Automatisierung mit OPM-Technologie

Newsletter 06 dhf 15 2026
Bild: Witron Logistik + Informatik GmbH

Der Lebensmitteleinzelhändler Edeka Hessenring startet sein Projekt zur zukunftsweisenden und nachhaltigen Modernisierung seiner Logistikprozesse. Ende Dezember 2025 unterzeichneten beide Unternehmen den Vertrag für die Planung und Realisierung eines neuen hochautomatisierten Zentrallagers am Standort Melsungen. Von hier werden ab Mitte 2029 die gut 500 Filialen aus einem Trockensortiment mit bis zu 16.500 Artikeln beliefert. Damit ist Hessenring bereits die fünfte Edeka-Region, die auf das umfangreiche Logistik- und Branchen-Knowhow von Witron setzt. Ebenso arbeitet die Edeka-Tochter Netto schon an mehreren Standorten mit Witron-Lösungen.

„Bislang wurde in der Region Hessenring ausschließlich mit manuellen Lager- und Kommissionierlösungen gearbeitet“, so der Edeka Hessenring Logistikleiter Martin Steinmetz. „Auf Basis von innovativer automatisierter Logistiktechnologie haben wir zukünftig die Möglichkeit, bei permanent zunehmender Sortimentsvielfalt unsere selbständigen Einzelhändler besser und wirtschaftlicher zu beliefern. Darüber hinaus profitieren unsere Mitarbeiter in der gesamten Supply Chain von ergonomischen und nachhaltigen Arbeitsprozessen.“

Leistungsstarker Modul-Mix

Die 35.300m² große Anlage mit in Summe 306.000 Paletten-, Tray- und Behälterstellplätzen sowie 58 hochdynamischen Regalbediengeräten ist für eine tägliche Kommissionierleistung von 285.500 Pick-Einheiten konzipiert. Den Großteil davon schlichten 18 COM-Maschinen vollautomatisch, fehlerfrei und filialgerecht auf Paletten bzw. Rollcontainer. Kleinvolumige Schnell- und Langsamdreher werden an zehn Arbeitsplätzen mit dem All-in-One-System (AIO) direkt in den Versandbehälter kommissioniert. Sperrige Artikel kommissionieren Logistikmitarbeiter mittels Pick-by-Voice, gesteuert durch das teilautomatisierte Witron Car-Picking-System (CPS). Eine anschließende Konsolidierung – und in Konsequenz daraus – ein hoher Verdichtungsgrad auf den Ladungsträgern, ist durch die fördertechnische Anbindung aller Logistikbereiche im Materialflusskonzept integriert. Halb- und Viertelpaletten werden vollautomatisch durch das Witron Display-Pallet-Picking-System (DPP) auf Paletten und Rollcontainer gesetzt. Der Versandprozess wird durch einen vollautomatischen Warenausgangspuffer optimiert.

Keine ‚Silos‘ mehr – sondern ‚End-to-End‘-Betrachtung

Eine intelligente Witron-IT-Plattform sorgt für die ganzheitliche Vernetzung aller Prozesse innerhalb der internen und externen Wertschöpfungskette und gewährleistet so eine hohe Prozessflexibilität in Echtzeit. Im Vordergrund steht dabei die ganzheitliche ‚End-to-End‘-Betrachtung aller Player in der Supply Chain – vom Lieferanten bis hin zum Endverbraucher – und dadurch bedingt die Eliminierung einzelner ‚Silos‘.

Hoher eigener Witron-Wertschöpfungsanteil

Weitestgehend alle Mechanik-, Fördertechnik-, Regal- und Bühnenelemente werden von Witron selbst konzipiert und in der eigenen Fertigung in Parkstein hergestellt. Ebenso die eingesetzten IT-, Steuerungs- und KI-Werkzeuge.

Edeka und Witron: Jahrzehntelange Partnerschaft

Die Unternehmen Edeka und Witron verbindet eine jahrzehntelange Partnerschaft. Automatisierte Lösungen wurden bereits in Hamm/Oberhausen (Region Rhein-Ruhr), Landsberg (Region Südbayern), Zarrentin/Neumünster (Region Nord), Berbersdorf/Marktredwitz (Region Nordbayern, Sachsen, Thüringen) sowie in den Netto-Verteilzentren in Erharting und Henstedt-Ulzburg erfolgreich umgesetzt.