# 05 (Move): Zusammenarbeit mit Wickler und Fördertechnik

Die Übergabestellen für die Ware sind unterschiedlich. So wird bei vielen Kunden die Ware von einem Schmalgangstapler übernommen und in einem Hochregallager eingelagert. Oder der mobile Roboter bringt das Gut zu einem Lastenaufzug, wo ein Höhensprung in ein anderes Stockwerk stattfindet. In anderen Anwendungen bildet Safelog im Versandbereich mit dem mobilen Roboter die Schnittstelle zu einem Wickler, der die Ware auf der Palette automatisch für den Weitertransport verpackt und sichert. Danach übernimmt ein anderes Fahrzeug das gewickelte Gut und bringt es in die Verladezone.

Die Fahrzeuge übergeben das Transportgut an die Fördertechnik oder die unterschiedlichen Lager des Kunden. Dabei werden die mobilen Roboter bei Bedarf mit statischen oder bewegten Sonderaufbauten wie beispielsweise Höhenadaptern ausgestattet, mit denen sie Paletten über die integrierte Hubhöhe hinaus stemmen können, was bei den Bestandsanlagen des Kunden manchmal notwendig ist. So lässt sich das Gut problemlos einlagern oder an die Fördertechnik übergeben, auch wenn das mit einem Standardfahrzeug wegen der fehlenden Hubhöhe nicht möglich gewesen wäre.

# 06 (Move): Bestands-Trolleys einbinden

Die Fahrzeuge von Safelog lassen sich beim innerbetrieblichen Transport auch zusammen mit Trolleys nutzen. Bei dieser Applikation kommen die schleppenden Fahrzeuge zum Einsatz, die im Vergleich zu den aushebenden Modellen bei der Hardware im Stückpreis günstiger sind. Mit dieser Konstellation werden viele Anwendungen vor allem im Automotive-Bereich dargestellt. Meist lassen sich die Bestands-Trolleys des Kunden verwenden, die zuvor für manuelle Prozesse genutzt wurden, die dann durch einen automatisierten Prozess mit mobilen Robotern abgelöst werden. Die Trolleys werden dazu auf der Unterseite mit einer Schnappfalle ausgestattet, in die der Roboter mit einem ausfahrbaren Pin hineinfahren kann. Mit dieser einfachen und robusten Technik lässt sich das schleppende Fahrzeug mit einem oder mehreren Trolleys koppeln

Bei manchen Kunden ist der Einsatz von sperrigen Trolleys nicht möglich, weil der Platz fehlt. In diesem Fall rüstet Safelog die mobilen Roboter mit einer Plattform aus, auf der dann Paletten oder Gitterboxen für den Transport abgestellt werden können. Die Fahrzeuge sind üblicherweise mit einem omnidirektionalen Antrieb ausgestattet, können sich auf der Stelle drehen und so die Ware auch dann andienen, wenn es eng zugeht.

# 07 (Assemble): Montagelinien

Nicht zuletzt unterstützen die Fahrzeuge von Safelog die Montage. Die mobilen Roboter lösen dabei das klassische, verkettete Montageband ab und fahren flexibel durch die Linie. Der Roboter kann Punkte überspringen oder vom Standardkurs abweichen, um das Werkstück z.B. in eine Montagebox, eine Prüfkammer oder eine Lackierkammer zu verbringen. Wird z.B in der Prüfkammer ein Defekt des Transportgutes festgestellt, wird das Produkt wieder aufgenommen und zu einem Nacharbeitsplatz verbracht. Hier lassen sich praktisch alle Anforderungen des Kunden problemlos umsetzen.

Ebenso können die Fahrzeuge mit ihren Aufbauten in eine Roboterzelle einfahren, in der Montageschritte durchgeführt werden. Dabei kann der mobile Roboter mit dem Werkstück während des Prozesses in der Zelle stehen bleiben, oder er stellt es dort ab und wartet draußen. Speziell in der Montage werden mobile Roboter erhöht nachgefragt. Viele Firmen wollen ihre starren Montagelinien endlich aus den Hallen verbannen und durch mobile Roboter ersetzen, mit denen sich flexible Arbeitsplätze anfahren lassen.

Fazit

Die mobilen Roboter von Safelog lassen sich flexibel der jeweiligen Aufgabe anpassen und zudem beliebig skalieren. Reicht die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge für den Durchsatz nicht mehr aus, werden einfach weitere mobile Roboter in den Schwarm integriert. „Wir haben Kunden, die mit wenigen Fahrzeugen auskommen“, erzählt Stemmer. „Bei anderen sind mehrere hundert Roboter unterwegs.“

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