Die acht Motoren für die Kranfahrten sowie die Fahrmotoren der Katzen sind allesamt beheizt, um bei frostigen Temperaturen ein Festfrieren der eingebauten Läufer zu verhindern.
Ein ungewöhnliches Kran-Design
Beim Stahlbau – der ursprünglichen Kernkompetenz von Neumüller – entschieden sich die Konstrukteure für ein eher ungewöhnliches Design: Die beiden Portale bilden jeweils einen C-Bügel, der über den Doppel-Kastenträger der Kranbrücke geführt wird. So können die Katzen über die Spurweite der Kranbahn hinaus jeweils rund acht Meter bis ans Brückenende fahren. Andreas Baier, zuständig für Stahlbau und Schweißtechnik: „Diese Konstruktion bietet nicht nur maximale Verfahrwege für die Katze, sondern hat auch den statischen Vorteil, dass die Kräfte gleichmäßig aufgenommen werden. Das zeigt sich unter anderem daran, dass die Durchbiegung des Kranträgers bei Volllast von 40t mit 20mm sehr gering ist.“
Steuerung: Doppelt und gekoppelt
Mit dem Portalkran bei Berger zeigt Neumüller auch hohe Kompetenz im Steuerungsbau, der von der Elektroplanung an im eigenen Haus erfolgte. Die Steuerung ist auf zwei klimatisierte Schaltschränke an den Enden der Kranbrücke aufgeteilt, ein Datenkabel übernimmt die Synchronisierung. Bedient wird der Kran per Funkfernbedienung mit Joystick, eine Tandemsteuerung erlaubt den sicheren Transport von bis zu 25m langen Bauteilen mit beiden Hubwerken.
Vorhandene Kranbahn weiter genutzt, Energieversorgung integriert
Der Kran nutzt die vorhandene, rund 100m lange Kranbahn, die lediglich gereinigt werden musste. Die DRS-Radblöcke 500 aus dem Demag-Programm verfahren den Kran stufenlos mit bis zu 40m/min. LKW können innerhalb der Kranbahn oder unter einer der beiden Auskragungen be- und entladen werden: Das sorgt für Flexibilität.

















