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Titelthema 13 www.Dhf-magazin.com Erfolgsgeschichte hingelegt hat. Frank Bergmann, Produktmanager Frontstapler bei Linde MH, erinnert sich: „Die seinerzeit verfügbaren Lösungen funktionierten größtenteils akustisch. Das aber führte zu Problemen: Einerseits empfanden viele Mitarbeiter die schrillen Warntöne als unangenehm, andererseits wurden sie bei entsprechender Geräuschkulisse trotzdem überhört.“ Der Blue Spot hingegen setzt auf eine optische Warnung. Er projiziert mittels LED-Lampe einen gut sichtbaren Lichtkegel auf den Boden und warnt so frühzeitig andere Staplerfahrer oder Fußgänger. „Das ist sehr effektiv und lässt sich selbst bei älteren Fahrzeugen unkompliziert nachrüsten“, erläutert Bergmann. Die Zahlen geben ihm Recht: Über 150 000 Mal wurde die gleichermaßen einfache wie wirksame Lösung bislang weltweit verbaut und ist heute branchenweit ein fester Begriff. Für eine noch bessere Warnwirkung gibt es mittlerweile die Weiterentwicklung: den Truck Spot. Statt eines blauen Punktes leuchtet ein 1,25 m großes, helles Warndreieck in Fahrtrichtung und bringt Kollegen oder Besucher unwillkürlich dazu, zurückzuweichen. „Wenn man sich vergegenwärtigt, dass rund 65 % aller Unfälle mit Gabelstaplern ihre Ursache im Anfahren von Personen haben, sollte eigentlich kein Stapler oder Lagertechnikgerät mehr ohne Blue Spot oder Truck Spot unterwegs sein“, gibt Frank Bergmann zu bedenken. In bestem Licht Sehen und gesehen werden – das sind entscheidende Faktoren wenn es darum geht, die Arbeit mit Flurförderzeugen sicherer zu machen. Beides ermöglichen neuartige Lichtbänder, LED Stripes genannt, die vorn und hinten am Fahrerschutzdach von Gegengewichtstaplern befestigt sind. In Fahrtrichtung strahlen sie weiß, die andere Seite wechselt jeweils auf Rot. Auf diese Weise können Mitarbeiter im Lager schon von weitem erkennen, ob sich ein Stapler auf sie zu- oder von ihnen wegbewegt. Besonders angenehm: Mit einer Farbtemperatur von 5 700 Kelvin geben die LED Stripes ein als natürlich empfundenes Licht ab und blenden nicht. Weiterer Vorteil der LED-Lichtlösungen von Linde, zu denen auch die halbrunden VertiLights gehören: Sie leuchten den Arbeitsbereich großflächig und ohne punktuelle Lichtkegel aus, sodass der Fahrzeugbediener selbst kleinste Details in seinem Arbeitsumfeld erkennen und sein Flurförderzeug sicher manövrieren kann. 360°-Blick Blue Spot, Truck Spot, LED Stripes und VertiLights – sie alle zählen zu den passiven Sicherheitslösungen. Ebenfalls in diese Kategorie, wenngleich technologisch um einiges anspruchsvoller, fällt das Umgebungskamerasystem Surround View. Anders als bei den bekannten Pkw-Einparkhilfen, wo der Bordcomputer aus Einzelbildern eine virtuelle Ansicht von oben erzeugt, werden beim Surround View-System die Überschneidungsbereiche zweier Kameras als Splitscreens angezeigt. Hält sich eine Person im Überschneidungsbereich zweier Kameras auf, wird sie in beiden Sichtbereichen visualisiert, so dass es nicht zu Verzerrungen kommen kann. p Mit dem neuen Assistenzsystem „Zone Intelligence“ von Linde Material Handling können Flottenbetreiber spezifische Zonen in Lager- und Produktionsbereichen festlegen, innerhalb derer die Geschwindigkeit der Geräte automatisch reduziert wird t Arbeitet der Fahrer in kritischen Bereichen oder kommt es zu Fehlbedienungen, wird der Fahrer durch den Linde Safety Pilot optisch und akustisch gewarnt. Zudem greift die Fahrzeugsteuerung aktiv und regulierend ein


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