Komplexes Schiffsbeladeprojekt
Bild: SMB International GmbH

Der polnische Zuckerproduzent Krajowa Spółka Cukrowa, der 40 Prozent des in Polen produzierten Zuckers liefert, stand in Danzig vor der Herausforderung, sein Gut in 2.400 Säcken pro Stunde zu verladen. Die zu beladenden Schiffe können mit einem Stauraum von 4.000DWT bis 35.000DWT beladen werden. Das norddeutsche Unternehmen SMB International ist Spezialist für Verladeanlagen, Fördertechnik und Materialhandling und entwickelt seit mehr als 25 Jahren individuelle Schiffsbelade- und Bargeloading-Systeme. Im Februar 2021 erfolgte die erfolgreiche Testverladung der Zuckersäcke.

SMB International hat hierfür ein auf bereits vorhandenen Schienen verfahrbares Schiffsbeladesystem realisiert. Es ist stahlseilgeführt und wird mit Windenantrieb gesteuert. Die Säcke, die im angrenzenden Gebäude automatisch gefüllt werden, gelangen – wie Perlen auf einer Schnur – nacheinander über Förderbänder auf das Dach. Über Gurtanlagen und Rutschen erreichen die Säcke die Spitze des Auslegers und damit die Wendelrutsche. Um alle Breiten der Schiffe bis 35.000DWT berücksichtigen zu können, kann diese clever konstruierte Rutsche 10m auf dem Ausleger über einen Triebstockantrieb verfahren werden. Eine weitere Vergrößerung der Ausladung wird durch die teleskopierbaren Transportbänder ermöglicht, die am unteren Ende der Wendelrutsche, am sogenannten Beladekopf, befestigt sind und eine Größe von bis zu 8,5m erreichen können. Ein weiteres Highlight ist, dass die Wendelrutsche 2,6m spiralförmig ausgefahren werden kann. Und mit der Schwenkbarkeit des Beladekopfes ist der Stetigförderer in der Lage, alle Lagerplätze in allen Richtungen (360°) des Lagerraumes zu erreichen. Ein Hydraulikzylinder sorgt dafür, dass die Spiralrutsche immer in senkrechter Position bleibt, sodass Schwerkrafttransport der Säcke in den Schiffsbauch gesichert ist.

Kosteneffizienz, Flexibilität und Sicherheit

Schiffsbelader von SMB werden immer individuell auf ihre zukünftigen Anforderungen und Aufgaben sowie für den Langzeitbetrieb ausgelegt. Den besonderen Materialanforderungen des Schüttguttransports begegnet SMB durch den Einsatz hochwertiger Komponenten und setzt bereits bei der Produktion auf höchste Qualitätsstandards. Der gesamte Entwicklungs- und Konstruktionsprozess findet am Standort Quickborn statt und auch im weiteren Verlauf sind die Experten vor Ort, um bei der Inbetriebnahme sowie bei der Wartung zu unterstützen. Das Ergebnis sind leistungsstarke Förderlösungen, die für einen reibungslosen Langzeitbetrieb mit einem minimalen Energiebedarf ausgelegt sind. Zum Liefer- und Montageumfang von SMB gehören neben einem Schaltschrankcontainer auch eine Software für alle Bewegungen, die einen automatischen Ladeprozess zu jeder Tages- und Nachtzeit ermöglichen. Dies wird durch manuelles Bedienen einer Funkfernsteuerung – für jeden Teil der Konstruktion separat – unterstützt.

Material-Handling-Spezialisten für Intralogistik und Sondermaschinenbau

Bei der SMB Group in Quickborn entstehen ausgeklügelte Systemlösungen für den weltweiten Einsatz. SMB International ist führend bei der Planung, Entwicklung und Herstellung maßgeschneiderter Produkte: Abfüllanlagen, Lagersysteme, Palettierer, Robotik, Fördertechnik und Schiffsbeladeanlagen. Ganz bewusst hat sich das Unternehmen für einen hohen Anteil an Eigenfertigung an ihrem Standort in Quickborn bei Hamburg entschieden. Kundenwünsche können so schnell, gezielt und mit gleichbleibend hoher Qualität realisiert werden. Die eigene Konstruktion und Produktion bilden die Grundlage für die hohe Fertigungstiefe, mit der die Zuverlässigkeit hinsichtlich Qualität und Lieferzeit gewährleistet ist. Serviceteams arbeiten national und international an umfangreichen Projekten. Das weltweit operierende Vertriebsnetz sorgt für eine schnelle und zielführende Information und Koordination.

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: Toyota Material Handling
Bild: Toyota Material Handling
Weltrangliste Flurförderzeuge
2020/2021

Weltrangliste Flurförderzeuge 2020/2021

Bei der Auswertung der World Industrial Truck Statistics (WITS) stößt man auf Rückschläge und Steigerungen durch Schwankungen der Auftragseingänge und Auslieferungen der Flurförderzeugklassen. Für das Geschäftsjahr 2020 bzw. 2020/2021 haben 20 der beteiligten 27 Unternehmen Rückgänge im Nettoumsatz ihrer Flurförderzeugsparten gemeldet, die wohl auch auf der Corona-Pandemie
beruhen. Sechs Firmen haben über Zuwächse berichtet. Ein weiterer Hersteller, der 2020 in die Weltrangliste zurückgekehrt ist, hat keinen Vergleich zum Vorjahr
angegeben. Letztlich spiegeln die WITS einen wechselnden Bedarf am breiten Spektrum der Flurförderzeugtypen.

Anzeige

Anzeige

Anzeige