Nachhaltig stark durch Flottenmanagement

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Habasit verbessert mit dem Full Service Flottenmanagement von Stöcklin Betriebsbereitschaft, Lebensdauer und Total Cost of Ownership (TCO). – Bild: Stöcklin Logistik AG

Habasit ist ein führender Hersteller von Transportbändern und Anbieter innovativer Lösungen und Dienstleistungen für die Förder- und Antriebstechnik mit Hauptsitz in der Schweiz. An den Produktions- und Fertigungsstandorten in Reinach und Brislach (Kanton Basel-Landschaft) bewegt das Team jeden Tag tonnenweise Material. Die zu transportierenden Produkte sind z.B. Produkterollen, welche Dimensionen bis 4,8m Länge, Durchmesser bis 1,4m und ein Gewicht von bis zu 4t erreichen, In der Produktion werden auch lösemittelhaltige Hilfsprodukte eingesetzt, für den Produktionsprozess werden verschiedenste Spezialfahrzeuge wie Schlepper, Kernauszieher, usw. benötigt.

Dazu ist eine Flotte von fast 60 Schwerlaststaplern unterschiedlicher Fabrikate in Dauerbetrieb, viele von ihnen mit Auslegungen, bei denen man zweimal hinsehen möchte: Gabellängen bis 3,8m, Triplex-Masten, Sonderhebevorrichtungen, Schutzgitter für überbreites Stückgut, Atex 1/21 zertifizierte LiFePo-Batterien und anderes mehr. Das durchschnittliche Gerätealter liegt bei stolzen 20 Betriebsjahren, nicht zuletzt, weil die vielen Individuallösungen einen hohen Erhaltungswert haben.

Seit zwei Jahren ist Habasit dabei, Verfügbarkeit und Betriebskosten, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit dieses Fuhrparks noch einmal auf ein neues Niveau zu heben: Mit dem Full Service Flottenmanagement von Stöcklin erhält das Unternehmen die nötige Transparenz und Serviceexpertise, um Geräte schonender zu nutzen, Wartung und Instandhaltung eng am einsatzbedingten Bedarf auszurichten und die Flotte so kapitalschonend wie zukunftsfähig zu erneuern und zu modernisieren.

Das Fundament: digitale Vernetzung der gesamten Flotte

Basis dafür war zunächst die digitale Vernetzung der Habasit-Flotte: Alle Stapler wurden von Stöcklin mit einem marktgängigen, drahtlosen Zugriffsmanagement und Schock-Sensorik nachgerüstet. Ein zugehöriges Flottenmanagement-System unterstützt die Fahrzeug- und Fahrerverwaltung und ermöglicht ein nahtloses Monitoring: Es sammelt die Daten aus allen Fahrten und lieferte Habasit von Tag eins an volle Sicht auf die Aufenthaltsorte, Nutzungsmuster und Schadenverursacher im Flottenbetrieb.

„Das hat für uns direkt Vieles einfacher gemacht“, sagt Beat Strebel, SIBE/Engineering, Habasit. „Wir können den Zugriff auf die Stapler in der Software zentral verwalten, externe Fahrer und Lieferanten bei Bedarf auch befristet freischalten. Das System ist einfach und mehrsprachig, so dass alle es gut verstehen und annehmen.“ Schnell war auch identifizierbar, wenn Fahrten so ruppig verliefen, dass Stapler, Transporteinrichtungen oder Infrastruktur wie z.B. Aufzüge, usw. unnötig litten. Gespräche mit den Fahrern halfen, das abzustellen. „Heute wissen alle, dass wir genau hinsehen, fahren achtsamer, bauen weniger Unfälle – und sichern so einen insgesamt besseren Zustand unserer Gräte und Infrastruktur.“

Bei Habasit ist eine Flotte von fast 60 Schwerlaststaplern im Dauerbetrieb - mit Gabellängen bis 3,8m.
Bei Habasit ist eine Flotte von fast 60 Schwerlaststaplern im Dauerbetrieb – mit Gabellängen bis 3,8m.Bild: Stöcklin Logistik AG

Der Komplett-Service: von Datennutzung über Wartungsplanung bis Erneuerungsstrategie

Zum Komplett-Service von Stöcklin gehören nun nicht nur Wartung und Instandhaltung nach Herstellervorgaben und Explosionsschutz-Richtlinien – für alle Fabrikate. Es gilt, die im Flottenmanagementsystem auflaufenden Nutzungsdaten auszuwerten, um Wartung und Instandhaltung noch enger als bisher an der tatsächlichen Fahrleistung auszurichten. Das führt zu einer dynamischen Wartungsplanung und -durchführung und beeinflusst die Erneuerungs- oder Modernisierungsempfehlungen. In der Regel verlängern sich damit die Nutzungsdauern bei besserer Verfügbarkeit und besserem Return of Investment, weil insgesamt weniger Reparaturen und dabei weniger außerplanmäßige Serviceeinsätze nötig werden.

