AMR-Flotte optimiert die Produktionsprozesse

Autonome Mobile Roboter (AMR) von MiR in Aktion.
Autonome Mobile Roboter (AMR) von MiR in Aktion.Bild: Mobile Industrial Robots A/S

Die Erwartungen der Kunden an ein smartes Zuhause steigen – auch bei herkömmlichen Sanitärprodukten. Um den Anforderungen an Produktinnovation, Gestaltung, Fertigung und Lieferung gerecht werden zu können, hat Runner das Projekt ‚Smart Factory‘ initiiert. In dessen Zentrum steht ein intelligentes Fertigungszentrum für Küchen- und Sanitärprodukte, das sowohl die Modernisierung von Produktionslinien als auch die Neugestaltung logistischer Abläufe innerhalb der traditionellen Werkstattproduktionslinien umfasst.

Zwölf in drei spezialisierte Gruppen unterteilte Autonome Mobile Roboter (AMR)

Die Produktionslinie für Sanitärprodukte in der Montagehalle steht vor Herausforderungen wie häufigen Linienwechseln, Übergängen zwischen Produktkategorien sowie straffen Lieferterminen. Um präzise, effiziente und mannlose Logistikprozesse zu etablieren, wurde das Produktionszentrum mit zwölf AMR ausgestattet, darunter sechs MiR250 und zwei MiR600. Die Roboterflotte von MiR operiert in drei spezialisierten Gruppen. Sie erfüllen folgende Aufgaben:

• Anlieferung von Montageteilen

• Transport von Fertigprodukten

• Transport von Leerpaletten

Die Koordination der drei Robotergruppen erfolgt über die Flottenmanagementsoftware MiR Fleet und das Robotersteuerungssystem RCS3.0. Dies gewährleistet einen reibungslosen Betrieb innerhalb des Produktionszentrums.

Integration: Transportmanagementsystem, Produktionssteuerungssystem und Lagerverwaltung

Die zwölf mobilen Roboter sind in das Transportmanagementsystem (TMS) integriert, das exklusiv von Runner entwickelt wurde. Diese Integration ermöglicht einen effizienten Informationsaustausch zwischen dem Manufacturing Execution System (MES) und dem Warehouse Management System (WMS). Die Verknüpfung der drei Systeme optimiert die Nutzung von Informationen und Hardware-Ressourcen in der Produktion und gewährleistet eine hohe Kompatibilität zwischen der Roboterflotte und der Produktionslinie für prioritäre Aufgaben. Zudem unterstützt sie eine reibungslose Planung sowie einen effizienten Betrieb der gesamten Flotte.

Mit dem derzeitigen Einsatzszenario können die AMR eine Betriebszeit von mehr als zwölf Stunden erreichen. Zudem kann die Anlieferungsrate von Montageteilen pro Set bis zu acht Mal pro Stunde und die Abholrate von Fertigprodukten bis zu vier Mal pro Stunde pro Set betragen.

Durch die Smart Factory und die Implementierung der AMR konnte Runner in seinem intelligenten Fertigungszentrum innovative Upgrades in folgenden Schlüsselbereichen umsetzen:

Förderung der Mitarbeiterkompetenzen

Die AMR von MiR sind benutzerfreundlich und können intuitiv über ein Web-Interface mittels eines digitalen Geräts bedient werden. Die Nutzer konnten ohne vorherige Programmierkenntnisse nach wenigen Tagen Schulung die Arbeit aufnehmen. Außerdem werden dank der Implementierung der AMR die beruflichen Fähigkeiten der Mitarbeitenden gefördert und deren Arbeitsbelastung verringert. Mit der intelligenten Fabrik und den automatisierten Aufgaben hat das Unternehmen für junge Menschen an Attraktivität gewonnen.

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