
In der modernen Intralogistik wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Mit zunehmender Automatisierung und dem wachsenden Bedarf an flexiblen, sicheren und intuitiven Assistenzsystemen rückt die Mensch-Roboter-Interaktion (MRI) in den Fokus der industriellen Forschung.
Das europäische Forschungsprojekt AI-Prism (‚AI Powered human-centred Robot Interactions for Smart Manufacturing‘), an dem auch Keba als Technologiepartner beteiligt ist, widmet sich genau dieser Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Ziel ist es, eine natürliche, sichere und barrierefreie Zusammenarbeit zwischen Menschen und mobilen Robotern zu ermöglichen – insbesondere in dynamischen Produktions- und Logistikumgebungen.
„AI-Prism ist für Keba ein wichtiger Innovationsbaustein. Durch die Projektteilnahme können wir Forschung, industrielle Praxis und Kundenanforderungen frühzeitig zusammenführen und neue Ansätze der Mensch-Roboter-Interaktion gezielt weiterentwickeln.“, Alexander Lepschi, Business Innovation, Keba.
Forschungsschwerpunkt: Intuitive Interaktion statt Programmierung
Der Mensch steht im Zentrum der Entwicklung: Roboter sollen künftig auf Sprache, Gesten und Bewegungen reagieren, anstatt über komplexe Programmierbefehle gesteuert zu werden. Damit wird die Zusammenarbeit intuitiv und effizient – ein entscheidender Schritt, um Roboter auch in der Intralogistik flächendeckend nutzbar zu machen.
Im Rahmen von AI-Prism werden dafür verschiedene Interaktionsformen erforscht und kombiniert:
- Sprachsteuerung: Der Roboter versteht verbale Kommandos und führt Aufgaben wie Navigation oder Materialbereitstellung aus.
- Gestenerkennung: Hand- und Armbewegungen werden als Steuerimpulse interpretiert.
- Follow-Me-Modus: Der Roboter folgt Personen selbstständig, etwa beim Materialtransport.
- Assistenzfunktionen: Er unterstützt Mitarbeiter bei körperlich anspruchsvollen oder repetitiven Tätigkeiten.
Diese Funktionen schaffen die Grundlage für eine symbiotische Zusammenarbeit, bei der Mensch und Roboter voneinander lernen und sich gegenseitig ergänzen. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Integration und Umsetzung bei Keba
Die Umsetzung der Projektergebnisse erfolgt bei Keba in Linz mit klarem Fokus auf industrielle Verwertbarkeit. Die im Projekt entwickelten Technologiepakete für Interaktion und Navigation werden in ein Robotersystem integriert und auf der Keba Automatisierungsplattform Kemro X gehostet und zentral orchestriert, um einen reibungslosen und effizienten Betrieb des Gesamtsystems sicherzustellen.
Diese Plattform dient also als intelligente Steuerzentrale, die Sensorik, Bildverarbeitung und KI-Algorithmen verbindet und so die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter in Echtzeit ermöglicht.
Erste Demonstratoren zeigen bereits, wie Roboter menschliche Bewegungen erkennen, Sprache verstehen und situativ reagieren können – eine Schlüsselkompetenz für den Einsatz in der Intralogistik, wo Flexibilität und Sicherheit gleichermaßen gefragt sind.
Die Erkenntnisse aus den laufenden Versuchen fließen systematisch in die Weiterentwicklung bestehender Keba Produkte sowie in neue, innovative Lösungen ein.
Relevanz für die Intralogistik und Ausblick
In der Intralogistik von morgen werden mobile Roboter zu aktiven Partnern des Menschen. Sie übernehmen Transport- und Unterstützungsaufgaben, passen sich dem Arbeitsrhythmus an und reagieren flexibel auf menschliche Anweisungen. Die im Projekt AI-Prism entwickelten Lösungen zeigen, wie effiziente und ergonomische Arbeitsprozesse durch eine nahtlose Mensch-Roboter-Interaktion möglich werden – ohne starre Trennungen zwischen Mensch und Maschine.
Damit leistet Keba einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung intelligenter, menschzentrierter Logistiklösungen, bei denen Automatisierung den Menschen gezielt unterstützt und entlastet, anstatt ihn zu ersetzen.
Dazu Andreas Reingruber, Section Manager Intralogistics bei Keba Industrial Automation: „Ich denke, dass auch in der Zukunft der Mensch in der Intralogistik die entscheidende Instanz bleibt. Automatisierung übernimmt repetitive Aufgaben, während Mitarbeiter steuern, überwachen und optimieren. Entscheidend ist dabei eine intuitive Mensch-Roboter-Interaktion: Roboter müssen sich dem Menschen anpassen – nicht umgekehrt. Genau darin liegt der Schlüssel für flexible, sichere und wirtschaftliche Logistiklösungen“.
Die Erkenntnisse aus AI-Prism bilden die Grundlage für zukünftige Keba Lösungen, die Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsraum vereinen. Automatisierung verändert dabei nicht die Bedeutung des Menschen, sondern seine Rolle: hin zu mehr Steuerung, Analyse und Kooperation – und damit zu höherer Effizienz, Ergonomie und Wettbewerbsfähigkeit in der Intralogistik.
Keba auf der Logimat 2026
Unter dem Motto ‚Creating Automation Solutions. Together.‘ präsentiert Keba auf der Logimat in Stuttgart effiziente und zukunftsfähige Intralogistik Lösungen. Im Fokus stehen modulare und skalierbare Technologien, die Offenheit, Flexibilität und partnerschaftliche Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen. Das Messekonzept ist darauf ausgerichtet, gemeinsam mit Besuchern Automatisierungslösungen zu gestalten – von der Idee bzw. den Anforderungen weg bis zur Lösung auf Papier oder Bildschirm.
Logimat 2026: Halle 5, Stand D71
















