Trend: Sofort die Datenqualität verbessern

Wichtig in der jetzigen Situation ist es, loszulegen. Das bestätigt auch Prof. Klepzig: „Anfangen! Einfach anfangen ist enorm wichtig. Zuerst gilt es, die Stammdatenqualität zu verbessern. Alle Beteiligten müssen das Bewusstsein schärfen, dass für die Digitalisierung und Automatisierung die Datenqualität essenziell ist. Die bestehende Qualität muss man erkennen, hinterfragen und dann anpacken, um sie zu verbessern. Für das Top-Management heißt das auch, den Finger in die Wunde zu legen und so lange nachzubohren, bis die Qualität passt.“

Das bestätigt auch Jan Stoces: „Die Datenqualität ist seit langem ein wichtiges Thema, wird jedoch häufig vernachlässigt oder nicht als kritisch eingestuft. In Zeiten vollautomatisierter Lager, autonomer Transportsysteme (AGVs) und KI-basierter Lösungen sind jedoch saubere Daten unerlässlich. Ein schlechter Input führt zwangsläufig zu einem schlechten Output, was dazu führen kann, dass ganze Projekte gestoppt werden müssen“, weiß der Aimtec-Manager. „Die nachträgliche Bereinigung der Daten während eines Projektstopps kann dabei äußerst kostspielig werden. Unternehmen, die ihre Stammdaten konsequent gepflegt haben, profitieren hingegen erheblich von den Vorteilen moderner Technologien und erzielen schnellere sowie effizientere Ergebnisse.“

Fazit: Prozesse optimieren, um Cashflow zu steigern

Die großen Automobilhersteller konnten in der Vergangenheit ihre Cash-to-Cash-Zyklen verkürzen. Zulieferer müssen diese Entwicklung aufgreifen und selbst die Zeitspanne zwischen Ausgaben und Einnahmen verkleinern, um liquide zu bleiben. Dies geht nur über eine stärkere Digitalisierung und Vernetzung entlang der gesamten Lieferkette, um Prozesse zu straffen und kapitalbindende Lagerbestände abzubauen. Die Basis dafür bilden saubere, umfassende Datenbestände.

Unternehmen müssen daher jetzt die Qualität der Daten und Effizienz der Prozesse analysieren und konsequent verbessern, um in diesen Krisenzeiten zu überleben. Der Zeitpunkt, damit anzufangen, ist jetzt! Steht die Datenbasis, kann die Produktivität mit KI-Tools und einer darauf basierenden Automatisierung weiter gesteigert werden. Damit lassen sich Mitarbeiter für wertschöpfendere Tätigkeiten einsetzen, denn die repetitiven Routineaufgaben erledigt die Maschine.

Alle genannten Trends haben das Ziel, die Cash-Performance eines Unternehmens konsequent zu steigern. Denn: All that counts is money. Insbesondere in VUCA-Zeiten!

Seiten: 1 2 3