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20 Informationstechnologie Fahrzeugbestände effizient erfassen Die Verpflichtung börsennotierter Unternehmen, vierteljährlich ihr Inventar zu bewerten, führte bei der Aachener Jacobs Gruppe zur Einführung einer mobilen Ident-Technik für die Bestandsfahrzeugerfassung. Im Mittelpunkt der kundenspezifischen Lösung des Systemhauses Identass stehen die vielseitigen Handheld-Computer IT-G500 von Casio.   11.2018 t Ein hinter der Windschutzscheibe angebrachtes Barcode-Label mit der Fahrgestellnummer wird mit dem Imager des Casio ITG500 eingelesen. Falls kein Barcode vorhanden ist, wird die Fahrgestellnummer über die Tastatur eingegeben (Fotos: Casio) u Beschädigungen können durch Fotos dokumentiert werden. Die integrierte Kamera des Casio IT-G500 produziert scharfe 5 Megapixel Bilder, die zusammen mit den Fahrzeugdaten an via Mobilfunk übertragen werden können Fahrzeuge, wohin man schaut: Vom preiswerten Kleinwagen bis hin zur edel glänzenden Luxuslimousine. Ob Transporter oder Kombi, ob Offroader oder Sportwagen: In jeder Kategorie steht eine Vielzahl von Modellen zur Auswahl. Neufahrzeuge, Leasing-Rückläufer und Gebrauchtwagen, überwiegend der vertretenen Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Maserati – insgesamt viele tausend Automobile warten auf den Firmengeländen der Jacobs Gruppe in Aachen und Umgebung auf Fahrzeugaufbereitung, Weitertransport und natürlich auf neue Besitzer. Seit über 90 Jahren steht der Name Jacobs in der Region Aachen, Düren, Heinsberg, der Eifel und dem Rhein-Erft- Kreis für Tradition, Erfahrung und Fortschritt in Sachen Fahrzeug und Fahrzeugtechnik. Und Jacobs setzt Maßstäbe: Rund 700 Mitarbeiter und 190 Auszubildende sorgen derzeit für einen Absatz von rund 27 000 Neu- und Gebrauchtwagen jährlich und rund 550 Mio. Euro Umsatz. Damit gehört die Jacobs Gruppe zu den zehn größten VW-/Audi-Händlern Deutschlands. Um genügend Kapital für die bisherigen Expansionen zu generieren, verkaufte die Gründerfamilie Jacobs im Jahr 2005 etwa die Hälfte der Firmenanteile an die ameri- kanische Penske Automotiv Group. Nach zehn erfolgreichen Jahren der Kooperation wurde die Penske Group im Jahr 2015 schließlich Mehrheitsgesellschafter bei Jacobs. Heute wird unter „Jacobs Gruppe – Penske Automotiv“ firmiert. Vierfacher Inventuraufwand Mit steigendem Erfolg der Gruppe erhöhten sich auch die Anforderungen des US-Investors an Organisation und Management der deutschen Beteiligung. Beispielsweise reichte das bisherige Bestandsmanagement mit jährlicher Inventur für das NYSE-notierte Unternehmen nicht mehr aus. Heute muss vierteljährlich der gesamte Fahrzeugbestand ermittelt und abgeglichen werden. „In früheren Jahren konnte man mit dem Aufwand leben, dass einmal im Jahr einige Mitarbeiter rund zwei Wochen mit Inventurarbeiten beschäftigt waren“, erinnert sich Jens Christian Werner, Geschäftsführer der Jacobs Holding. „Doch bei vier Inventuren pro Jahr ist der Aufwand nicht mehr vertretbar, was schließlich zur Suche nach einer Rationalisierungslösung führte.“ Als Ursache des hohen Aufwands erkannte man schnell die herkömmliche Organisation der Inventur mittels Papierbelegen, die damit verbundene mangelnde Flexibilität, die Fehlergefahr und der unvermeidbare Buchungs- und Nachbesserungsaufwand. Die Zähllisten für die verschiedenen Standorte wurden zentral ausgedruckt und an die zuständigen Mitarbeiter verteilt. Das Hauptproblem bei der Fahrzeugerfassung waren die starre Reihenfolge der Fahrzeuge auf den Listen und der lästige Suchaufwand, der viel Zeit kostete. Dazu kommt die unvermeidbare Fehlerrate, bei der späteren Übertragung der erfassten Daten von den Listen in die EDV. „Wir sahen in der Optimierung der Inventurprozesse und einer effizienten Informationslogistik ein enormes Einsparungspotential“, sagt Jens Christian Werner rückblickend. „Eine Investition in moderne Informationstechnologien versprach neben schneller Amortisation auch eine Verbesserung der Bestandsdaten, weil alle Fahrzeuge innerhalb kürzester Zeit online und damit in Echtzeit registriert werden.“ Individuelle MDE-Lösung Ein Datenerfassungssystem zur wirtschaftlichen Aufnahme von Fahrzeugbeständen ist einerseits mit einem herkömmlichen Inventurprogramm vergleichbar, andererseits aber sind etliche Sonderbedingungen zu berücksichtigen, die nicht zum Standard gehören. Auf Empfehlung wandte man sich an das


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