
In den letzten Wochen haben die Lenze-Experten alles dafür getan, um ihren Kunden und Interessenten die besten Neuigkeiten auf der SPS im November präsentieren zu können. Der Automatisierungsspezialist zeigt auf der Leistungsschau in Nürnberg sein neues, kompaktes Motor Drive System bestehend aus dem Motor m550/m650, den Getrieben g500 und den Frequenzumrichtern i500 und i650. Diese Kombination erreicht die Effizienzklassen IE5 und IE7 und die Testkunden aus der Intralogistik spielen in diesen Tagen hervorragende Ergebnisse an Klaus Dierkes, Produktmanager Elektromechanik, und das Lenze-Team zurück. Die Realität zeigt, mit dem neuen Motor Drive System lassen sich die Motorverluste um mehr als 60 Prozent reduzieren, damit sinken der Energiebedarf und die CO2-Emissionen deutlich. „Den Kunden geht es vor allem um geringe Energiekosten und die Reduzierung ihres Carbon Footprints. Das ist vor allem auch in der Logistik ein sehr großes Thema und das können wir liefern“, erklärt Dierkes. Er gehört zum Entwicklerteam und steht im engen Kontakt mit den Anwendern. Die großen Logistiker im Bereich Postal & Parcel, Airport oder auch Lebensmittel sind sich deutlich bewusst, welche Einsparungen sich aufaddieren in kilometerlangen Förderstrecken, die in diesen Industriesegmenten üblich sind. „Die Logistikexperten betrachten die gesamte Prozesskette, und wissen, dass mit effizienten Antriebssystemen deutliche Einsparungen erreicht werden. Das überzeugt viele.“
Das neue Antriebssystem von Lenze schafft die Voraussetzung dafür. Die Effizienz kommt dabei aus dem System: Hardware und Umrichtersoftware sind bestmöglich abgestimmt. Bei dem neuen Synchronmotor ist der Permanentmagnet im Inneren so smart konstruiert, dass er hohe Wirkungsgrade erreicht und in die Energieeffizienz-Spitzenklassen IE5 und IE7 gehört. In Kombination mit Lenze-Getrieben und Umrichtern wird das sensorlose Drive System so effizient und performt überzeugend auch bei dynamischen Applikationen. Wichtig war den Entwicklern, dass der hohe Wirkungsgrad weiterhin zu platzsparenden, kompakten Motorgrößen führt: Die Motoren sind gleich groß oder kleiner als vergleichbare IE2/IE3-Motoren. Diese Kompaktheit ist Lenze besonders wichtig. „Der Kunde kann mit bewährten Konstruktionen seiner fördertechnischen Anlagen weiterarbeiten. Das ist ein wesentliches Kriterium.“

Beeindruckende Performance: 300 Prozent Überlastmoment
Neben der Energieeffizienz ist den Kunden die hohe Performance wichtig und auch hier punktet das Antriebssystem. „Die Getränkeindustrie, die Textilindustrie, aber vor allem eben auch die Intralogistik profitieren. „Wir versprechen ein 300 Prozent Überlastmoment aus dem Stand und liefern das auch“, sagt Klaus Dierkes. Tests zeigen: Ohne Probleme gelingt aus dem Stillstand der Start auf Voll-Last, wenn beispielsweise Kofferbänder wieder durchstarten müssen oder Flaschenförderbänder nach dem Wochenende wieder anlaufen. Das bedeutet, für den kontinuierlichen Betrieb kann das System kleiner, effizienter ausgelegt werden und liefert sofort die benötigte Power. „Vor allem auch unsere Airport-Kunden setzen auf effiziente Antriebssysteme, denn die öffentliche Hand fördert sehr viele Initiativen für grüne Flughäfen mit vielen Millionen Euro und das nicht nur in Europa. Green Airport Initiativen gibt es in den USA, Neuseeland, Asien und bei uns. Und es geht nicht nur um neue Treibstoffe für die Flugzeuge, auch am Boden können Flughäfen viele Emissionen und Kosten mit Antriebssystemen einsparen“, ergänzt Tim-Oliver Ricke, Segmentmanager Material Handling & Logistics bei Lenze.
Zurück zur Testphase. Lenze bietet den neuen Synchronmotor in den Leistungen von 0,25 – 11kW an und dieser kann mit den Getrieben aus dem Baukasten nahtlos kombiniert werden. Es stehen Stirnrad-, Winkel-, oder Kegelradgetriebe für die unterschiedlichsten Anforderungen zur Auswahl. Das Lenze-Team berichtet von positivem Kundenfeedback. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:

