Das fahrerlose Transportsystem ‚Karis‘

Mit dem fahrerlosen Transportsystem Karis bietet die Gebhardt Intralogistics Group einen wesentlichen Lösungsbaustein für die digitale Transformation intralogistischer Materialflüsse.
 Die Gebhardt Galileo IoT Plattform verarbeitet alle wichtigen und prozessnahen Informationen, die von den FTS zur Auswertung und Visualisierung gesendet werden.
Die Gebhardt Galileo IoT Plattform verarbeitet alle wichtigen und prozessnahen Informationen, die von den FTS zur Auswertung und Visualisierung gesendet werden.Bild: Gebhardt Fördertechnik GmbH

Die Intralogistik von Unternehmen wird immer komplexer – das erfordert die effiziente Ausgestaltung aller betroffenen Prozesse. Oftmals stellt sie die zentrale Ver- und Entsorgungsschnittstelle in nahezu jedem Bereich des Materialflusses und der Wertschöpfung dar. Umso größer ist der Respekt und die Vorsicht, hier wesentliche Änderungen in Richtung Digitalisierung und Automatisierung vorzunehmen, da Versorgungslücken unweigerlich zu Stillstand der Anlagen führen und dies Verlust bedeutet. Gerade deshalb braucht es bei dieser Transformation verlässliche Partner mit einem breiten Lösungsportfolio und kosteneffizienten Lösungskonzepten. Gebhardt bietet alle Komponenten für eine ganzheitliche Umsetzung der digitalen Transformation der Intralogistik aus einer Hand.

Volatilität beherrschbar machen

Die Fahrerlosen Transportsysteme von Gebhardt nutzen konturbasierte Lokalisierung, wodurch keinerlei baulichen Maßnahmen, wie induktive oder optische Spurführung, innerhalb der Halleninfrastruktur nötig werden.
Die Fahrerlosen Transportsysteme von Gebhardt nutzen konturbasierte Lokalisierung, wodurch keinerlei baulichen Maßnahmen, wie induktive oder optische Spurführung, innerhalb der Halleninfrastruktur nötig werden.Bild: Gebhardt Fördertechnik GmbH

Der ständige und schnelle Wandel im Kaufverhalten der Kunden sowie die kontinuierliche Veränderung von Umgebungsparametern innerhalb der Märkte, aber auch das Streben, in diesem Umfeld weiterhin zu bestehen, sind hier die Treiber, um immer neue Wege zu gehen sowie die Volatilität beherrschbar zu machen. Oder zumindest ihre Auswirkungen zu kompensieren. Dies bedeutet, Anwendungen, die vor ein paar Jahren konzeptionell und technologisch noch undenkbar waren, heute zumindest als Idee oder Grobkonzept zuzulassen. Als Technologietreiber und Vorreiter gilt unter anderem der ganze Bereich der E-Commerce Branche. Hier ist es unabdingbar, sich immer neue Methoden einfallen zu lassen, um das Thema One Piece per Order Line oder Single-Order-Picking noch kosten- und zeiteffizienter abwickeln zu können. All dies, damit die Käufergemeinschaft noch rechtzeitiger und schneller konsumieren kann.

Ob es sich hierbei um komplexe Anlagenkonzepte zur Kompensation von Absatzschwankungen wie z.B. Black Friday, Panic Buying und/oder saisonalen Peaks handelt oder eben um den Bedarf an Freiheitsgraden deckend wie Wandlungsfähigkeit und Flexibilität. All diese Anforderungen innerhalb der Ausgestaltung von Materialflüssen haben ihren Ursprung in der Erfüllung und dem steigenden Wunsch nach Individualisierung der Produkte und ohne diese durch zusätzliche Kosten kurzfristig bedienen zu können.

Ressourceneffizienz und Wandlungsfähigkeit steigern

Es wird für die Unternehmen daher immer unerlässlicher, die Ressourceneffizienz und Wandlungsfähigkeit durch alle Bereiche der Intralogistik hindurch zu steigern. Wird diese Entwicklungen auf das Tagesgeschäft bezogen und betrachtet, mit welchem Wandel sich Unternehmen konfrontiert sehen, so wird ziemlich schnell deutlich, dass dieser seinen Ursprung, in den immer schnelllebigeren Zeiten der Konsumgüterindustrie hat.

Die Trends wechseln im Wochenrhythmus, und da dies nicht Herausforderung genug ist, kommen Einflussfaktoren aus Politik und Internationalisierung noch hinzu. Gesteigert wird diese Thematik nur noch durch die Erwartung der ständigen Verfügbarkeit aller Produkte, egal aus welcher Ecke der Erde.

