Die Hard- und Softwarekombination Aluco Strix des gleichnamigen Anbieters Aluco bietet Frachtvermessung mit automatisierter Disposition für Speditionen, Intralogistik und Luftfracht. Es erfasst mittels Stereo- und 2D/3D-Kameras Packstücke in Bewegung, optimiert darauf aufbauend Logistikprozesse, wie etwa Fahrzeugauslastung oder Tourenplanung in Echtzeit, und es lernt KI- basiert dazu. Zentrale Neuerung ist unter anderem eine integrierte Datenbereinigung. Als Backend- Produkt macht es den Einsatz für Disponenten darüber hinaus leicht.
Mit MCP Play der Schweizer Interroll schickt die Jury eine autonome, dezentrale Steuerungslösung für ihre modulare Behälter- und Kartonfördertechnik-Plattform (Modular Conveyor Platform) ins Finale. Die Lösung kommt ohne SPS-Programmierung, wodurch sich Förderanlagen für Objekte bis 50kg einfacher konfigurieren, installieren und effizienter betreiben lassen, was vor allem für E-Commerce-Händler und 3PL-Dienstleister bis zu 40 Prozent höhere Durchsätze verspricht und zudem die Energieeffizienz verbessert.
Zwei Lösungen in der Kategorie Intralogistics Software nominiert
Die große Stunde von Software schlägt immer dann, wenn sie den Unterschied macht. Die Nominierungen von Geekplus und Plancise stehen für dieses Prinzip.
G-Plan von Geekplus ist ein Planungstool für Vertriebsteams, um in der Frühphase von Lagerprojekten potenzielle Lösungen durch 3D-Visualisierungen schnell zu verstehen und zu bewerten. Anwender können sich so ein Bild davon machen, wie eine Lösung in ihrer Umgebung funktionieren wird. Die Echtzeit-Simulationsfunktionen ermöglicht es zudem, verschiedene Optionen hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Effizienz zu vergleichen, um so sicherzustellen, dass die gewählte Lösung die Leistungsanforderungen und Erwartungen erfüllt, bevor Investitionen getätigt werden. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Workforce Management for Logistics von Plancise aus Österreich schließt eine Lücke der Intralogistik. Das speziell für größere Logistikzentren mit mehr als 100 Mitarbeitenden entwickelte, herstellerunabhängige SaaS-Tool führt alle Informationen für den Personaleinsatz in Echtzeit zusammen und zeigt, wo Arbeitskräfte zu einem bestimmten Zeitpunkt arbeiten oder benötigt werden. Plancise verspricht, durch die Einsparung von 30 Prozent der branchenüblichen 30-prozentigen Stundenverschwendung eine Reduktion von neun Prozent der Gesamtarbeitszeit zu erreichen.
Vier Start-ups im Finale
Bei den Start-ups setzten sich durchweg Innovationen aus Deutschland im Rennen um den Einzug ins Finale durch. Mit Blickfeld, Ecoro, Enabl und Filics schickt die Jury vier Finalisten mit disruptivem Potenzial in Sachen Palettentransport und Sicherheit ins Rennen um den Spin-off-Award „IFOY Start-up of the Year“.
Hochaktuell ist die Nominierung des smarten 3D-Sicherheits-LiDAR QbProtect von Blickfeld, entwickelt für Perimetersicherheit und den Schutz Kritischer Infrastrukturen. Er überzeugt bei schwierigen Wetter- und Lichtbedingungen mit präziser, volumetrischer und gleichzeitig datenschutzkonformer Erfassung und eignet sich für Einbruchschutz, die Absicherung von Gebäuden, Freiflächen, Werks- und Logistikanlagen sowie Luftfahrt und Militär.
Bei dem induktivem Transportsystem PX2 von Ecoro steht die effiziente Materialversorgung im Fokus. Die automatisierten Shuttles, die auf einer eingezäunten Fahrspur verkehren, können bis zu vier Paletten oder 2,4t befördern und eignen sich besonders für hohe Aufkommen. Der Mix aus fahrerlosem Transportsystem und Elektrobodenbahn verspricht eine bis zu 80-prozentige Kostensenkung für Milkruns und andere konstante Transportströme von Paletten auf Werksgeländen oder in Gewerbegebieten.
Das Karlsruher Tech-Start-up Enabl kombiniert mit seiner Forklift Remote Automation die Fernsteuerung von Gabelstaplern mit KI-gestützter Automatisierung as-a-Service. Stapler können so wahlweise autonom fahren oder ferngesteuert werden. Im Kundenfokus stehen Unternehmen, die nach flexiblen, kostensparenden Alternativen für ihren innerbetrieblichen Warenfluss suchen oder keine automatisierten Lösungen einsetzen können. Das Pay-per-Use-Geschäftsmodell macht zudem Investitionskosten überflüssig.
Grünes Licht gibt die Jury für Filics Unit, ein Doppelkufensystem aus zwei autonom fahrenden Robotern, die virtuell verbunden exakt unter Europaletten oder Euro-Gitterboxen ein- und durchfahren können. Neben einer Platzersparnis von bis zu 66 Prozent verspricht die Innovation des Münchner Start-ups Filics, den Fahrermangel zu lösen und die Lkw-Be- und Entladung mit bisher unerreichter Geschwindigkeit und Flexibilität zu automatisieren.
IFOY Nominees im Test Camp Intralogistics
Der IFOY Award gilt als einer der angesehensten Innovationspreise in der Intralogistik weltweit. Alle nominierten Produkte und Lösungen durchlaufen umfangreiche Tests und den wissenschaftlichen Innovation Check, um Qualität, Funktionalität, Innovationskraft, Kundennutzen und Marktrelevanz im Vergleich zum Markt zu bewerten. Insgesamt reisen sieben Tester und 25 Juroren aus 19 Nationen zum IFOY Audit in Dortmund an. Interessierte können die 21 Nominierten am 26. und 27. März beim Test Camp Intralogistics auch selbst testen. Insgesamt stehen dort auf 10.000m² Hallenfläche rund 100 Innovationen zum Testen bereit. Rund 1500 Teilnehmende werden erwartet.
















