Skalierbare Lagerlösungen aus einer Hand

Sechs Rack Bots haben einen 
freien Zugriff auf jeden der 
insgesamt 45.000 Behälter. 
Das System kann jederzeit 
problemlos erweitert werden.
Sechs Rack Bots haben einen freien Zugriff auf jeden der insgesamt 45.000 Behälter. Das System kann jederzeit problemlos erweitert werden.Bild: SSI Schäfer – Fritz Schäfer GmbH

Lange Zeit waren für die Lagerlogistik manuelle Lösungen im Einsatz. 2023 erfolgte der Strategiewechsel: Die Intralogistikprozesse sollen künftig automatisiert oder teilautomatisiert werden, sobald dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Ziel ist es, die Skalierbarkeit zu erhöhen, um die steigende Marktnachfrage zeitnah erfüllen zu können. Hinzu kommt die wachsende Bedeutung zeitkritischer Lieferungen. Hier muss jederzeit eine garantierte Verfügbarkeit gewährleistet sein. Deshalb zählt die Verfügbarkeit der Lagerlösungen ebenfalls zu den zentralen Zielgrößen in der Logistikstrategie des Wehrtechnikanbieters.

Langfristige Kundenbeziehung

Das Unternehmen sieht die Transformation seiner Lagerlogistik als fortwährenden Prozess – und setzt dabei auf einen etablierten und verlässlichen Partner. Die Wahl fiel auf den Intralogistikspezialisten SSI Schäfer, der über das erforderliche Produktportfolio und Prozesswissen verfügt, um den Wandel nachhaltig zu gestalten. Was den Kunden aus der Verteidigungsindustrie dabei besonders überzeugte: SSI Schäfer steuert alle Gewerke seiner Kundenprojekte aus einer Hand – vom Layout über die Realisierung und IT-Integration bis zum Servicemanagement nach der Systemeinführung.

„Alles aus einer Hand zu bekommen und dabei feste, verlässliche Ansprechpartner zu haben, ist gerade auch im Defense-Bereich einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren“, hebt Florian Höller, Project Sales bei SSI Schäfer, hervor. Alles andere sei allein schon aus Compliance-Gründen kaum darstellbar, so Florian Höller weiter. Denn: Angesichts der Vielzahl an regulatorischen Auflagen, die es in der Verteidigungsindustrie einzuhalten gilt, sei das Onboarding von neuen Geschäftspartnern wesentlich aufwändiger als in anderen Branchen.

„Vor diesem Hintergrund hat der Kunde sehr genau geprüft, ob er eine tragfähige, langfristige Geschäftsbeziehung mit uns eingehen kann“, fügt Florian Höller hinzu. „Wie wichtig dies ist, zeigt sich nicht zuletzt auch im IT-Bereich – einem besonders sensiblen Thema im Defense-Umfeld. Hier konnten wir erfolgreich nachweisen, dass wir die hohen Branchenanforderungen an Cybersicherheit und Datenschutz erfüllen.“

Pragmatisches Lösungsdenken

Der Mehrwert der engen Zusammenarbeit zeigte sich sofort in den ersten Kundenprojekten. Das mit Abstand größte bisherige Vorhaben betraf einen Hallenneubau, für den SSI Schäfer ein durchgängiges Intralogistik-Layout entwickelte und innerhalb von zehn Monaten pünktlich realisierte.

Tempo konnten die Projektentwickler schon gleich in der Designphase aufnehmen. Denn: Der Kunde beschränkte sich darauf, nur Vorgaben zu Prozessen und der Kapazität der Anlage zu machen. Wie und mit welchen Technologien die Produktionsversorgung ablaufen sollte, blieb den Experten von SSI Schäfer überlassen.

„Wie stark Kunden von einer derart offenen Ausschreibung profitieren, zeigte sich zum Beispiel bei der Auslegung des automatischen Kleinteilelagers (AKL)“, sagt Florian Höller und erläutert: „Klassischerweise denkt man beim Thema AKL ja an Automatiklager mit schienengeführten Regalbediengeräten. Die erreichbaren Gassenlängen wären hier allerdings deutlich zu kurz gewesen, um ein solches System wirtschaftlich auszulasten. Zumal der Kunde im ersten Schritt lediglich 100 Doppelspiele pro Stunde brauchte.“

Nach eingehender Prüfung wurde der Einsatz des Rack Bot System Eco mit sechs Rack Bots als wirtschaftlich sinnvollste Variante eingestuft. Diese übernehmen im Kleinteilelager völlig autonom sämtliche Ein- und Auslagerungsprozesse. Neben den mobilen Robotern sind auch die erforderliche Regal- und Fördertechnik sowie die Behälter Teil der vollintegrierten Rack Bot-Lösung.

Maximale Verfügbarkeit

In diesem roboterbasierten System hat jeder Rack Bot Zugriff auf jeden Behälter. Die Bots arbeiten als intelligenter Schwarm, was dem Lager nicht zuletzt auch in Ausnahmesituationen hilft. Fällt z.B. ein Roboter aus, so können die anderen Geräte jederzeit dessen Aufgaben übernehmen. Das volle Roaming maximiert die Verfügbarkeit der gesamten Anlage.

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