
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR) gehören längst zum Alltag moderner Lager und Produktionen. Was viele Betriebe bisher trotzdem beschäftigt, ist die Frage, wie sich diese Fahrzeuge nahtlos in eine SAP-basierte Systemlandschaft einbinden lassen. Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen Prismat und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) an.
Kommunizierende Software-Agenten
Das Fraunhofer IML hat mit Aulis ein agentenbasiertes, modulares Betriebssystem für den innerbetrieblichen Transport mit FTS und AMR entwickelt. Das bedeutet, dass einzelne Software-Agenten (autonome Programmmodule) bestimmte Aufgaben selbstständig übernehmen und miteinander kommunizieren, statt alle Funktionen in einer monolithischen Software zu bündeln.
Aulis besteht aus fünf Modulen, die sich unabhängig voneinander einsetzen und kombinieren lassen. Der Auftragsagent empfängt Transport- und Produktionsaufträge und tauscht Daten mit externen Systemen wie ERP (Enterprise-Resource-Planning) oder WMS (Warehouse Management System) aus. Der Routingagent plant zeitoptimale Wege für gemischte Flotten verschiedener Hersteller. Das Optimierungsmodul verteilt Transportaufträge intelligent auf die verfügbaren Fahrzeuge. Die Fahrzeugagenten steuern die einzelnen Roboter nach dem offenen Standard VDA 5050, der die herstellerübergreifende Kommunikation mit FTS und AMR regelt. Ein User-Interface-Modul schließlich stellt Informationen aus dem Shopfloor, also dem operativen Lager- und Produktionsbereich, in Echtzeit auf mobilen Endgeräten und Desktop-PCs dar. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Open-Source-Architektur für flexible Intralogistikprozesse
Die Open-Source-Software lässt sich an spezifische Anforderungen anpassen und erlaubt einen schrittweisen Aufbau. Unternehmen, die heute mit wenigen Fahrzeugen beginnen, können das System später erweitern, ohne die gesamte Architektur neu aufzusetzen. Zusätzliche Funktionen lassen sich ergänzen, bestehende modifizieren. Die Kommunikation zwischen den Modulen erfolgt über das MQTT-Protokoll, das in der Industrie-4.0-Welt weit verbreitet ist und eine leichtgewichtige, zuverlässige Nachrichtenübertragung ermöglicht. Aulis läuft in der Cloud, lokal im Netzwerk eines Standorts oder On-Premise auf eigenen Servern. Unternehmen behalten damit die Kontrolle darüber, wo ihre Betriebsdaten gespeichert und verarbeitet werden.
Intuitive Live-Transparenz von FTS-Flotten in SAP EWM
Die Prismat verbindet Aulis mit der eigenen SAPUI5-App Viwa-Pad, die eine Echtzeit-Visualisierung eines Lagers in 3D oder 2D einsetzt, um Informationen zu Lager- und Arbeitsplätzen intuitiv bereitzustellen. Die Echtzeit-Bestandstransparenz mit SAP EWM ist damit keine Frage mehr von abstrakten Daten, sondern verständlich dargestellt und unmittelbar erfahrbar. Mit der Aulis-Integration hält das Thema Live-Transparenz eingebundener AGV-Flotten Einzug in das virtuelle Lager von Viwa-Pad.
Als Ausgründung des Fraunhofer IML aus Dortmund ist Prismat seit mehr als 30 Jahren auf die Implementierung und Integration von SAP-Logistiklösungen spezialisiert. Das Unternehmen begleitet Betriebe von der Prozessanalyse bis zum laufenden Support und deckt damit das gesamte Spektrum eines SAP-Projekts ab.
















