Kleinere Änderungen am ersten Wagen

„Der Werkzeugwechselwagen von Genkinger ist ein wichtiger Teil dieser Lösung“, sagt Arthur Schwarz, bei EBM-Papst zuständig für Entwicklung und Verfahren. Am ersten Modell wurden im Nachhinein noch kleinere Änderungen und Anpassungen vorgenommen, z.B. an der Fahrgeschwindigkeit und den Hydraulikanschlüssen an der Presse in Form gefederter Hydraulikleisten. Durch eine Lösung mit Gegendruck der Pressenleiste und der Wagenleiste gelingen die Übergänge noch leichter und schneller. Die Hydraulikanschlüsse brauchen die Bediener seitdem nicht mehr händisch anzubringen. Bei den nachfolgenden Geräten wurden die Änderungen bis heute übernommen.

Beschleunigter Rüstvorgang

Nun sind bei EBM-Papst die Werkzeuge in Schwerlastregalen auf Rollen gelagert. Sie werden dann zu einer Vorheizstation transportiert, die sich in einem produktionsnahen Schwerlastschrank befindet. Hier bringen Heizmodule die Werkzeuge auf die für den Produktionsprozess notwendige Temperatur. Statt auf Blechflächen befinden sich die Werkzeuge auf Kugelbahnen. Der Genkinger Werkzeugwechselwagen fährt zur Presse, entnimmt dort das für den Prozess nicht mehr benötigte Werkzeug und verfährt es zum Regal. Danach transportiert er das vorgeheizte Werkzeug zum Neurüsten an die Presse. Auch auf dem Wechselwagen befinden sich Kugelrollleisten, die leichtgängige, beschädigungsfreie Bewegungen ermöglichen. Über die Fernbedienung bewegt eine Person das Werkzeug leicht und sicher.

Modifizierter Werkzeugschrank

Die Rolleneinleger im Werkzeugschrank sind nach hinten leicht geneigt, so dass die Werkzeuge nicht vorn herausrollen können. Außerdem wurde eine Auflage geschaffen, so dass die Höhen der Auflage des Wagens und des Schrankes ausgeglichen werden. Damit entfällt das jedesmalige Justieren der Höhe. Auch an der Presse wurden die gleichen Auflagen montiert, um den Gesamtprozess stimmig ablaufen zu lassen.

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