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Umfrage Informationstechnologie 25 Friederike Kammann HR & Marketing, CIM www.Dhf-magazin.com gerverwaltung notwendig war. Es geht nicht mehr darum, wo ein Material in welcher Menge liegt, sondern warum dieses dort liegt. Dieser Trend hält an und wird sich weiter ausbreiten. Dies führt dazu, dass weitere Daten von Subsystemen von inner- und außerhalb des Unternehmens verarbeitet und analysiert werden müssen. Hier ist KI der Schlüssel zum Erfolg. KI wird die Daten vorausschauend von unterschiedlichsten Quellen sammeln und auswerten. Anschließend werden Lagerprozesse automatisch optimiert. Dies fängt im Bereich des Auftragseingangs an. Bereits hier werden die Auftragsdaten mit Daten aus sozialen Netzen und Shopping-Plattformen sowie den allgemeinen Suchanfragen, zum Beispiel über Google, verknüpft und analysiert. Daraus ergeben sich prognostizierte Absatzmengen, durch die automatische Nachbestückungen ausgelöst werden. Dies kann bis zum Hersteller durchgreifen. Ebenfalls werden automatische Verkaufsaktionen für „Alt-Ware“ gestartet, um das Lager immer im richtigen Zustand zu halten. Das klare Ziel ist: „Never out of Stock“ und gleichzeitig keine Artikel auf Grund von Nichtverkauf zu vernichten. Die KI wird diese umfangreiche Datenauswertung immer mehr übernehmen und eigenständig handeln. Das „auf-Lager-legen“ wird immer mehr dem JIT-Gedanken weichen und das nicht nur wie bisher in der Industrie, sondern ebenfalls im Consumer-Markt. Über Cross- Docking werden die Produkte zu den Kunden kommen. Dabei stellt sich dann die nächste Frage: Braucht man noch eine „richtige“ Lagerhaltung, wie etwa bei Amazon oder reichen „Sorter“? u www.aberle-automation.com u www.koerber-logistics.com KI oder auch einfache Formen von KI lassen sich mit Unterstützung unseres WMS PROLAGWorld in einigen Fällen schon heute nutzen: Intelligente Sensoren messen Temperaturen, relative Luftfeuchtigkeit, Beleuchtungsstärke, CO2-Konzentration etc. PROLAGWord wertet diese Daten in Echtzeit aus und stößt Aktionen an: So lassen sich zum Beispiel Schwellenwerte mit entsprechenden Fehlerreaktionen, wie E-Mail-Versand oder QS-Sperrungen, definieren. Auch die Kühlkette kann stetig überwacht werden. Wird der definierte Temperaturkorridor verlassen, kann das WMS die Waren automatisiert sperren und eine Auslieferung verhindern. Das integrierte ABC-Bewertungstool beinhaltet eine automatische Überrechnung aller Artikel auf Grundlage sämtlicher Warenbewegungen. PROLAGWorld analysiert diese nach Warenumschlag und klassifiziert sie dann als Schnell-, Mittel- oder Langsamdreher. Der Lagerort wird entsprechend vorgeschlagen und die Artikel eingeordnet und/oder neu klassifiziert. Das WMS von CIM prognostiziert zudem aufgrund von Erfahrungswerten, wann die Konsolidierung voll sein wird. Weiteres Stichwort: Gewichtsüberwachung. Aufträge, die vom Gewicht oder Volumen her eine gewisse Größe übersteigen, werden automatisch männlichen Kollegen zugewiesen, jene, die von den oberen Fächern gepickt werden müssen, an großgewachsene Mitarbeiter weitergeleitet. Die Software analysiert darüber hinaus Lieferaufträge. Je nachdem wie viele Positionen eine Order hat, welche Mengen zu zählen sind und wie häufig die gleiche Struktur vorkommt, wird zweistufig, mit Multi-Ordering oder als Einzelauftrag kommissioniert. Nach Vorgabe einer Reichweite der Artikel in der Kommissionierung berechnet PROLAGWorld ferner automatisch die Mindest- und Maximalmengen und regelt intelligent den Warenfluss vom Reserve in den Kommisssionierbereich unter ständiger Beobachtung der zufließenden Aufträge, sodass dieser optimal genutzt wird. In Anwendungen zukünftig denkbar: Wegeoptimierung bei Staplern oder auch fahrerlosen Transportsystemen, die selbstständig lernen und zum Beispiel Routenanpassungen im Fahrbetrieb/in Echtzeit Foto: Aberle Foto: Aberle Foto: CIM


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