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14 Titelthema Aktive Assistenten Eine weitere Evolutionsstufe bilden aktive Assistenzsysteme. Sie warnen nicht nur, sondern greifen regulierend ein. In der einfachen Form reduzieren sie beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit des Geräts, wenn es in eine Kurve fährt (Linde Curve Assist) oder vom Außengelände in die Halle kommt (Linde Speed Assist). „Das Sicherheitskonzept ,Vision Zero: Safety in your world‘ umfasst Lindes gesamtes Portfolio an sicherheitsspezifischen technischen Innovationen“ Deutlich anspruchsvoller wird es, wenn Sensoren auch das Anheben und Absenken von Waren überwachen. Den Einstieg bildet die Lastgewichtsanzeige. Über ein Display kann der Fahrer jederzeit ablesen, welches Gewicht aktuell auf den Gabelzinken liegt. Doch in vielen Fällen genügt eine reine Lastanzeige nicht. Beispielsweise, wenn die zu bewegenden Waren sehr heterogen hinsichtlich Gewicht und Abmessungen sind. Dann steigt auch bei sehr erfahrenen Staplerfahrern   11.2018 die Unsicherheit, welches Gewicht mit welchem Lastschwerpunkt auf den Gabelzinken liegt und bis zu welcher Hubhöhe die Last angehoben werden darf, ohne dass der Stapler nach vorne kippt. Hier leistet der Linde Safety Pilot für Gegengewichtstapler wertvolle Hilfestellung. Als intelligenter Beifahrer zeigt das Assistenzsystem dem Fahrer alle wichtigen Informationen in übersichtlicher Form auf dem Display an. Dazu gehört beispielsweise die maximal zulässige Hubhöhe, bis zu der er die Ware aufgrund des Lastgewichts und -schwerpunkts maximal heben darf. Erreicht das Gerät einen kritischen Zustand, wechselt das System vom passiven in den aktiven Modus, löst zunächst verschiedene Warnstufen aus und greift bei Gefahr schließlich regulierend ein. Für Hochhubwagen steht mit dem Linde Load Management ein ähnliches Tool für Lagertechnikgeräte zur Verfügung. t Anders als bei regulären Arbeitsscheinwerfern wird bei Linde VertiLight kein punktueller Lichtkegel erzeugt, sondern es entsteht eine großflächige, gleichmäßige und blendungsfreie Ausleuchtung vom Boden bis zur Hubhöhe Auf den Punkt gewarnt Wie sich mit neuen Technologien eine weitere Optimierung der betrieblichen Sicherheit erreichen lässt, zeigt der Linde Safety Guard. Das innovative Warnsystem basiert auf der Ultra-Breitband Technologie und erlaubt eine zentimetergenaue Ortung von Fahrzeugen und Fußgängern durch Wände, Regale Türen oder Tore hindurch. Dazu befindet sich im Stapler eine festinstallierte Einheit; Fußgänger tragen eine an der Kleidung befestigte, mobile Einheit. Kommen sich Stapler und Fußgänger oder zwei Stapler zu nahe, warnen die portablen Geräte akustisch, optisch und mittels Vibration; die festinstallierten Einheiten, Truck Units, zeigen den Fahrern nicht nur, wie viele Personen sich in der Warnzone um den Stapler befinden, sondern auch, aus welcher Richtung sie sich nähern. In der nächsten Ausbaustufe des Systems legen Flottenbetreiber spezifische Zonen innerhalb ihrer Lager- und Produktionsbereiche fest. Dort werden die Geräte automatisch in ihrer Geschwindigkeit gedrosselt. Erst nach Verlassen der Zone kann der Fahrer wieder auf das eingestellte Maximaltempo beschleunigen. Sicherheit mit System Die vorgestellten Lösungen zeigen: Mit der wachsenden Bedeutung der betrieblichen Sicherheit ist auch die Zahl an Lösungen stark gewachsen. Nie zuvor hatten Unternehmen mehr Möglichkeiten, Unfälle mit Flurförderzeugen nachhaltig zu reduzieren. Doch was ist im konkreten Einzelfall sinnvoll? Um das herauszufinden, ist es sinnvoll, zunächst erst einmal potentielle Gefahrenstellen im Unternehmen zu identifizieren. Das gelingt mit dem Linde Safety Scan, einer strukturierten Analyse, bei der eigens geschulte Safety Consultans Schritt für Schritt sämtliche relevanten Arbeitsabläufe unter die Lupe nehmen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Auch bei der anschließenden Umsetzung und darüber hinaus stehen die Linde-Experten mit ihrem Know-how zur Seite. „Passiert im Betrieb ein Unfall, entstehen im Durchschnitt Kosten von 80 000 Euro. Das ist viel Geld und verdeutlicht, wie schnell sich Investitionen in zusätzliches Sicherheitsequipment amortisiert haben,“ verdeutlicht Frank Bergmann. „Viele Betriebe handeln erst, wenn ein Unfall passiert ist. Wir werben dafür, dieses vorher zu tun.“ u www.linde-mh.de t In Bereichen, in denen Personen häufig den Weg kreuzen, warnt der Linde Safety Guard Fahrer und Fußgänger mit einem akustischen und optischen Signal. Zusätzlich wird der Fußgänger mittels Vibration auf ein herannahendes Fahrzeug aufmerksam gemacht


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