Konferenz verbindet KI-Forschung mit Wirtschaft und Logistik

Newsletter 02 dhf 34 2024
Bild: Fraunhofer-Institut IAIS

Unter dem Motto „Industrial AI & Logistics“ trifft am 4. und 5. September in Dortmund herausragende KI-Forschung auf Top-Management. Das Lamarr-Institute veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Zukunftskongress Logistik des Fraunhofer IML die Lamarr-Konferenz AI24. Mitteleuropas erste Konferenz zur anwendungsorientierten Künstlichen Intelligenz zielt darauf ab, die Kluft zwischen Industrie und Wissenschaft zu überbrücken. Im Fokus der Managementkonferenz stehen der Status Quo und die strategischen Optionen der KI in Deutschland und Europa.

KI revolutioniert das Leben und die Wirtschaft

Im nächsten Jahrzehnt wird die Digitalisierung von allem und die Künstliche Intelligenz in allem alles für uns alle ändern, sagte Deutschlands Logistikpapst und langjähriger Fraunhofer IML-Chef Prof. Dr. Michael ten Hompel schon Mitte der 10er Jahre voraus. Jetzt wird Wirklichkeit, woran seit vielen Jahren gearbeitet wird. Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche, und KI revolutioniert das Leben und die Wirtschaft auf eine Weise, die wir uns bisher kaum vorstellen konnten. Mit großen Sprachmodellen wie Chat GPT und Transformer-Netzwerken, die Texte, Bilder und Videos in beeindruckender Qualität erzeugen, ist die Zukunft längst in der Gegenwart angekommen.

Willkommen im Jahrzehnt der Künstlichen Intelligenz

Doch das ist nur der Anfang. Den nächsten Paradigmenwechsel bringt die Trianguläre KI (KI³). Sobald Daten, Wissen und Kontext zusammenführt werden, gehen die Anwendungsbereiche weit über das klassische Handwerkszeug von Deep Learning in der Logistik hinaus. Während heutige KI-Modelle Aufgaben wie Bestandsoptimierung, Wegplanung und Inventuren effizienter gestalten können, ermöglicht Trianguläre KI zu aktivem und autonomen Handeln, um das bis dato Unlösbare zu lösen. Anomalien, wie etwa eine fehlplatzierte Palette, bis hin zur Interaktion der KI mit ihrer Umgebung, werden möglich. Dies betrifft die Logistik aber auch die industrielle Anwendung in besonderer Weise. Supply Chains und Wertschöpfungsnetzwerke werden sich schließen und es wird ein Digitales Kontinuum entstehen – vom intelligenten IoT Device bis zur KI-Plattform. KI wird Einfluss auf Unternehmensprozesse haben und vielleicht sogar eigenständig entscheiden. KI-Kompetenz avanciert zum Wettbewerbsvorteil Nummer 1, und damit zur zentralen Managementaufgabe.

AI24. Inhaltliche Fragestellungen im KI-Wettbewerb

Europa, und allen voran Deutschland, steht vor der Herausforderung, in der KI-Forschung und Anwendung wettbewerbsfähig zu bleiben. Die AI24, die sich an Entscheider aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie die KI-Community aus allen Disziplinen wendet, widmet sich erstmals dem Status Quo und den strategischen Optionen der KI in Deutschland und Europa. Veranstaltet wird Mitteleuropas erste Konferenz zur anwendungsorientierten Künstlichen Intelligenz der TU Dortmund mit dem Lamarr-Institute for Machine Learning and Artificial Intelligence mit. Wichtigster Partner der Veranstaltung ist das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das seinen Zukunftskongress Logistik einbringt.

Veranstaltungsort ist die Messe Dortmund, die parallel die Ausstellung IN2AI organisiert, in der KI-Anbieter und Start-ups vertreten sind.

In insgesamt sieben Schlüsselbereichen rollen die Konferenzmacher das ganze Feld der KI-Anwendungen auf. Diskutiert werden Einsatzmöglichkeiten von KI-Technologien in realen Anwendungsfällen, wie Prozesse und Netzwerke mit KI schneller, effektiver und nachhaltiger gesteuert werden können, und die Frage, wer es besser kann – Mensch oder Maschine. Weitere Themen sind die geschäftlichen, ethischen und gesellschaftlichen Implikationen der KI, die rechtlichen Rahmenbedingungen für intelligente Maschinen und das Vertrauen in KI. Ein spezieller Track widmet sich der KI-Ausbildung und -Weiterbildung für künftige Generationen.

Antworten aus diese und andere spannende Fragen geben führende Köpfe aus Wissenschaft, Industrie und Politik in Keynotes, Podiumsdiskussionen, Workshops und Networking-Sessions. Ein herausragendes Merkmal der Lamarr-Konferenz ist die Interdisziplinarität. Forscher aus Informatik, Physik, Bildung und Lebenswissenschaften treffen auf Führungspersönlichkeiten aus Politik, Logistik und Industrie und versprechen inspirierende Perspektiven weit über den Tellerrand der Logistik hinaus. Zu den prominenten Speakern zählen Vordenker wie Sebastian Thrun (Stanford University), Rebecca Nugent (Carnegie Mellon University) und Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel (Seniorprofessor (Informationslogistik) und Mitglied des Direktoriums im Lamarr-Institute) und Spitzenmanager wie Jens Lehmann von Amazon und Stephan Peters von der Rhenus Group. Eröffnet wird die Konferenz von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Ein weiteres Highlight der AI24 ist die Abendveranstaltung im Phoenix des Lumières, organisiert von der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Der Eintrittspreis beträgt 190 Euro. Konferenzsprache ist Englisch (mit Übersetzung).

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.lamarr-conference.org.

Das Programm in Deutsch ist auf der Website des Zukunftskongress Logistik verfügbar: www.zukunftskongress-logistik.de/programm-2024/