Effizienz im Einklang mit Einfachheit
„Effizienz und Einfachheit sind für unsere Kunden entscheidend“, berichtet Dierkes. „Ich muss nur einen Parameter eingeben, um die Motordaten am Umrichter einzustellen. Es gibt keinen Geber, also habe ich weniger Verdrahtung, keine Einstellungen, weniger Fehler bei der Inbetriebnahme und weniger Bauteile. Das zahlt auf die Zuverlässigkeit des Systems ein.“
Und es kann auf noch mehr Hardware verzichtet werden, wenn der Motor mit dem dezentralen Umrichter i550/i650 Motec geregelt wird, denn dann sind auch Bremswiderstände überflüssig. Die im Motec integrierte Rückspeiseeinheit speist anfallende Bremsenergie zurück ins Netz. Und Klaus Dierkes ergänzt: „Auch die Lenze Schaltschrankinverter i500 Cabinet können über den DC-Verbund überschüssige Energie austauschen und anderen Achsen zur Verfügung stellen.“
Die in der Fördertechnik häufig notwendige Positionierung von Gütern löst Lenze neu. „Wir nutzen den SLSM-Algorithmus im Umrichter, SLSM steht für Sensorless Synchron Motor Control und damit erreichen wir die Leistung eines geschlossenen Regelkreises ohne Motorfeedbacksystem und Verkabelung. So realisieren wir eine sensorlose, exakte Positionsbestimmung.“ Diese Einsparung in Hardware bei Geber und Feedbacksystem reduziert die Komplexität und macht Antriebssysteme robuster, da Fehler bei Verdrahtung und Inbetriebnahme ausgeschlossen werden.

Elektrische Energie intelligent einsetzen – Bedarfsgerechte Dimensionierung
Die ersten Testkunden haben bei der Auslegung mit dem neuen System Designer von Lenze gearbeitet, der jetzt webbasiert genutzt werden kann. Das Ergebnis: eine exakt dimensionierte Antriebslösung bis hin zur energieeffizienten Maschinenauslegung. Der System Designer zeigt den Energieverbrauch der jeweiligen Anwendung und Antriebskomponenten auf. Mit dieser Transparenz und der optimierten Antriebsauslegung spart man später Strom und Energiekosten im Betrieb. Das Feedback liest sich gut. Der System Designer begeistert die Kunden. „Wir sprechen hier von einem webbasierten Engineering-Assistenten zur Planung von Einzelachsanwendungen bis hin zu komplexen Maschinenlösungen, bestehend aus Automatisierungs- und Antriebskomponenten inkl. Fremdkomponenten. Das Tool ist dank hervorragender UX auch für weniger erfahrene Anwender leicht verständlich und bedienbar. Es führt die User durch Abfragen von Anwendungen und Komponenten zu kompletten Lösungen. Alle am Planungsprozess Beteiligte arbeiten zudem kollaborativ. Der Maschinenprozess wird modularisiert, der User kann Lösungselemente auswählen oder Assistenten nutzen“, erläutert Olaf Götz, Entwicklungsleiter Solution Tools. Basis ist das Domänenwissen der Lenze-Applikationsingenieure. Das Tool hat eine Anbindung an weitere digitale Services z.B. CAD, Produkt-Dokumentation, Warenkorbfunktion. Zudem ermöglicht es die Erstellung eines SPS-Templates und unterstützt die komplette Engineering-Chain.
















