine bessere Raumausnutzung.

Größere Aufhängeabstände – mehr Flexibilität

Ebenfalls neu im KBK Aluline-Programm ist eine Aufhängung mit höherer Tragfähigkeit, bis 2.400kg für das größte Kranbahnprofil A22. Sie erweitert die Möglichkeiten für die Planung mit KBK Aluline in zwei Richtungen: Das System kann nun auch mit Kranen bis zwei Tonnen Tragfähigkeit eingesetzt werden, die sich in Verbindung mit dem neuen Fahrwerk einfacher realisieren lassen. Ebenso möglich sind größere Aufhängeabstände bei der Kranbahn, wenn mehrere Krane auf der Bahn verfahren: Dazu ein konkretes Beispiel mit vier 500kg-Kranen auf einer Kranbahn: Bislang lag der maximale Abstand zwischen zwei Aufhängungen bei 1.841mm. Dank der neuen Aufhängung lässt sich dieser Abstand nun auf bis zu 3.573mm erweitern. Damit erhalten Planer mehr Flexibilität bereits in der Projektphase, und der Installationsaufwand sowie die damit verbundenen Montagekosten werden deutlich reduziert.

Zuvor hatte Demag bereits die Möglichkeiten seines Online-Konfigurators erweitert. Dieser ermöglicht die Auswahl von Zweiträgerkranen mit hochgezogener Brücke in Kombination mit innenliegender Schleifleitung für elektrisches Kranfahren. Diese Erweiterung des Baukastens zielt auf KBK-Anwendungen bei begrenzter Raumhöhe und größerem Hakenweg. Auch hier wird auf die optimale Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Raums fokussiert. Diese Bauform mit hochgezogener Kranbrücke mit maximalem nutzbaren Hakenweg steht zudem für das System KBK Aluline zur Verfügung.

Fahrwegbegrenzung leicht montiert

Und eine weitere Neuerung unterstreicht das modulare Grundprinzip von Demag KBK. Dank einer an jeder Stelle einsetzbaren Fahrwegbegrenzung können Anlagenbetreiber jederzeit und mit wenigen Handgriffen eine Limitierung in den Fahrachsen installieren. Damit lassen sich die Wege von Kranen und Katzen im Bedarfsfall – auch temporär – einschränken und die Sicherheit im Kranbetrieb den Erfordernissen entsprechend erhöhen.

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