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Lesedauer: 6 min
8. Oktober 2020
Automatische Produktionsversorgung
CIM, Spezialist für Lagerverwaltungssoftware, optimiert mit seinem Warehouse-Management-System Prolag World den Materialfluss und die Montage bei Stiebel Getriebebau. Die integrierten Add-ons Prolag Go, Prolag World Materialflussrechner, Prolag World Konverter und Prosend runden die innovative Lagersteuerungslösung ab.
 Blick in das Hochregallager der Firma Stiebel.
Blick in das Hochregallager der Firma Stiebel.Bild: CIM GmbH

Mit weit über 500.000 ausgelieferten Getrieben und mehr als 300 Mitarbeitern ist Stiebel ein wachsendes und zukunftsorientiertes Unternehmen. Der Getriebebauer investiert jedes Jahr großen Aufwand in die Innovation und Optimierung des Lagers und der Produktion. Stiebel setzt daher auf ein ebenso zukunftsfähiges und innovatives Warehouse-Management-System: Prolag World. Das WMS von CIM steuert die Prozesse im Stiebel-Logistikzentrum. Die über 6.000qm große Halle bietet 2.400 Palettenplätze, 6.400 Ladehilfsmittel in acht Shuttle-Lagern, fast 60 Schraubensorten im Kanban-Handlager sowie das Herzstück, die zahlreichen Montageplätze. Insgesamt verwaltet Prolag World rund 23.000 unterschiedliche Artikel, 1.800 Lieferpositionen sowie 300 Wareneingangspositionen pro Tag.

Volle Kontrolle durch WMS und Add-ons

 Die acht Shuttlelager sorgen für eine optimale Montageversorgung.
Die acht Shuttlelager sorgen für eine optimale Montageversorgung.Bild: CIM GmbH

Neben der Verwaltung des manuellen und automatischen Lagers steuert Prolag World mit den integrierten Add-ons viele weitere Prozesse im Lager: Das Kommissionierleitsystem Prolag Go führt die Staplerfahrer und das Kommissionierpersonal wegeoptimiert durch das Lager, der CIM-eigene Prolag World Konverter übernimmt die Datenkonvertierung zur Anbindung an das vorhandene ERP-System, der Prolag World Materialflussrechner organisiert die Materialflusssteuerung inklusive Montageversorgung und das Versandsystem Prosend mit direkter Anbindung an KEP-Dienstleister wie z. B. Schenker und UPS sorgt für den optimalen Versandprozess.

Täglich kommen bei Stiebel viele Tonnen Ware an, die eingelagert werden müssen. Nach der Anlieferung durch Komponentenhersteller oder eigene Werkstätten erfolgt die ungeplante oder geplante Einlagerung in das Hochregallager, das Kommissionierlager oder das QS-Lager. Im Wareneingang ist in Prolag World auch eine Stornierung bestehender Bestellungen sowie die Erfassung und Verwaltung von Retouren möglich.

Optimierte Montageversorgung reduziert die Montagezeiten

  Fertigteile zur Produktion von Getrieben für Straßenfräsen.
Fertigteile zur Produktion von Getrieben für Straßenfräsen.Bild: CIM GmbH

Aus dem Lager werden zugekaufte Teile und Teile aus der eigenen Fertigung von den Logistikmitarbeiterinnen und -mitarbeitern auftragsbezogen und bedarfsgerecht kommissioniert und anschließend am Montageplatz konsolidiert. „In der Montageversorgung und der Montage war es uns wichtig, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Führung des Systems auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, also das Kommissionierpersonal kommissioniert, das Montageteam montiert“, meint Manuel Melo, Leiter interne Logistik/Auftragsmanagement bei Stiebel, und ergänzt: „So trivial das klingt, häufig ist das nicht so.“

Mit Prolag World und dem angeschlossenen Kommissionierleitsystem Prolag Go konnte dieses Ziel vollständig erreicht werden: Die Kommissionierung im Lager erfolgt intelligent, wegeoptimiert und zweistufig anhand von Stücklisten. Diese werden in Prolag World verwaltet und dem Kommissionierer automatisch vorgegeben. Es muss kein manueller Eingriff erfolgen. So kommen alle Einzelteile – von der Palette bis zur einzelnen Schraube – entsprechend der Baugruppen exakt in der richtigen Montagereihenfolge und in der richtigen Stückzahl an der Montage an. Der Monteur verliert keine Zeit mit Umstapeln oder Suchen. Er kann sich voll auf die Montage konzentrieren und arbeitet so effektiver und schneller. „Wir konnten die Montagezeit bei einem unserer Getriebe so von 120 auf 42 Minuten reduzieren“, bestätigt Manuel Melo.

Um die optimale Rückverfolgbarkeit der Einzelteile entlang der Wertschöpfungskette zu gewährleisten, verwaltet Prolag World auch Chargen und Gefahrstoffe. Werden in der Montageversorgung Fehlteile festgestellt, so erfolgt die Fehlteilverwaltung durch das entsprechende Modul im WMS. Eine deutliche Effizienzsteigerung in der Kommissionierung bzw. in der Montageversorgung konnte durch eine Optimierung der acht Shuttlelager mit insgesamt 6.400 Ladehilfsmitteln sowie des Montagelagers, das nach dem Kanban-Prinzip nachbevorratet wird, erreicht werden. In den Shuttleschränken werden die für die Montage benötigten kleinvolumigen Artikel gelagert. Diese wurden nach Baugruppen sortiert, d. h. häufig zusammen benötigte Artikel lagern nebeneinander. So werden die Fahrten der Shuttletablare, die Suchzeiten des Personals und damit die Kommissionierdauer minimiert.

Eine noch bedeutendere Effizienzsteigerung konnte durch die Reduzierung von Wartezeiten erreicht werden: Prolag World verknüpft die Shuttleschränke so miteinander, dass diese bereits anfahren, während das Kommissionierpersonal noch an einem anderen Schrank arbeitet. Beispielsweise pickt ein Kommissionierer gerade am Shuttle 1. Prolag World weiß, dass der nächste zu kommissionierende Artikel im Shuttle 2 lagert. Daher sendet das System sofort einen Fahrbefehl an den Shuttleschrank. Kommt der Kommissionierer am Shuttle 2 an, stehen bereits das richtige Tablar und damit die richtigen Artikel zur Verfügung. Es entstehen keine Wartezeiten, der Prozess erfolgt deutlich schneller.

Reibungsloser Materialfluss bis zum Versand

Sind die Baugruppen und Fertigteile entsprechend der Systemvorgabe montiert, wird dies in Prolag World verbucht. Die fertigen Teile durchlaufen anschließend die Kontrolle. Sind die Teile in Ordnung, werden sie am Packplatz auf den Versand vorbereitet oder – bei Kundenbestellungen mit mehreren Teilen – ins Erzeugnislager eingelagert, bis alle Teile der Bestellung fertig montiert sind. So stellt Prolag World sicher, dass alle Teile für einen Kunden gemeinsam versendet werden können. Werden bei der Kontrolle Mängel erkannt, wird die Ware gesperrt und muss manuell überprüft werden. Der Versandprozess, also Packplatz, Tourenoptimierung und Versandbahnhof, wird durch das integrierte Versandsystem Prosend verwaltet. So ist ohne zusätzliche Schnittstelle eine optimale Kommunikation zwischen WMS und Versandsystem und damit ein optimaler Versandprozess gewährleistet.

www.cim.de

CIM GmbH
http://www.cim.de

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