Foto: Rulmeca
Ideal für die Kurzstrecke

Kosteneffiziente kurze Förderstrecken für leichte Güter haben laut Markets and Markets ein enormes Wachstumspotenzial. Die neuen BL3-Motorrollen von Rulmeca sind in ihrer balligen Auslegung für dieses Applikationsfeld prädestiniert.


Durch die zunehmende Industrie 4.0-Automatisierung sowie das geänderte Einkaufsverhalten der Konsumenten mit vermehrten Onlinekäufen entwickelt sich der Markt der Fördersysteme zunehmend dynamisch. Laut Markets and Markets soll die Nachfrage nach Förderanlagen bis 2021 mit einem jährlichen Wachstum von 9,4 % CAGR auf rund 8,87 USD steigen. Insbesondere der zunehmende Bedarf nach automatisiertem Warenhandling befeuert das Wachstum. Das größte Wachstumspotenzial ergibt sich vor allem im Segment der Gurtförderer für leichte Fördergüter, der noch dynamischer als der Gesamtmarkt wachsen soll.

 

Fördertechnik für leichte Güter besonders gefragt


Treibende Kräfte sind hier unter anderem voll automatisierte Großlager im Retailsegment und Einzelhandel für Supermarktketten und im immens zunehmenden Versandhandel. Mittelbar damit verknüpft sind auch die Pfand- und Backautomaten des Retailmarkts. Aber auch in der Industrie werden immer mehr Förderstrecken für leichte Güter benötigt. Marktbeschleuniger ist unter anderem die zunehmende Industrie 4.0-Automatisierung mit ihrer zu- und abführenden Fördertechnik, die ebenfalls auf einen vollautomatisierten Betrieb umgestellt wird. In der Summe führt das dazu, dass der Bedarf nach Fördertechnik für leichte Güter stark wächst.

 

Rollenbahnen mit Motorrollen gehören zum Standard


Förderstrecken in Versand und Verpackung leichter Waren werden vielfach als Rollenbahnen ausgelegt, wie sie Rulmeca beispielsweise mit ihren neuen BL3-Motorrollen bedient. Sie sind klein, platzsparend und kommen dezentral zum Einsatz, sodass besonders energiesparend zu- und abgefördert werden kann. Gleichzeitig sorgen Motorrollen mit ihrem integrierten Motor für einen besonders leisen und vor allem auch sicheren Betrieb und stellen dank kompakter Auslegung ohne aufwendigen Hauptantrieb zudem eine besonders effiziente Wartung der Rollenbahnen sicher. Rollenbahnen, die mit Motorrollen bestückt werden, bestechen zudem durch eine energieeffiziente Auslegung dank hoher Energieeffizienzwerte der Motorwicklung und Getriebeuntersetzung. Je kleiner die Güter sind, die als Einzelteile gefördert werden sollen, desto weniger eignen sich Rollenbahnen für den Warentransport. Alternativ kommen dort dann Förderanlagen mit Gurten zum Einsatz.

 

Gurtförderer mit Trommelmotoren sind eine Alternative


Aufgrund der immensen Platzeinsparungen werden dabei längere Förderstrecken für leichte Güter, die mit Gurten oder Kunststoffmodulbändern umgesetzt werden, zunehmend mit dezentralen Antriebslösungen umgesetzt, die auf Basis von Trommelmotoren entwickelt werden. Sie sind als Konstruktionen mit seitlichem Antrieb und Umlenkgetriebe ergonomischer und bergen weniger Verletzungsrisiken. Zudem sind die Anschaffungskosten im Vergleich zu alternativen Antriebslösungen vergleichbar, da sie immer mehrere Komponenten – mindestens Rolle und Motor – durch eine All-in-One Konstruktion ersetzen. Das Einsatzfeld von Trommelmotoren hat jedoch auch seine Grenzen, denn sie sind für kurze Förderstrecken häufig überdimensioniert, da sie auf ein hohes Drehmoment für zumeist schwerere Gesamtlasten auf den längeren Förderstrecken optimiert sind. Entsprechend groß sind die Durchmesser der Motoren (ab 80 mm). Was also noch fehlt, ist ein Trommelmotor für leichte Güter und kurze Strecken.

 

Fusion von Trommelmotor und Antriebsrolle eröffnet neue Perspektiven


Lässt sich also das Prinzip der Trommelmotoren, die grundsätzlich als Antrieb für Förderbänder entwickelt wurden, noch filigraner auslegen, um einen kostengünstigeren und noch platzsparenderen All-in-One-Antrieb für kurze Förderstrecken mit leichten Stückgütern zu erhalten? Es lässt sich: Indem die Eigenschaften von Trommelmotoren auf die der Motorrollen übertragen werden, die für kurze Strecken entwickelt sind – meist werden nur acht weitere Rollen damit angetrieben – und die es mit einem Durchmesser von lediglich 50 mm gibt. Rulmeca hat deshalb als erstes Unternehmen auf dem Markt die Fusion der Technik von Trommelmotoren mit den Kosten- und Leistungsmerkmalen von Motorrollen umgesetzt und mit dem neuen Drive Rollers BL3 eine neue Antriebsrolle speziell für kurze Förderstrecken mit leichten Gütern geschaffen. Hierzu wurde die Antriebsrolle für Rollenförderer mit einem neuen dickwandigen und ballig überdrehten Mantelrohr versehen.

