Optimiertes Warehouse Management

Newsletter 05 dhf 51 2024
Bild: Zeltwanger

Möchte ein Unternehmen effizient und kostensparend produzieren, benötigt es funktionierende Warehouse-Management-Prozesse. Um dieses Ziel schnell und ohne Umwege zu erreichen, hat der baden-württembergische Spezialist für Dichtheitsprüfung und Thermomanagement Zeltwanger sein SAP-System optimiert: Durch die Implementierung der Erweiterungslösung Aimtec SCIx konnte der Mittelständler maximale Transparenz in den Lagerbestand bringen und die Workflows durchgängig digitalisieren. Dadurch lassen sich die Kapazitäten im Lager besser nutzen und Fehlerquoten auf ein Minimum reduzieren. Im Ergebnis profitiert Zeltwanger dank Einführung der neuen Aimtec-Lösung von einem effizienteren Produktionsdurchlauf und einer Zeitersparnis von bis zu 60 Prozent.

Fertigung von Hochpräzisionsteilen für den Maschinenbau

Die Zeltwanger-Gruppe ist ein Paradebeispiel für einen soliden und erfolgreichen schwäbischen Mittelständler, der mit seinen Produkten und Lösungen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus einen hervorragenden Ruf genießt. So steht der Name Zeltwanger international für ein Höchstmaß an technologischer Innovation, Präzision und Qualität. Die im Jahr 1982 gegründete Firmengruppe mit Hauptsitz im baden-württembergischen Tübingen ist als Holding organisiert und setzt sich aus acht eigenständigen Gesellschaften zusammen. Diese beschäftigen an sechs Standorten in drei Ländern mehr als 470 Mitarbeiter und erwirtschafteten im Jahr 2023 einen Umsatz von 81 Millionen Euro.

Das Unternehmen fokussiert sich auf zukunftsrelevante Geschäftsfelder, in denen es zu den Technologie- und Innovationsführern gehört. Das Leistungsportfolio umfasst Dienstleistungen rund um die Fertigung von Hochpräzisionsteilen für den Maschinenbau, Geräte für die automatisierte Dichtheitsprüfung sowie Anlagen zur Produktion und Funktionsprüfung moderner Wärmetauscher (Thermomanagement). Dabei adressiert der Mittelständler eine Vielzahl von Branchen. Dazu zählen die Segmente Automobil und Elektromobilität, die Fertigung von Batterien und Halbleitern, die Medizintechnik, die optische Industrie, Verpackungshersteller sowie der Lebensmittelsektor.

Fehlende Transparenz im Warehouse Management führte zu Ineffizienzen

Um die komplexen Produktionsprozesse abzubilden und zu steuern, betreibt Zeltwanger ein SAP-System. Allerdings war es notwendig, die Workflows rund um das Warehouse Management auf mehr Transparenz hin zu optimieren. So hatten die Beteiligten im Rahmen der Produktion von Anlagen für die automatisierte Fertigung von Wärmetauschern keinen hinreichenden Überblick über den aktuellen Lagerbestand. „Unsere Mitarbeiter waren häufig mit der Suche nach relevanten Teilen und Baugruppen im Lager beschäftigt, was sich negativ auf die Prozesseffizienz auswirkte. Daher wollten wir das komplette Warehouse Management optimieren und auf ein stabiles Fundament stellen“, erklärt Martin Spiegler, Leiter SAP Organisations- und Prozessentwicklung bei Zeltwanger.

Gefragt war ein durchgängiges System, das alle Informationen über Teile und Baugruppen im Rahmen eines Fertigungsauftrags für eine Anlage erfasst und in konsistenter Weise zusammenführt. Dabei muss ersichtlich sein, welche Fremdteile sich im Lager befinden und welche Baugruppen bereits fertig montiert sind und für die weitere Montage bereitstehen. Hierfür sind eingehende Waren bereits im Zeitpunkt der Lieferung lückenlos per Scanner zu erfassen, sodass sie automatisch im System eingepflegt werden. Das Wissen und die Transparenz bezüglich des Lagerbestands ist ein entscheidender Faktor, um den Produktionszyklus zu starten und zügig zu durchlaufen.

Digitalisierung der Lagerprozesse mit Aimtec SCIx

Die Workflows ließen sich jedoch nicht zufriedenstellend im bestehenden SAP-System abbilden. Die Verantwortlichen auf Seiten von Zeltwanger machten sich daher auf die Suche nach einer Lösung, mit der sich das System entsprechend erweitern lässt. Das Team um Martin Spiegler entschied sich schließlich für die Technologie eines langjährig bewährten IT-Partners: „Mit Aimtec arbeiten wir nun schon seit 2011 sehr erfolgreich zusammen und setzen starkes Vertrauen in deren profunde Expertise im Hinblick auf die SAP-Optimierung“, bestätigt Martin Spiegler. Konkret kommt die SAP-Erweiterung Aimtec SCIx zum Einsatz, innerhalb derer das Warehouse Management System (WMS) von Aimtec läuft. Dieses liefert ein realistisches digitales Abbild sämtlicher Lager- und Intralogistik-Prozesse. Nahtlos daran angebunden ist eine moderne Scanner-Lösung von Zebra Technologies, die sowohl kompakte Handheld-Computer als auch eine integrierte Software zur mobilen Datenerfassung und Identifikation von Objekten umfasst.

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