Mathias Roth, Siko
Smarte Sensoren für Hydraulikzylinder

Im Gespräch erklärt Mathias Roth, Branchenmanager Mobile Automation bei Siko, was die SGH-Technologie auszeichnet und welche Vorteile sie im Vergleich zu anderen Systemen bietet.

 

Herr Roth, erklären Sie bitte das Besondere der SGH-Technologie!


Mathias Roth: Mit den Seilzuggebern der SGH-Serie verfügt Siko über eine Technologie zur Positionsmessung von Hydraulikzylindern, Teleskopzylindern oder Kolbenspeichern. SGH-Sensoren auf Seilzuggeberbasis lassen sich vollständig in Zylinder integrieren. Aus diesem seilbasierten Konzept der von uns entwickelten SGH-Sensoren leiten sich zusätzliche Vorteile ab, die vergleichbare Produkte nicht bieten können. Zum Beispiel decken unsere SGH-Sensoren ein sehr breites Anwendungsspektrum sowie ganze Messbereiche ab. Und auch bei der Immunität gegen Schock- und Erschütterung ragt die SGH-Technologie heraus. Durch das seilbasierte Funktionsprinzip sind SGH-Sensoren darüber hinaus die einzigen integrierten Positionssensoren, die auch in Teleskopzylindern eingesetzt werden können.

 

Wie muss man sich die Entwicklung der SGH-Technologie vorstellen?


Siko profitiert von 30 Jahren Seilzuggeber-Know-how, was die Entwicklung, Konstruktion sowie Produktion angeht. Wie der SGH10, der Messlängen von null bis 1 m erfasst, wurde auch unsere jüngste Seilzuggeber-Generation, der SGH25 und der SGH50, die jetzt auch größere Messbereiche von null bis 2,5 m bzw. von null bis 5 m erfassen können, vollständig bei Siko entwickelt. Insofern ist es nicht überraschend, dass auch die gesamte Auslegung der Bauteile im Haus erfolgt. Das heißt: Wir legen Parameter wie die Kräfteverhältnisse, die Federkennlinie oder die Umdrehungszahl in Abhängigkeit zum jeweiligen Produkt spezifisch aus. Dadurch sind unsere SGH-Sensoren sehr robust und langlebig. Elektronisch wie mechanisch sind sie über die gesamte Zylinder-Lebensdauer ausgelegt und geprüft. Die Lebensdauer erfüllt somit die Qualitätsanforderungen, die uns vom Markt gestellt wurden. Und das ist für uns das wichtigste Kriterium.

 

Welche Herausforderungen gab es bei der Entwicklung der Technologie zu bewältigen?


Sensorik-Lösungen, die für Hydraulikzylinder bestimmt sind, müssen eine zentrale Anforderung erfüllen: Sie sollten sich nicht auf die Länge eines Zylinders auswirken. Das heißt, durch den Einbau eines solchen Sensors sollte die Länge des Zylinders möglichst nicht wachsen oder minimal ausfallen. Um diese Anforderung zu erfüllen, nutzen wir ein innovatives Funktionsprinzip, das eine bis dato noch nicht bekannte Kompaktheit erreicht. Die SGH-Hubmesstechnologie verfolgt dabei einen ganz anderen Ansatz als andere Messsysteme am Markt, die mit stangenbasierter, induktiver oder Hall-basierter Technologie betrieben werden. Zur Erfassung des Hubs oder der Verfahrgeschwindigkeit setzen die SGH-Systeme von Siko eine flexible Seilzugmechanik ein, die direkt im Zylinder verbaut ist.

 

Wie genau funktioniert das?


Das Seil der Seilzugmechanik wird in den Kolbenkopf gehängt. Wenn der Zylinder ausfährt, wird das auf einer Seiltrommel aufgewickelte Seil ausgezogen. Dabei dreht sich die Trommel, es entsteht eine Rotation. Diese Drehbewegung wird von der Sensorelektronik erfasst und in einen linearen Positionswert umgerechnet. Dadurch ist eine exakte und absolute Positionserfassung des Zylinders zu jeder Zeit möglich. Elektronik, Mechanik und Sensorik sind dabei vollständig im Zylinder verbaut und deshalb optimal vor den äußeren Umwelteinflüssen geschützt.


Herr Roth, ich bedanke mich für das interessante Interview und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft viel Erfolg.


www.siko.de

 

 

Beitrag aus dhf 6.2018

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