Schritt für Schritt zur Automatisierung
Kostenreduzierung und Wachstum – laut dem Logistikexperten die häufigsten Gründe, warum Unternehmen mechanisieren möchten. „Manche Firmen wollen aber auch nur automatisieren, um zu automatisieren“, fügt er hinzu. Davon rät er ab und bezeichnet den Wandel mehr als Lösung und weniger als Selbstzweck. Für einen gelungenen Logistikwandel empfiehlt Klevers, langsam in den Prozess einzutauchen und Mitarbeiter sorgfältig durch den Umbruch zu führen. Er zieht es vor, gemeinsam einen Plan zu entwerfen, der ein definiertes Ziel verfolgt. Dabei stellt sich heraus, ob Automatisierung eine Lösung sein kann.
Zwei reale Beispiele
Der T&O-Logistikprofi erzählt von einer Firma aus dem Handel, der er eine vollständige Automatisierung des Transports sowie des Lagers ausredete: „Bei einer Business Case-Betrachtung fiel uns die Komplexität und Varianz der Produkte auf. Der Betrieb hätte für die Neugestaltung der Intralogistik mehrere ineinandergreifende Systeme gebraucht. Das Vorhaben hätte keine Kosten eingespart – wir entschieden uns also gemeinsam für eine Teilautomatisierung.“ Diese umfasste einen alphabetischen Algorithmus sowie fahrerlose Transportsysteme im Lager, um die Mitarbeiter zu unterstützen. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Ein anderer Kunde plante eine zweijährige Umstellung zur Mechanisierung. T&O hingegen empfahl eine Roadmap von insgesamt acht Jahren. „Firmen unterschätzen oft, wie umfangreich sich so ein Prozess gestaltet“, betont Klevers. „Systeme, IT-Programme, Sicherheitsvorkehrungen und Gebäude-Layout sind kein Pappenstiel. Verantwortliche müssen einige Veränderungen und Anpassungen bedenken.“ Leasing von Testgeräten erleichtert den Wandel. So gestalten Mitarbeiter ihren Arbeitsalltag neu, bevor Kosten in den Umbruch fließen.
Intralogistik von morgen
Ausgeklügelte Innovationen und künstliche Intelligenz bezeichnet Klevers als zukünftige Gamechanger. Ganzheitliche Systeme gewinnen an Beliebtheit, da sie Schnittstellen und die Fehleranfälligkeit reduzieren. Sie übernehmen mehrere Aufgaben gleichzeitig, etwa den Transport und das Lager. KI-Tools statten Systeme mit besseren visuellen und haptischen Fähigkeiten aus. Zusätzlich helfen sie den Themen Forecasting und Disposition. Welcher Absatz wartet in Zukunft? Welche Bestellungen ziehen lange Lieferketten nach sich? Diese Fragen beantwortet KI oftmals differenzierter und genauer als der Mensch. Auch in der Balance zwischen Wertschöpfung und Logistik sieht der Experte einen Trend. Der demografische Wandel, steigende Energiekosten sowie das Antragswesen sorgen dafür, dass die Wertschöpfung in Deutschland mehr und mehr sinkt. In der Logistik kann Deutschland aber punkten – sofern diese automatisiert ist. „Nur dann sind wir wettbewerbsfähig“, prognostiziert Klevers.
















