Kompakte Bauweise und Wendigkeit waren entscheidend
Pöppelmann hat sich schließlich für den mobilen Roboter Safelog M4 Lift entschieden, der ein breites Spektrum an intralogistischen Aufgaben abdecken kann. Entscheidend für die Wahl waren zwei technische Merkmale des Modells. Erstens ist der M4 Lift so flach konstruiert, dass er die Bodenroller von Pöppelmann unterfahren und ausheben kann. Und zweitens ist das Fahrzeug mit einem Kurvenradius von einem Meter extrem wendig und kann in den teilweise engen Gängen von Pöppelmann problemlos rangieren. „Die kompakte Bauweise unserer Fahrzeuge gehört zu unseren Stärken“, ergänzt Moritz Schmidt, Head of Sales bei Safelog. „Deswegen kommen die mobilen Roboter auch mit begrenzten Platzverhältnissen gut zurecht.“ Der M4 Lift ist für eine maximale Traglast von 1000kg ausgelegt, was für die Aufgaben bei Pöppelmann mehr als ausreichend ist. Ein gefüllter Ladungsträger kommt auf rund 250kg. In Ausnahmefällen erreichen die Behälter ein Gewicht von 600kg. Hinzu kommt jeweils der Bodenroller mit 120kg.
Installation im laufenden Betrieb
Mittlerweile sind acht mobile Roboter bei Pöppelmann im Einsatz. Fahrzeug Nummer neun wird als Backupgerät verwendet und nur in produktionsstarken Phasen in den Zirkel eingeschleust. Im Lager nehmen sie die Bodenroller mit leeren Behältern auf, fahren damit zu den Produktionsmaschinen und setzen sie dort ab. Die an den Maschinen bereitgestellten Vollgutbehälter werden anschließend von den Robotern aufgenommen und zum Bahnhof im Lagerbereich verbracht, wo sich der Versorgungskreislauf schließt. Auf diese Weise werden Leerfahrten der Roboter weitgehend vermieden. Die Installation der Roboterflotte erfolgte im laufenden Betrieb. Dabei wurden nicht alle Modelle gleichzeitig implementiert, sondern eines nach dem anderen in Betrieb genommen. „Wir haben uns langsam herangetastet“, sagt Dierken. „Mit unserer Beauftragungs-Software konnten wir einzelne Roboter live nehmen, was in kurzer Zeit zum Erfolg führte.“
Mobile Roboter orientieren sich an Konturpunkten
Damit sich die Fahrzeuge auf ihrem Rundkurs zurechtfinden, wurden die Hallen im Vorfeld digital kartiert und die Daten auf die Roboter überspielt. Anhand der Karte orientieren sich die Geräte nun an bestimmten, unveränderlichen Konturpunkten wie beispielsweise Säulen, Spritzgussmaschinen oder Hallentoren. Die mobilen Roboter bewegen sich dabei auf festen, virtuellen Routen, die in der digitalen Karte hinterlegt sind. „Das funktioniert so gut, dass wir auf eine zusätzliche Magnetspur verzichten konnten“, freut sich Dierken. Bei Pöppelmann herrscht Mischverkehr. Die mobilen Roboter müssen also mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Gabelstaplern oder Werkern interagieren. Um Unfälle zu vermeiden, sind die Geräte mit Sicherheitssensoren ausgestattet. Befindet sich ein Hindernis innerhalb der Sicherheitsbereiche, verlangsamen die Roboter ihre Fahrt oder bleiben stehen, bis das Hindernis beseitigt ist. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Agentenbasierte Steuerung sorgt für Zuverlässigkeit
Die mobilen Roboter brauchen keinen Leitstand, denn Safelog verfolgt einen agentenbasierten Ansatz. Jedes Fahrzeug hat seine eigene Recheneinheit, auf der die entsprechende Software läuft. Damit können die Roboter beziehungsweise Agenten im Schwarm kommunizieren und untereinander die nötigen Informationen austauschen, um die anstehende Aufgabe zu erfüllen. Das System arbeitet zuverlässig, denn wenn ein Roboter ausfällt, übernehmen die übrigen Geräte die Aufgaben. Wenn hingegen ein zentraler Leitstand versagt, steht die gesamte Flotte. „Bei einer agentenbasierten Steuerung kann im schlimmsten Fall sogar jede Einheit alleine weitermachen“, versichert Moritz Schmidt.
Weitere Projekte sind geplant
Die Zusammenarbeit mit Safelog war aus Sicht von Dierken professionell und auf Augenhöhe. Weitere gemeinsame Projekte sind bereits geplant. Dazu gehören die nachgelagerten Prozesse in der Logistikhalle, sprich die Abnahme der Palette mit den befüllten Behältern vom Bodenroller und das anschließende Aufsetzen auf die Fördertechnik. Diese Abläufe werden derzeit noch manuell durchgeführt, sollen aber in Zukunft so weit wie möglich automatisiert werden und Safelog wird wieder in der Ausschreibung mit berücksichtigt.
















