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in den Aufzeichnungen finden und Fotos zu potenziellen Schäden ohne Zeitverzug einsehen. Unser Wunsch war es, das alles mit einem Gerät zu erledigen“, so der Sachverständige. Um diese Anforderungen zu erfüllen, holte Meier im August 2017 Christian Kutzner, Inhaber von Kutzner Prozessoptimierung in Lilienthal, an Bord. Kutzner arbeitet seitdem mit seinen Systementwicklern an einer individuellen Supply Chain-Lösung für das Lagerhaus. Eine wichtige Anforderung für die Entwicklung der Software war die Modifizierbarkeit des neuen Cloudsystems. „Es gibt verschiedene Ansätze und Lösungen auf dem Markt. Uns aber ist es wichtig, eine Lösung zu finden, die exakt auf die tägliche Arbeit bei Alexander Global Logistics zugeschnitten ist“, so der IT-Experte. Kutzner Prozessoptimierung und Alexander Global Logistics arbeiten bereits seit über zehn Jahren zusammen. Diese langjährige Partnerschaft und der Fakt, dass Kutzner die komplette IT-Umgebung von AGL installierte, führen auch im aktuellen Fall zu schnellen Resultaten. „Wir sind zusammen groß geworden“, scherzt Kutzner und lacht dabei. Schnellere Auskunftsfähigkeit und hohe Flexibilität Die verbauten Industrie-Tablets sind mit der Betriebssoftware Windows 10 ausgestattet. Es sind robuste Geräte mit integrierter Kamera, die sich auch für den Außenbetrieb eignen. Unique ist die Intelligenz der Geräte und die Verbindung mit einem reichweitenstarken Scanner. Alle via Scan erfassten Daten werden in Echtzeit online an die ausgelagerte Hauptdatenbank für ein- und ausgehende Warengüter gespielt. „Wir leben in einer Zeit, in der die Vernetzung und Echtzeit wesentliche Erfolgsfaktoren sind“, erklärt Kutzner und ergänzt: „Ein großer Vorteil der Cloud-Technologie ist dabei die umfassende Auskunftsfähigkeit. Die Firmenzentrale, aber auch die einzelnen Mitarbeiter wissen zu jedem Zeitpunkt, wie der aktuelle Lieferstand ist und auch, wann neue Waren reinkommen.“ Wilhelm Meier ergänzt: „Das Spannende ist ja, dass ich die Geräte einpacken kann und auch von unterschiedlichen Orten aus damit arbeiten kann. Theoretisch könnte man die Ware bereits auf dem Schiff erfassen oder auch von einem anderen Lager, weil wir nicht mehr auf die Systeme der bestehenden Depothäuser angewiesen sind.“ BESUCHEN SIE UNS ... Halle 1 l Stand 1D66 13. - 15.03.2018 Neue Messe Stuttgart Sie haben das Lager, wir das System! Besuchen Sie uns auf der LogiMAT 2018 und erleben Sie die kommenden Trends und die aktuellen Neuheiten von SCHULTE Lagertechnik! Die neuen Highlights auf einen Blick! Weitere Infos fi nden Sie unter www.schulte-lagertechnik.de. Weniger Fehler und Zeitersparnis Ein weiterer positiver Effekt der cloudbasierten Scantechnologie ist die Zeitersparnis. IT-Spezialist Kutzner erläutert: „Der Rücktransport der Daten geht mit der neuen Technik gen null, weil die Daten just in time übertragen werden.“ Laut Meier entfällt durch das Wegfallen der händischen Erfassung etwa eine Dreiviertelstunde Arbeitszeit pro Tag. „Funktioniert die Scantechnologie einwandfrei, werden ab November alle Abteilungen im Unternehmen davon profitieren.“ Er fügt hinzu: „Übertragungsfehler gehören damit der Vergangenheit an. Bei so langen Zahlreihen konnte dies leider bisher immer mal passieren.“ Feintuning im Entwicklungsprozess unerlässlich Die Projektarbeit für Kunden aus Logistik und Industrie besteht laut Christian Kutzner immer aus aufeinanderfolgenden Teilschritten und Milestones. „Bei unserer Herangehensweise der agilen Entwicklung steht das genaue Zuhören im Fokus. Unsere Sparringspartner sind dabei die Mitarbeiter, die auch später täglich mit unseren Lösungen arbeiten. Und abgeschlossen sind die Aufgaben eigentlich nie, weil sich die Anforderungen immer wieder ändern“, betont Kutzner. Seine Entwickler suchen jedoch immer den kürzesten Weg zum Ziel. Doch was bedeutet agile Projektentwicklung? „Im Brainstorming entwickeln wir Konzepte und dann sehen wir meist sehr schnell, wohin die Reise geht. Wenn die Ideen fließen, präsentieren wir und bauen nahezu zeitgleich weiter“, so Kutzner. So entstand auch die Idee für seine neuste Entwicklung. „Es gab auf dem Markt keine handelsüblichen Geräte, die all unsere Anforderungen abdecken konnten, und so entwickelten wir kurzerhand selber ein Tool, das hier optimal greift“, so der IT-Profi. Mit Hilfe von 3D-Technik konstruierte er ein Verbindungsstück aus ABS-Kunststoff von einem halben Zentimeter Stärke und ließ so aus Scanner und Tablet das „Kutzner Scanlet Logistic Solution“ entstehen. Ein paar Ideen für die Zukunft hat auch Wilhelm Meier schon im Kopf. „Toll wäre es, wenn wir unsere Aufträge vom Handy aus via Airprint direkt drucken könnten.“ Von der Cloud in die Luft – die nächste Entwicklungsidee ist geboren. u www.kutzner-beratung.com


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