Gab es früher klare und starre Vertriebskanäle, sprechen wird heute über die Fähigkeit der Unternehmen gesprochen, mit Omnichannel Vertrieb umgehen zu können und entsprechend diesem Geschäftsmodell die Logistikprozesse anzupassen.

Ganzheitliche Lösungskonzepte

Trotzdem können auch hier langfristige Investitionen sinnvoll sein. Denn der Schlüssel, um sich erfolgreich in diesem volatilen Umfeld aufzustellen, befindet sich darin, mit einem kompetenten Gesamtlösungspartner zusammen, sich die konkrete individuelle Bedarfslage bewusst zu machen, genau zu analysieren und mit all den Einflussfaktoren zu verstehen. Um aus den gewonnenen Erkenntnissen gemeinsame Konzepte zu erarbeiten. So können unterschiedliche Lösungsansätze evaluiert sowie Abläufe simuliert und emuliert werden.

Unnötige und ressourcenfressende Nachbesserungen sowie teure Überarbeitungen, die aus fehlenden Informationen und falschen Annahmen resultieren, werden somit eingespart – und das bereits in der Entstehungsphase einer Intralogistikanlage.

Komplexe Materialflüsse von Wareneingang über das Lager und die Produktion hin zum Warenausgang mit Pauschalansätzen – also nur stationär oder nur mobil – lösen zu wollen, sind hier wenig zielführend und werden Effizienzsteigerungspotenziale liegen lassen. Schlussendlich mündet all dies in einem ganzheitlichen Lösungskonzept, mit dem der Kunde lange wettbewerbsfähig in seinem Marktumfeld agieren kann.

Zukunftsfähige Smart Company

Entsprechend dieser Denkweise hat Gebhardt das 5-Phasen-Modell entwickelt und etabliert, das durch klar definierte Prozesse und Gates erst zur nächsten Phase geleitet, wenn alle Parameter und Einflussfaktoren der Lösung analysiert und definiert sind. Am Ende dieser 5 Phasen steht eine zukunftsfähige Smart Company, die erfolgreich die digitale Transformation von manuellen, starren und teilweise ineffizienten Abläufen hin zu automatisierten und teilautonomen Prozessen gestaltet hat.

Gebhardt agiert hier für seine Kunden als langfristiger Partner, der bereits am Beginn der Transformation alle Herausforderungen und Parameter in ein Big Picture verwandelt, damit die Investition auch das gewünschte Ziel fokussiert. Auch wenn auf dem Weg der Transformation Modifikationen an den bereits installierten Bestandsanlagen nötig werden, steht Gebhardt mit Experten für den Retrofit von logistischen Anlagen zur Verfügung.

Speziell für diesen Aspekt der beständigen Veränderung bietet die mobile Fördertechnik seitens Gebhardt mit ihren fahrerlosen Transportsystemen einige Vorteile. Die Systeme setzen auf eine konturbasierte Lokalisierung, wodurch keinerlei bauliche und einschränkende Maßnahmen (z.B. induktive Spurführung bzw. optische Spurführung) innerhalb der Halleninfrastruktur nötig werden. Das führt zu mehr Flexibilität und Wandlungsfähigkeit bei geringerem Aufwand. Denn das wohl volatilste innerhalb eines Hallenökosystems sind die Fahr- und Fußwege sowie die WLAN-Infrastruktur, da ständig neue Teilnehmer hinzukommen oder entfernt werden.

Dieses ständige Kommen und Gehen lösen FTS mit ihrer verbauten Sensorik und dezentralen Intelligenz, die übrigens eine aufwendige Serverlandschaft obsolet werden lassen und die Informationen aus dem Umfeld da aufbereiten, wo sie entstehen. Das dezentrale Auftrags-, Flotten- und Lokalisierungsmanagement der FTS machen sich somit die Funktionsprinzipien von künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning zunutze, um anpassungsfähig und flexibel auf sich ändernden Umgebungsbedingungen zu reagieren. Das hat einen stabileren und zukunftssicheren Betrieb zur Folge.

Die Fahrzeuge sind zudem in der Lage, diese wichtigen und prozessnahen Informationen an übergeordnete Systeme zur Auswertung und Visualisierung zu senden. Diese können dann innerhalb zielgruppenspezifischer Dashboards bereitgestellt werden. Auch hier bietet Gebhardt ein hauseigenes Produkt, die Gebhardt Galileo IoT Plattform. Nützliche Informationen und Tools, die die Transparenz innerhalb der Materialflüsse erhöht und die Produktions- und Logistikplanung schätzen werden wird.

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