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58 Lagerlogistik + Materialfluss Hochregal-Silos gehört die Zukunft Vor 50 Jahren gründete Alfred Kocher als Pionier für Hochregale in Silobauweise die Firma Kocher Regalbau in Stuttgart. Zum Jubiläum spricht dhf Intralogistik mit seinem Sohn und heutigen Geschäftsführer, Frank Kocher, über die Zukunft der Silobauweise und Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung. Herr Kocher, auf Initiative Ihres Vaters Alfred Kocher wurde vor 50 Jahren das erste automatisch bediente Hochregal- Silo errichtet. Hat er es tatsächlich erfunden?   4.2018 Frank Kocher: Erfunden klingt etwas zu einfach. Es war viel Entwicklungsarbeit mit Partnern notwendig, um die Silobauweise mit kaltgewalzten Profilen für ei- t „Wir werden dieses Jahr rund 20 000 Tonnen Material verbauen und steuern somit dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seit Gründung entgegen“, erklärt Frank Kocher, Geschäftsführer von Kocher Regalbau (Foto: Kocher Regalbau) nen Automatikbetrieb technisch zu ermöglichen. Speziell die Festlegung und Einhaltung engster Toleranzen entsprechend der heutigen FEM war eine der Herausforderungen. Zudem musste die Bauweise wirtschaftlich attraktiv sein, um einen Durchbruch zu erzielen. Hier war der Einsatz von kaltgewalzten Profilen ausschlaggebend. Sie haben 2013 die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen. Welche Strategie verfolgen Sie? Wo liegen Ihre Zielmärkte? Es war ein fließender Übergang in den Verantwortlichkeiten, weshalb das Jahr 2013 nur eine Zahl darstellt. Ich durfte in den ersten Berufsjahren im Unternehmen Schreibtisch an Schreibtisch vieles von meinem Vater lernen und mitnehmen. Dennoch war eine der Herausforderungen, eine eigene Idee für die unternehmerischen Entscheidungen zu entwickeln und auch mit der wachsenden Verantwortung umzugehen. Hierbei haben mich viele langjährige Mitarbeiter unterstützt, von denen ich sehr profitiert habe. Speziell der respektvolle und partnerschaftliche Umgang mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern ist eine wichtige Säule für unser Unternehmen. Verlässlich ist kein nett klingendes Adjektiv, sondern wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Wachstum spielt natürlich hierbei eine Rolle, um auch zukünftig bei den immer größer werdenden Projekten eine führende Rolle spielen zu können. Auch wir profitieren hier natürlich von der Branchenentwicklung der automatisierten Intralogistik, die meiner Einschätzung nach zu einer der zukunftsträchtigsten Branchen überhaupt gehört. Wir liefern Hochregallager nahezu weltweit, jedoch liegen unsere Hauptmärkte in Europa und Nord- sowie Südamerika. Deutschland nimmt dabei einen Anteil von circa 40 Prozent ein, das restliche Europa circa 45 Prozent sowie 15 Prozent nach Übersee. Speziell Osteuropa ist für uns ein sehr wichtiger Markt.


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