
‚Cloud‘ oder Trugbild? Warum viele WMS nicht halten, was sie versprechen. Flexibel, agil, zukunftsfähig: Auf der Suche nach einem geeigneten Warehouse Management System (WMS) kommt man an der vielversprechenden ‚Cloud‘ nicht vorbei. Doch in der Praxis erweisen sich viele ‚Cloud-WMS‘ als Trugschluss. Sie entpuppen sich als monolithische Software, die lediglich in die Cloud verschoben wurde – mit weitreichenden Konsequenzen für Unternehmen, die auf die versprochenen Vorteile hoffen.
Monolithische Lagerverwaltungssysteme bestehen aus einem zentralen Softwarekern, in dem alle Funktionen miteinander verwoben sind. Das bedeutet: Jede Änderung betrifft das gesamte System. Anpassungen sind aufwändig, Fehler schleichen sich leichter ein und die Software reagiert nur träge auf neue Anforderungen. Wird eine solche Software mit einem ‚Lift-and-Shift‘-Ansatz einfach in die Cloud gehoben, werden sich die strukturellen Nachteile trotzdem nicht auflösen. Anstatt mit den Anforderungen des Unternehmens mitzuwachsen, stößt sie bei Änderungen schnell an ihre strukturellen Grenzen.
Soll beispielsweise der Warenausgangsprozess in einem Monolithen angepasst werden, wirkt sich die Änderung auch auf andere Bereiche wie das Bestandsmanagement oder die Benutzeroberfläche aus. Die Folge sind aufwändige Tests, lange Abstimmungen und im schlimmsten Fall längere Ausfallzeiten. So entpuppt sich die vermeintlich günstige Lösung durch Wartungsaufwand, Integrationsprobleme und versteckte Kosten im Betrieb als teure Bremse. Das MOVEsystem von IEF-Werner transportiert Bauteile und Produkte zuverlässig, modular und kosteneffizient – ob auf Werkstückträgern, direkt auf Riemen oder in Paletten. Anwender profitieren von maximaler Flexibilität. ‣ weiterlesen
MOVEsystem bewegt mehr:
Echte Cloud-Lösungen im Einsatz: mit Microservices zum Erfolg
Dem gegenüber steht die ‚Cloud-native‘ Architektur, die von Grund auf für die Cloud entwickelt wurde. Dabei wird das WMS modular konzipiert und in unabhängige Microservices zerlegt. Jeder Service übernimmt eine klar definierte Aufgabe, etwa die Bestandsverwaltung, die Nachschubsteuerung oder die Kommissionierung. Die Microservices kommunizieren über standardisierte Schnittstellen miteinander und lassen sich einzeln anpassen und erweitern, ohne das gesamte System zu beeinträchtigen. Neue Funktionen werden im laufenden Betrieb integriert und Module bei geändertem Auftragsvolumen gezielt hochgefahren. So bleibt die Struktur flexibel und skalierbar.
Ein Beispiel dafür ist die Multi-Agent-AI-Plattform GaliLEA, die auf Microservices basiert. Erst durch eine solche modulare Architektur können Technologien wie künstliche Intelligenz flexibel in WMS-Prozesse eingebunden und kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Ein Cloud-natives System wächst mit den Anforderungen des Unternehmens. Es ermöglicht eine gezielte Skalierung einzelner Prozesse, reduziert Systemstillstand, beschleunigt die Einführung neuer Funktionen und steigert die Innovationsgeschwindigkeit. So können Unternehmen beispielsweise ihre Lieferzeiten deutlich senken, während die Produktivität steigt“, sagt Alexander Edelmann, Partner bei Logistics Reply.
Wer auf der Suche nach einem WMS ist, sollte daher genau darauf achten, ob das System wirklich für die Cloud gebaut oder nur in die Cloud migriert wurde. Denn nur eine Cloud-native Lösung bietet die erforderliche Flexibilität und Agilität, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.
















