Zeigen die RTLS-Daten auf dem Bildschirm an, dass die aktuellen Gabelstapler-Einsätze zu Staus an der Anlieferungsrampe führen, können sofort einige Fahrer auf andere wichtige Aufgaben umgeleitet werden. Gleichzeitig gibt es so wertvolle Erkenntnisse, um zukünftige Einsätze besser zu koordinieren und damit Leerlauf zu vermeiden. Wenn Paletten zu lange ungenutzt im Bereitstellungsbereich stehen, kann ein nahestehender Gabelstapler geortet und dessen Fahrer beauftragt werden, die Waren je nach Bedarf ins Lager oder in den Abwicklungsbereich zu bringen. Die neuen Aufgaben können direkt über Tablets, die an den Gabelstaplern montiert sind, an die Fahrer übermittelt werden. So werden Verzögerungen bei der Problemlösung vermieden.

In einem realen Szenario installierte ein europäischer Bäckereizulieferer in seinem Vertriebszentrum ein Scanportal. Damit können Gabelstaplerfahrer alle eingehenden Paletten scannen und wiegen, bevor diese eingelagert werden. Nach dem Scan wird ein Barcode-Etikett gedruckt und an der Palette befestigt. Dieses Etikett wird später von einem fest installierten Scanner am Gabelstapler ausgelesen. Die gesammelten Palettendaten sind mit dem Barcode verknüpft und geben dem Fahrer über ein montiertes Terminal die genaue Lagerposition der Palette an.

Bei ausgehenden Lieferungen läuft der Prozess in umgekehrter Reihenfolge: Das Terminal zeigt an, wo die Palette abgeholt werden soll. Der Fahrer scannt den Barcode, um zu überprüfen, ob es die richtige Palette ist. Anschließend wird die Palette für den Transport vorbereitet. Diese neue Technologie soll dem Zulieferer im Vergleich zur alten Methode jährlich mindestens 20.000 Euro einsparen.

Fazit

Auch wenn ein Unternehmen noch nicht bereit ist, Barcode-Scanner, RFID-Lesegeräte oder Bildverarbeitungssysteme fest auf Flurförderzeugen zu installieren, kann der Wechsel von analogen Klemmbrettern hin zu mobilen Geräten dennoch sinnvoll und profitabel sein. Das belegen auch die Zahlen aus der neuesten ‚Warehousing Vision Study‘ von Zebra. 83 Prozent der Lagerbetreiber und 89 Prozent der Lagermitarbeiter gaben an, dass die Einführung von Automatisierung am besten gelingt, indem die Mitarbeiter mit tragbaren Handheld-Computern, Wearables, mobilen Druckern, robusten Scannern sowie Computern für Fahrzeuge ausgestattet werden. Einige Lagerbetreiber haben dies bereits umgesetzt, darunter ein führender europäischer Händler für Verbrauchsmaterialien und Ausrüstung und ein französischer Baustoffhändler.

Beide Unternehmen haben zahlreiche Prozesse in ihrer Logistik automatisiert und verbessert – vom Wareneingang bis zum Versand. Gabelstaplerfahrer und andere Mitarbeiter profitieren dabei von mobilen Geräten, die perfekt auf ihre Aufgaben abgestimmt sind.

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