
Künstliche Intelligenz (KI) ist in vielen Branchen das Thema der Stunde. Doch nach dem ersten Hype stellt sich die Frage: Welcher praktische Nutzen lässt sich aus KI generieren? Ein Schlaglicht fällt dabei auf die Lagerlogistik. Schließlich kämpft die Branche nicht nur mit wachsender Komplexität, Kostendruck und Personalengpässen, sondern auch mit steigenden Flexibilitätsanforderungen. Gemeinsam mit Nvidia und Accenture hat Linde Material Handling deshalb einen Ansatz entwickelt, der KI ganz konkret in die Lagerlogistik bringt.
Kern dieser Lösung ist ein digitales 1:1-Abbild des Lagers inkl. aller Warenströme, Fahrzeuge & Co. Dort fließen zudem nonstop Echtzeitdaten, beispielsweise von Sensoren, intelligenten Fahrzeug- und Infrastrukturkameras oder der Lagerverwaltungssoftware ein. Auf dieser Basis kann die KI blitzschnell verschiedenste Szenarien simulieren – sei es zur Fahrwegoptimierung oder zur Koordination von AGV und manuellen Flurförderzeugen. Einen ersten Anwendungsfall demonstrierte Linde MH auf der Logimat 2025. Dabei justierte ein automatisierter Hochhubwagen selbsttätig seinen Anfahrtswinkel neu, um eine vorher manuell ungünstig abgestellte Palette aufzunehmen. Beispiele wie dieses zeigen: Das Potenzial für KI in der Lagerlogistik ist riesig – und die Weichen sind gestellt.

















