Newsletter 07 dhf 42 2024
Bild: Klinkhammer Intralogistics GmbH

Durch gezieltes Retrofit des automatischen Kleinteilelagers und der Fördertechnik durch den Systemintegrator Klinkhammer Intralogistics wurde die in die Jahre gekommene Logistikanlage der Spinner Group auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Eine kostspielige Investition in eine neue Logistiklösung konnte dadurch vermieden werden.

Zentrale Knotenpunkt: Das automatische Kleinteilelager

Seit mehr als 75 Jahren setzt die Spinner Gruppe mit ihren Produkten Maßstäbe in der Hochfrequenztechnik. Mit Hauptsitz in München und Produktionsstätten in Deutschland, Ungarn und China beschäftigt die Spinner Gruppe mehr als 800 Mitarbeiter weltweit. Für den weiteren Ausbau des Unternehmens spielt die Logistik eine wichtige Rolle. Am Standort Westerham bei München entsprachen Bauteile, Softwaremodule und Sicherheitstechnik der inzwischen 22 Jahre alten Logistikanlage nicht mehr den aktuellen Standards. Zudem waren einige Ersatzteile kaum noch verfügbar, die Gefahr von längeren Stillstandzeiten war damit absehbar. Das automatische Kleinteilelager ist der zentrale Knotenpunkt, der zwei Fertigungshallen über eine Fördertechnikbrücke und drei Stockwerke fördertechnisch verbindet. Die Verantwortlichen entschieden sich nach einer detaillierten Kosten-Nutzen-Abwägung für ein umfassendes Retrofit.

Individuelles Retrofitkonzept

Klinkhammer führte vorab eine intensive Bestandsaufnahme durch, um systemkritische Produkte zu identifizieren, die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb der Anlage haben könnten. Auf dieser Grundlage wurde ein speziell für die Spinner Gruppe entwickeltes Retrofitkonzept erstellt. „Eine gute Vorbereitung und Strukturierung der Planung lohnen sich“, erläutert Harald Dirnaichner, Projektleiter Logistik der Spinner GmbH. „Dank des insgesamt guten mechanischen Gesamtzustands der Altanlage und der sorgfältigen Wartung durch Klinkhammer haben wir uns auf Basis einer umfassenden Analyse für ein Retrofit entschieden. Dadurch konnten wir eine zukunftssichere Lagermodernisierung umsetzen, die uns eine Investition in eine neue Logistikanlage erspart hat.“

Migration der Lagerverwaltungssoftware

Beim Retrofit wurden mechanische, elektrische und SPS-Komponenten der Logistikanlage getauscht, um die Anlage auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Der Austausch der Steuerungstechnik umfasste nicht nur technische Komponenten, sondern auch die SPS-Programmierung, den mitfahrenden Schaltschrank und die Fahr- und Hubwerksmotoren der Behälter-Regalbediengeräte sowie deren Lastaufnahmemittel mit Teleskop und Riemenantrieb. Auch wurde bei der Erneuerung der Steuerungstechnik die neueste Version der Anlagenvisualisierung KlinkVision installiert, um künftig die Ursache von Störungen schneller zu erkennen und per Ferndiagnose beseitigen zu können. In einem nächsten Schritt wird die Lagerverwaltungssoftware auf eine neue Softwareversion migriert, da diese mittelfristig nicht mehr updatefähig ist.