Durch die Umstellung auf ein prozessintegriertes Ladesystem konnte das Unternehmen nicht nur die Betriebszeit der Roboter um mehr als 30 Prozent steigern, sondern auch wertvolle Flächen freigeben, die zuvor für Ladestationen reserviert waren. Da kein zusätzlicher Platz für das Laden benötigt wurde, konnten Teile der Lagerflächen für zusätzliche Produktionskapazitäten genutzt werden. Gleichzeitig reduzierte sich der Wartungsaufwand erheblich, da keine mechanischen Kontakte mehr zum Einsatz kamen. „Es gibt einen klaren Punkt, an dem Unternehmen erkennen: Wir müssen unsere Ladeinfrastruktur überdenken. Meist passiert das, wenn die Flotte wächst und ineffiziente Ladeprozesse nicht mehr ignoriert werden können“, so Seume.
Solche Erfahrungen zeigen, dass die richtige Ladestrategie nicht nur eine technische Optimierung ist, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung mit langfristigen Auswirkungen. Wer heute in eine neue AMR-Flotte investiert, sollte sich bewusst machen, dass die Ladeinfrastruktur genauso entscheidend für den Erfolg ist wie die Auswahl der richtigen Fahrzeuge und Steuerungssysteme.
Fazit: Die Energieversorgung entscheidet über den Automatisierungserfolg
Automatisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll Prozesse effizienter und wirtschaftlicher machen. Wer die Energieversorgung nicht von Anfang an strategisch mitdenkt, riskiert, dass Engpässe und unnötige Betriebskosten die erwarteten Effizienzgewinne zunichtemachen. Unternehmen, die auf eine nahtlose Ladeintegration setzen, profitieren von maximaler Betriebszeit, geringeren Flächenkosten und einer höheren Flexibilität bei der Skalierung ihrer AMR-Flotten. „Die richtige Ladestrategie ist nicht nur eine Frage der Technik – sie ist ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Automatisierungsprojekts“, betont Energieexperte Julian Seume. Die Wahl der richtigen Ladestrategie sollte deshalb genauso viel Aufmerksamkeit erhalten wie die Auswahl der Roboter selbst.
„In-Process-Charging ermöglicht es, die Roboter immer dann aufzuladen, wenn sie ohnehin kurz stehen – etwa an einer Übergabestation. Das reduziert Stillstandzeiten drastisch und sorgt für eine effizientere Nutzung der Flotte.“

