„Nach Schock-Ereignissen können wir beispielsweise mögliche Überlastungsschäden auch außerhalb der Wartungsintervalle gezielt nachgehen – und sie, wenn nötig, geplant beheben. So vermeiden wir überraschende Ausfälle im laufenden Betrieb“, sagt Franco Buffas, Sales Material Handling Zentralschweiz. „Dabei hilft es sehr, dass wir als erfahrener Hersteller und Services sowohl unsere Geräte als auch andere Fabrikate und ihre technischen Besonderheiten sehr gut kennen.“ Diese technische Expertise präge auch die Bevorratung von Ersatzteilen, von denen die Laufener viele aus Erfahrung auch weit über die Gewährleistungszeiten hinaus vorhielten – oder durch robuste Lösungen aus der hauseigenen Werkstatt ergänzten.

Die Flottenmanagement-Daten zeigten ferner, wenn ein Stapler in Betrieb und Wartung auffällig bzw. kostenintensiver wird. „Wenn ein Gerät immer anfälliger wird, ist es logisch, dass wir über Ersatz nachdenken“, sagt Strebel. Allerdings ließen sich Investitionsentscheidungen mit Blick auf die Entwicklungen im gesamten Fuhrpark und mit den Empfehlungen des Partners spürbar informierter treffen.

Logischer Flottenmanagement-Partner

Für Habasit war Stöcklin ein logischer Flottenmanagement-Partner – nicht nur, weil bereits zwei Drittel des Fuhrparks dort für den Bandhersteller angepasst wurden. „Es ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die schon über lange Jahre immer gut funktioniert hat“, sagt der Franco Buffa. „Als Hersteller sind sie einfach außergewöhnlich flexibel, wenn es darum geht, auch in Grenzbereichen spezielle Abstandsmasse und Modifikationen technisch sicher für uns umzusetzen. Im Service kennen sie unsere Flurförderzeuge seit Jahren, viele davon seit ihrer Inbetriebnahme.“ Habasit profitiere zusätzlich von der räumlichen Nähe zu Ersatzteillager und Reparaturwerkstatt des Partners am Standort in Laufen – keine 20km entfernt. Das mache es noch einmal einfacher, akute Probleme, soweit möglich, am gleichen Tag zu beheben. Außerhalb der Schweiz klappt das laut Stöcklin auch, dann mit Hilfe versierter Service-Partner und dem rund um die Uhr erreichbaren Ersatzteil-Service.

AtexSchutz-zertifizierte Lithium-Ionen-Technologie

Und dann gibt es noch eine Besonderheit: „Habasit ist seit einigen Jahren dabei, den elektrisch betriebenen Teil des Fuhrparks auf Lithium-Ionen-Batterien umzustellen“, sagt Strebel, „auch in den EX-geschützten Bereichen.“

Wirkungsgrad und Langlebigkeit der Li-Ion-Akkus seien enorm wichtig, aber auch die Arbeitssicherheit: „Die Ladevorgänge sind funkenfrei. Alles, was mit Brandschutz, Ausgasungen an Ladestationen oder Säurekontrollen verbunden ist – ausreichende Belüftung, Augenspülung, Schutzausrüstung und die Ermahnungen an Mitarbeiter, Schutzmaßnahmen einzuhalten, Sicherheitsradien um die Ladestationen – fällt weg. Batterieladen auf engstem Raum zwischen den Paletten ist kein Problem mehr. Wir sparen Platz, der überall knapp ist.“

Die Atex 1/21 zertifizierte, patentierte Stöcklin LiFePo-Batterie und die zugehörige Ladeinfrastruktur ermöglichten sogar den sicheren, durchgehenden Betrieb der Ex-Schutz-Stapler innerhalb der Sonderumgebung – ohne Ein- und Ausfahrten zu entlegenen Ladestationen, die bei herkömmlichen Blei-Säure-Akkus anfallen.

„Diese Geräte sind perfekt für unser großes Lager, wo wir 60l Fässer mit leicht entflammbaren, lösemittelhaltigen Pasten für die Kunststoffbeschichtungen unserer Bänder aufbewahren“, sagt Strebel. „Die jährlich rund 700t Durchsatz dürfen wir dort und auf den Transportwegen nur mit Ex-Zonen-konformem Gerät bewegen. Das hat Stöcklin im Portfolio.“

Starke Partnerschaft

„Aus meiner Sicht führten wir mit Stöcklin immer sehr saubere, angenehme Diskussionen“, sagt Strebel. „Manchmal ist Stöcklin möglicherweise etwas teurer als die Mitbewerber. Aber die Langlebigkeit der Geräte, die Zuverlässigkeit der Leistungen und die Erfahrung, dass man sie über Jahrzehnte im Betrieb halten kann, weil die Reparaturkosten immer vertretbare bleiben, sind ein sehr großes Plus – auch wirtschaftlich betrachtet – das durch das Flottenmanagement noch einmal gewinnt.“