 

Antriebsrolle nun auch für Gurte verfügbar


Der Drive Roller BL3 in balliger Ausführung transferiert das Prinzip des Trommelmotors auf die deutlich kleineren 24 VDC-Motorrollen. Die ballige Auslegung des Rulmeca Drive Rollers BL3 ist damit die konsequente Übertragung der Vorteile von Trommelmotoren auf kleinere Bauformen und für leichtere Lasten. Vorteile der neuen Motorrollen für kurze Förderbänder mit leichten Lasten sind somit ebenfalls eine platzsparende Auslegung der Konstruktion, kein extern angeflanschter Motor, der auch das Design einer Anlage beeinträchtigt, geringere Bauhöhen kleinere Übergangsradien, weniger Komponenten und ein insgesamt geringer Konstruktions- und Beschaffungsaufwand, da die BL3 Drive Roller eine All-in-One-Komponente sind. Gegenüber der Option einer angetriebenen Rolle mit extern angeflanschtem Motor ist der Preis zudem vergleichbar.

 

Vorteile mit Trommelmotoren vergleichbar


Die neuen Motorrollen bieten dank 24 VDC-Antrieb eine einfache und damit vor allem kostengünstige Möglichkeit der Steuerung und Regelung für vollautomatische Anlagen. Frequenzumformer entfallen, und die Motorrollen können auch ohne Elektroniker installiert werden, was die Installations- und Unterhaltskosten zusätzlich reduziert. Die Steuerelektronik ist platzsparend direkt im bürstenlosen Motorantrieb integriert und schützt den Motor auch vor dem Vertauschen der Polarität und verhindert Rückspeisungen. Zudem bietet sie integrierte Diagnosefunktionen mit Fehlerausgangssignal und reduziert bei Überlastung eigenständig die Motorleistung. Um die Steuerfunktionen der BL3-Motorrollen zu erweitern und sie beispielsweise in Closed-Loop-Logik zu integrieren, hat Rulmeca zudem auch einen externen Motion Controller entwickelt, der zeitgleich mit den neuen Motorrollen verfügbar gemacht wurde.

 

Erweiterter Geschwindigkeitsbereich und hohes Drehmoment


Die neuen BL3-Motorrollen für Förderbänder decken mit sieben Getriebeuntersetzungen Maximal-Geschwindigkeiten von 0,16 bis 1,25 m/s ab. Neben hohen Start-Stopp-Zyklen können die Drehzahlen zudem stufenlos fast bis null reduziert werden, und die Drehmomente betragen bis zu 6,3 Nm. Dank des neuen BL3 Motion Controllers erhalten Förderanlagenbauer Antriebsrolle und abgestimmte Regelungstechnik aus einer Hand. Die neuen BL3 Drive Rollers sind mit einem bürstenlosen Motor ausgestattet, der in einem balligen Mantelrohr mit 52–53 mm Nenndurchmesser platzsparend und sicher verbaut ist. Gleichzeitig sorgen die BL3-Motorrollen mit ihrem integrierten Motor für einen besonders leisen und vor allem auch sicheren Betrieb. Förderbänder, die mit BL3-Motorrollen bestückt werden, bestechen zudem durch eine energieeffiziente Auslegung dank hoher Energieeffizienzwerte der Motorwicklung und Getriebeuntersetzung.

 

Kurze Lieferzeiten, hohe Qualität


Gefertigt werden die neuen BL3 in dem neuen Werk von Rulmeca in Almè, rund 60 Kilometer nordöstlich von Mailand. Dadurch kann Rulmeca sehr kurze Lieferzeiten nach ganz Europa ermöglichen, um auch kurzfristige und zeitkritische Lieferziele zu erfüllen. Auch hat Rulmeca in die intensivere Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten investiert, welche die Kleinteile, Kunststoffteile und Motorteile fertigen, die ausschließlich für die Herstellung des BL3 bestimmt sind. Eines der Ergebnisse dieser intensivierten Zusammenarbeit: Die Leistung der BL3-Motorrollen konnte deutlich gesteigert werden, was den Bedürfnissen des Marktes sehr entgegenkommt, denn Förderprozesse werden ständig beschleunigt, um den Durchsatz der Anlagen zu erhöhen.

www.rulmeca.de

 

Beitrag aus dhf 6.2019

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