Foto: Hörmann
Sicherheit an der Verladestelle

Laderampen und Andockstationen sind laut Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) „ein Unfallbrennpunkt in der Lagerlogistik“. Um diese Gefahrenstelle zu entschärfen und das Unfallrisiko zu minimieren, hat der Tor- und Türhersteller Hörmann das Radblockiersystem MWB entwickelt.


Während des Verladevorgangs befahren Flurförderzeuge in der Regel mehrmals die Verladerampe, die auf der Lkw-Ladefläche aufliegt. Beim Be- und Entladen, beispielsweise wenn der Gabelstaplerfahrer bremst, kann sich der Lkw ein wenig vorwärts und somit von der Andockposition weg bewegen. Auch die angezogenen Bremsen des Lkw bieten hier keine ausreichende Sicherheit. Das Radblockiersystem MWB von Hörmann aus Steinhagen sorgt dafür, dass der Lkw während des Verladevorgangs die sichere Andockposition nicht verlässt.

 

Universallösung für sicheres Laden


Das Radblockiersystem MWB ist für alle gängigen LKW geeignet. Zu den Basiskomponenten gehört eine rund 5 m lange Radführung, auf der ein Wagen mit einem drehbaren Verriegelungsarm an eine beliebige Position gefahren werden kann. Nachdem der Lkw an die Verladestation angedockt hat, führt der Fahrer mit einem Bedienbügel den Verriegelungsarm zum Hinterrad. Mit einer Drehung um 90° wird dann ein ausklappbarer Stützfuß vor den Reifen und somit in die Arbeitsposition gebracht, sodass der fest verankerte Verriegelungsarm ein Wegrollen des Lkws praktisch verhindert. Dies ist quasi bei jeder Reifenposition möglich, da das MWB an gewünschter Stelle blockiert. Nach der Verladung wird ein Entriegelungspedal betätigt und der Verriegelungsarm zurückgeführt.

 

Elektronische Überwachung


Auf Wunsch kann das Radblockiersystem um eine elektronische Steuerung erweitert werden. Dann informieren eine Kontrollleuchte auf dem MWB-Schlitten und eine Außen-Ampel über den aktuellen Status des Radblockiersystems. Die integrierte Sensorik erkennt die Radposition sowie die Stellung des Verriegelungsarms. Erst wenn die Andockposition gesichert ist, wird das Tor an der Verladestelle zum Öffnen freigegeben. Während des Verladevorgangs ist das Entriegelungspedal blockiert und wird erst wieder freigegeben, wenn das Tor geschlossen ist. Am Ende der Be- oder Entladung dreht der Fahrer den Verriegelungsarm wieder von der Arbeits- in die Ruhestellung zurück, wodurch sich an der Steuereinheit automatisch die Statusanzeige verändert.
Damit an derselben Verladestelle auch Wechselbrücken be- und entladen werden können, die keine Radblockierung benötigen, kann das System mit einem Schlüsselschalter überbrückt werden. So öffnet sich das Tor für die Verladung, auch wenn das MWB nicht blockiert.


www.hoermann.de

 

 

Beitrag aus dhf 7-8.2018

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