10. Testing-Phase:

Noch in der Planungs- und Konzeptionsphase des Lagers ist ein ausgiebiges Testing aller Workflows und Abläufe (inklusive aller möglichen Ausnahmesituationen) in einer Simulationsumgebung notwendig. Diese muss ein vollständiges Abbild der zukünftigen Logistikhalle sein. Tipp: Ein perfektes Werkzeug in dieser Phase ist der digitale Zwilling. Er bildet auch die Hardware ab und verhält sich exakt so wie das später aufgebaute Dark Warehouse. Er ermöglicht intensive Tests, auch wenn noch keine physischen Maschinen im Einsatz sind. Eine besondere Aufgabe kommt ihm zu, wenn es darum geht, auf außergewöhnliche Situationen zu reagieren. Diese lassen sich mit einem digitalen Zwilling leicht erzeugen und dann testen, ob die geplanten Workflows reibungslos funktionieren. Während der Implementierungsphase des Projekts ist dies sehr hilfreich, um verschiedene Szenarien zu besprechen und zu definieren. Auch beim Training der Key User und während der Prototypisierungs-Phase ist ein digitaler Zwilling hilfreich, denn er visualisiert die verschiedenen Szenarien in 3D, was für ein schnelleres und besseres Verständnis der einzelnen Szenarien sorgt.

11. Integration:

Ist das Zielsystem ausführlich getestet, wird die reale Umgebung gebaut. In dieser Phase finden die Erfassung, Systemintegration und Programmierung der neuen Technologien und bestehenden Systeme statt. Und natürlich braucht es für den vollautomatischen Warehouse-Betrieb ein Steuerungs- und Lager-Management-System, das als zentrale Plattform alle eingesetzten Lösungen koordiniert, steuert, Aufträge erzeugt und über Schnittstellen die Datenströme mit allen verbundenen Systemen managt. Diese Plattform sollte von Haus aus mit Warenwirtschaftssystemen (wie etwa SAP) kommunizieren können und sich flexibel konfigurieren lassen, um beispielsweise alle Ausnahmesituationen ohne manuelle Eingriffe meistern zu können.

12. Optimierungs-Phase:

Steht das Dark Warehouse, sollten sich Unternehmen auf eine meist mehrmonatige Optimierungsphase einstellen. Dabei werden Abläufe analysiert und kritisch betrachtet, um beispielsweise Bottlenecks zu ermitteln und die Steuerung bei verschiedener Auslastung des Lagers zu bewerten.

Transparente und kostenoptimierte Lagerlogistik

Um die Lagerlogistik mit einem Dark Warehouse komplett zu automatisieren, sind umfassende Investitionen zu tätigen. Ein ROI wird erst nach mehreren Jahren erreicht. Dennoch überwiegen langfristig die Vorteile, wenn Unternehmen ein solches Projekt richtig angehen: Sie können schneller und flexibler reagieren, sind weniger stark vom Fachkräftemangel betroffen, haben mehr Transparenz in ihrer Lagerlogistik und operieren kostenoptimiert.

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