Foto: Serkem
Lagerverwaltungssystem in SAP WM integriert

Das SAP-System von Agravis wurde bisher nur im Bereich Finanzbuchhaltung & Controlling (FI/CO) genutzt. Durch die Zusammenarbeit mit Serkem laufen nun alle Prozesse SAP-gestützt ab. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis sowie eine Steigerung der Prozesssicherheit im Unternehmen.


Die Agravis Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen, das in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik beheimatet ist. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.
Das Unternehmen erwirtschaftete 2016 mit über 6000 Mitarbeitern mehr als 6 Mrd. Euro Umsatz und ist an mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

 

Bestehendes SAP-System als Basis


Bei Agravis ist bereits ein SAP-System im Einsatz, das jedoch bisher nur im Bereich Finanzbuchhaltung & Controlling (FI/CO) genutzt wurde. Die Integration der SAP-Standardmodule im ERP-Bereich für Verkauf (SD), Materialwirtschaft (MM) und Lagerverwaltung (WM) konnte also auf Basis des bestehenden SAP-Systems erfolgen.
Die Kommunikation zwischen dem SAP-System und dem sich aktuell im Einsatz befindlichen ERP-System „IRIS“ musste gegeben sein. Kommissionsscheine, Warenannahmescheine, Inventurbestände sowie Artikel- und Kundenstammdaten sollten entsprechend übertragen werden.

 

Das Projekt


Durch die Zusammenarbeit mit Serkem laufen bei Agravis nun alle Prozesse SAP-gestützt ab. Das neue Lagerverwaltungssystem (LVS) zur Abwicklung der Logistikprozesse ist in einem Teilbereich des Distributionszentrums Münster im Einsatz. Der Rollout der Lösung auf das ganze 23000 m² große Distributionszentrum mit zusätzlichen Erweiterungen wie z.B. Gefahrgutmanagement wird in einem weiteren Projekt umgesetzt. Das neue System wurde komplett in SAP auf Basis von Standardbelegen abgebildet. Dabei wurde das bestehende ERP-System über entsprechende Schnittstellen an das „neue“ SAP-System angebunden.


„Ein großer Vorteil ist, dass das neue Lagerverwaltungssystem gut mit dem bestehenden Warenwirtschaftssystem IRIS harmoniert und aus dem Artikelstamm- und Belegdaten übertragen werden können. Im Gegenzug übermittelt das neue System Belegdaten für Lieferscheine, führt einen Bestandsabgleich durch und liefert Inventurdaten“, so Hermann Nüsse, Informationssysteme, Agravis Raiffeisen AG.

 

Integrierte Chargen-, MHD-Verwaltung und Biozertifizierungsprüfung


Beim Wareneingang wird nun die Chargennummer und das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) der Artikel berücksichtigt. Das SAP-System prüft diese Daten und verhindert anschließend eine Zusammenlagerung mehrerer Chargen bzw. verschiedener MHD auf einem Einlagerungsplatz.
Bei der integrierten Biozertifizierungsprüfung wird die Nummer an der Ware mit der Nummer auf dem Beleg abgeglichen. Somit wird geprüft, ob die Ware biozertifiziert und die entsprechende Kennzeichnung korrekt ist.

 

Umbuchung des Bestandseigentümers


Bezüglich der Lagerung der Waren sind nun unterschiedliche Bestandseigentümer im SAP-System angelegt. Es wird nun zwischen der Raiffeisen Web Shop GmbH, die als Konzerngesellschaft der Agravis Raiffeisen AG fungiert, und der Agravis Raiffeisen AG selbst unterschieden.
Unter anderem differenziert das SAP-System auch bei der Kommissionierung für die Raiffeisen Web Shop GmbH & Co. KG zwischen verschiedenen Szenarien. Das Lagerverwaltungssystem ist nun imstande, bei einem Verkauf von Agravis an die Raiffeisen Web Shop GmbH & Co. KG zu unterscheiden, ob die Ware physisch im Lager bewegt wird oder ob die Ware am selben Lagerplatz liegen bleibt und nur den Eigentümer wechselt.

 

Beleglose Kommissionierung


Die Kommissionierung im 23000 m² großen Distributionszentrum in Münster wird bei Agravis beleglos mit mobilen Funkscannern und Datenbrillen abgewickelt. Alle Kommissionieraufträge mit dem gleichen Liefertag, Kundennummer, Adress-ID und Versandartschlüssel werden im SAP-System zu einem Kommissionierlos gebündelt. Kommissionierlose können je Kommissionierzone oder je kompletter Speditionstour differenziert gestartet werden.


Im nächsten Schritt soll zusätzlich noch eine Gewichtskontrolle umgesetzt werden. Nach jeder Kommissionsposition soll das LVS eine entsprechende Kontrolle des Gewichts durchführen, dieses mit dem Soll-Gewicht abgleichen und in bestimmten Fällen einen Fehlerhinweis liefern, mit der einmaligen Möglichkeit der Korrektur. Durch die Waagenanbindung sollen die Fehlerhinweise und das Gewicht der fertigen Kommissionspalette zukünftig gespeichert werden.

 

Integrierte KEP-Dienstleisteranbindung


Um die Artikel möglichst schnell versenden zu können, wurde im Zuge der Einführung des neuen LVS auch eine KEP-Dienstleisteranbindung durchgeführt. Im Paketversandbereich des Distributionszentrums Münster ist im ersten Schritt der KEP-Dienstleister DHL an SAP angebunden worden. Auch verschiedene Speditionen sind nun in SAP integriert. Für den Versandprozess werden die Adresslabel automatisch mit den dienstleisterspezifischen Formatierungen generiert und direkt aus dem SAP-System heraus gedruckt.
Zusammen mit Serkem konnten bei Agravis in den ersten Tagen über 1100 Lieferscheinpositionen mit rund 339 Paketen ausgeliefert werden. Zum Start standen ca. 10000 Artikel des Agrarhandels zur Verfügung. Durch das neue LVS in SAP sind nun verbesserte Wareneingangs- und Warenausgangsprozesse sowie das reibungslose Verbuchen von Umlagerungen und Retouren garantiert. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis sowie eine Steigerung der Prozesssicherheit im Unternehmen.

 

www.serkem.de


 

 

Beitrag aus dhf 5.2018

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