Per WLAN sind die fahrerlosen Transportsysteme ins werkseigene Netz eingebunden und kommunizieren völlig autark mit allen für ihre Arbeit relevanten Komponenten: mit den Stellen, an denen Boxen abzuholen oder abzugeben sind, mit anderen autonomen Fahrzeugen oder sonstigen Peripheriegeräten.

Den effizientesten Weg zu ihrem jeweiligen Ziel lassen sie von ihrem integrierten Navigationssystem ermitteln, das wie jedes moderne Navi im öffentlichen Raum arbeitet: Es berücksichtigt die aktuelle Verkehrslage auf der geplanten Strecke ebenso wie die Staumeldungen anderer autonomer Fahrzeuge. Auch dynamische Verkehrsführung bei sich ändernder Verkehrslage beherrscht das Navi.

Prioritäten setzen

Neben der optimalen Streckenführung berücksichtigt das Transportsystem bei seiner Routenplanung gegebenenfalls auch Lieferprioritäten. Behälter mit gleicher Priorität liefert es in der effizientesten Reihenfolge aus. Ist eine bestimmte Strecke im Werk gesperrt, meldet dies das Zentralsystem automatisch an alle Fahrzeuge, die daraufhin ihre Routen selbständig neu berechnen.

Ist ein Hindernis auf der aktuellen Route nicht im System hinterlegt, nimmt der Routenzug die nächstmögliche optimale Ausweichroute. Taucht dieses Hindernis erneut auf, nimmt das Fahrzeug künftig eine andere Route.

Jedes KLT-FTS ist permanent mit dem Zentralrechner verbunden und bewegt sich immer in Abstimmung mit den sonstigen Verkehrsteilnehmern im Werk. Und selbstverständlich „kennen“ alle Fahrzeuge die Verkehrs- und Vorfahrtsregelungen und verhalten sich unterwegs und vor allem an Kreuzungen, Engstellen oder Bahnhöfen regelkonform.

Dass die neue FTS-Generation offenbar auf Bedarf trifft, zeigen die Reaktionen aus dem Markt. Noch während sie mit der Entwicklung des neuen Systems beschäftigt gewesen seien, so CSP-Chefin Katrin Ramsl-Späth, hätten einige Unternehmen aus der Automotive-Branche bereits Interesse an der Neuerung signalisiert.

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