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12 Titelthema Mit Sicherheit gut investiert Beim Einsatz von Flurförderzeugen gilt: Jeder Unfall ist einer zu viel! Denn ungeachtet der gesundheitlichen Folgen für die Mitarbeiter stehen auch erhebliche finanzielle Risiken im Raum. Dabei lässt sich ein hohes Niveau an betrieblicher Sicherheit nicht mit einer einzigen Maßnahme erreichen. Viele verschiedene Rädchen haben ineinander zu greifen, damit Unfälle wirksam verhindert werden. Diese reichen von einer systematisch angelegten Risikoanalyse über passive bis hin zu aktiven Sicherheitssystemen.   11.2018 Die erfreuliche Nachricht zuerst: Die Arbeitsabläufe in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands sind in den letzten Jahrzehnten sukzessive sicherer geworden. Gab es im Jahr 1960 laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) 109 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1 000 Vollarbeiter, sank dieser Wert bis 2017 auf rund 22. So weit, so gut. Allerdings – und das ist die andere Seite der Medaille: Nach wie vor kommt es gerade beim Einsatz von Flurförderzeugen immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen. Herabstürzendes Ladegut, kippende Stapler, Kollisionen mit Personen oder Hindernissen – noch immer besteht hier in vielen deutschen Betrieben Handlungsbedarf. Denn abgesehen von den gravierenden gesundheitlichen Folgen, die solche Ereignisse häufig nach sich ziehen, leidet die Wirtschaftlichkeit. Nicht nur Schäden an Ware und Warenträgern sowie Regalen, auch die Ausfallzeiten für verletzte Mitarbeiter können ein Unternehmen teuer zu stehen kommen, im schlimmsten Fall sogar dessen Existenz gefährden. „Wer hingegen in die Sicherheit seiner Intralogistik investiert, beweist nicht nur Verantwortung für seine Mitarbeiter, sondern stärkt die eigene Wettbewerbsfähigkeit“, bringt es Stefan Prokosch, Senior Vice President Productmanagement Industrial Trucks Counterbalance bei Linde Material Handling, auf den Punkt. „Deshalb haben wir das Sicherheitskonzept „Vision Zero: Safety in your world“ formuliert: Es umfasst Lindes gesamtes Portfolio an sicherheitsspezifischen technischen Innovationen, Schulungen sowie Beratungsleistungen und versteht sich als ganzheitlicher Ansatz mit dem Ziel, Arbeitsunfälle im Warenumschlag auf null zu reduzieren.“ Das klingt einleuchtend! Arbeitsschutz muss nicht teuer sein. Ein im Wortsinn leuchtendes Beispiel hierfür ist der Blue Spot, ein optisches Warnsystem, das seit seiner Vorstellung im Jahr 2011 eine beachtliche p Bei den LED Stripes von Linde handelt es sich um Lichtbänder, die vorn und hinten am Fahrerschutzdach von Gegengewichtstaplern angebracht werden. In Fahrtrichtung strahlen sie weiß, die andere Seite wechselt auf Rot. Dadurch erkennen Fußgänger und andere Staplerfahrer von weitem, in welche Richtung sich der Stapler bewegt (Fotos: Linde) q Der Linde Truck Spot ist eine Weiterentwicklung des Blue Spots. Das optische Warnsystem projiziert ein rotes Dreieck hinter sich auf den Boden und weist andere Personen auf einen nahenden Stapler hin


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