Entscheidung für Cobot HC10DTP
Tatsächlich kamen seinerzeit gleich mehrere potenziell geeignete Cobots neu auf den Markt, die allerdings allesamt ein Manko hatten, wie sich Tobias Brett erinnert: „Unser Einsatzbereich ist draußen. Das heißt der Roboter muss auch in staubiger Umgebung oder bei Regen noch funktionieren – was die von uns zunächst geprüften Modelle nicht konnten.“ Das änderte sich erst mit dem ersten Cobot aus dem Portfolio von Yaskawa: Der HC10DTP mit 10kg Tragkraft ist nämlich in der Schutzklasse IP67 ausgeführt und damit u.a. staubdicht und gegen Spritzwasser geschützt.
Und noch ein ganz entscheidender Punkt sprach für das Modell: das außergewöhnlich lange Versorgungskabel, das Steuerung und Manipulator über bis zu 30m verbindet. „Wir waren sehr glücklich, als uns Yaskawa gleich diese Variante angeboten hat“, so Brett. Damit kann die Steuerung fest auf einem Anhänger montiert und die gesamte Anlage mit Netzstrom versorgt werden. Nur der Roboter bewegt sich – quasi an der langen Leine – flexibel auf einem mobilen Fahrgestell. Andernfalls müsste die Steuerung immer zusammen mit dem Roboter und einem zusätzlichen Akku bewegt werden.
Nicht zuletzt hat der HC10DTP die RockFarm-Techniker bei Programmierung und Montage überzeugt: Wie auch die anderen Cobot-Modelle der DTP-Serie verfügt er über praktische Bedienknöpfe am Handgelenk. Diese erleichtern das Anlernen des Roboters per Handführung, weil nicht immer jede Position auf dem Handbedienpanel des Roboters bestätigt werden muss. Außerdem zeichnet sich die Serie durch einen standardisierten Adapterflansch aus. Peripherie und Roboter lassen sich damit einfach mechanisch miteinander verbinden. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. ‣ weiterlesen
Mehr Platz für die Ware: Baumer präsentiert kleinsten ToF-Sensor
Als weiteren Vorteil nennt Tobias Brett die Kabel- und Medienführung innerhalb des Roboterarms mit über 1.300cm Reichweite. Die innenliegende Installation der Leitungen vermeidet Störkonturen und sorgt zusätzlich für Robustheit im Betrieb.
Fazit und Ausblick
Wer – wie Gründer und Geschäftsführer Tobias Brett mit RockFarm – große Ziele verfolgt, darf vor großen Vergleichen keine Scheu haben: „Unsere Mauerbaulösung ist inspiriert vom Bau der Chinesischen Mauer“, beschreibt der Gründer und Geschäftsführer das schon in historischen Zeiten bewährte Bauverfahren eines Schotter-Faserverbunds. Alte Berichte lassen vermuten, dass ein chinesischer Soldat damals rund drei Meter pro Monat bauen konnte. Ein Maurer heute schafft per Hand etwa einen Meter Mauer pro Tag. Automatisiert lassen sich hingegen je nach Rahmenbedingungen über zehn Meter realisieren.
Seine Maurerfertigkeiten hat der HC10DTP inzwischen mehrfach bewiesen, wie Tobias Brett bestätigt: „Der Roboter hat den Praxistest auf jeden Fall bestanden – auch bei Regen.“ RockFarm setzt das Modell nun standardmäßig ein. Als positiver Nebeneffekt sorgt der Roboter für Aufmerksamkeit bei potenziellen Kunden und Investoren. Außerdem soll das RockFarm-Konzept perspektivisch per Franchise auch von Garten- und Landschaftsbauern angeboten werden. Der Einsatz des Roboters stellt dann die Qualität des Endprodukts sicher. Baumer präsentiert den ersten Ultraschallsensor in Kompaktgröße, der die Marke von 3 Metern Reichweite knackt. ‣ weiterlesen
Sensor mit 3 Metern Reichweite
Weitere Schritte in die Zukunft hat das RockFarm-Team ebenfalls schon im Blick: So denkt man gerade über höhere CO2-Speichermauern nach, z.B. zur Einfriedung von Solaranlagen oder als Schallschutzwände an Verkehrswegen. Mit dem HC20DTP, einem Cobot mit 20kg Traglast und einem längeren Arm mit bis zu 1,9m Reichweite, wäre das jedenfalls problemlos möglich. Selbst in anderen Märkten sind RockFarm keine Grenzen gesetzt: Mit Yaskawa ist die Lösung international skalierbar, denn der Hersteller der Motoman-Roboter ist weltweit aufgestellt.





