Das ausdrückliche Vereinbaren der Ladetätigkeit durch den Fahrer ist auch in Spanien, Portugal und Ungarn möglich, wenn der „Service“ schriftlich vor Transportbeginn „gebucht“ wurde und gesondert berechnet wird. In Ungarn beträgt der gesetzliche Mindesttarif aktuell 28,50 Euro pro Stunde, Wartezeit an der Rampe kostet rund 22,40 Euro pro zusätzlicher Stunde, in Spanien 38,60 Euro.
Unfallschwerpunkt Rampe
Aus Unfallverhütungssicht ist es zweifellos ungünstig, ausgerechnet den betriebsfremden Fahrer mit fremdem Arbeitsgerät auf unbekanntem Terrain hantieren zu lassen. Er ist unter Zeitdruck und kennt die örtlichen Gegebenheiten und Gefahrenstellen nicht. So ist die Rampe nach wie vor ein Unfallschwerpunkt, der zulasten aller Beteiligten geht. Unfälle und damit verbundene Ausfälle könnten bei klaren Zuständigkeiten reduziert werden.
„Wir brauchen für Deutschland eine Lösung, die gleichzeitig die logistische Flexibilität erhält und die Arbeitssicherheit an der Rampe verbessert“, sagt Martin Küppers, Leiter Regelwerk und Arbeitssicherheit bei der Berufsgenossenschaft (BG) Verkehr. „Klare Absprachen und mehr Kooperation an der Rampe tragen dazu bei, dass beide Ziele erreicht werden.“ Im „Arbeitskreis Rampe“ finden sich derzeit alle Player zusammen und erarbeiten unter Mitwirkung zweier Bundesministerien konkrete Praxishilfen.
Anja Falkenstein ist als Rechtsanwältin in Karlsruhe tätig und schreibt zu Themen an der Schnittstelle Logistik/Recht.

















