„Die Messe spricht mechatronisch“

Die Motek ist und bleibt die global anerkannte Leitmesse für die Produktions- und Montageautomatisierung in verschiedenen Industriesegmenten.

„Ihre Stärke liegt in ihrer Fokussierung auf diesen Part der Automatisierungstechnik“, sagt Messemacher Paul E. Schall und grenzt sich ab gegen Automatisierung im Sinne des ‚Alles und Nichts‘: „Im Mittelpunkt stehen die Produktions- und Montage- sowie die Materialflussautomatisierung durch Industrial Handling in Gestalt von Handhabung, Robotik, Greiftechnik sowie Intralogistik in Form von Förder- und Transportsystemen.“

 

Damit steht die Motek für gute Tradition. „Und die entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Jetzt zum 34. Mal“, sagt Paul Schall. PETER SCHÄFER 


„Die Motek bleibt sich treu“, findet Paul Schall und erklärt, wie sie alt und neu verbindet: „Die Integration von Detailprozessen wie Prüfen, Fügen und Verbinden, Codieren und Verpacken sowie Kennzeichnen und dergleichen mehr führt in der Praxis von selbst dazu, dass sich die Spezialisierung der Motek nicht auflöst.“ Im Gegenteil, sie führe verschiedene in der Produktion und Montage relevante Disziplinen zusammen.

 

Messe als Engineering-Plattform


„Wenn Automatisierung als Produktions- und Montage- sowie Materialflussautomatisierung zu verstehen ist, dann sind die über 150 als Sondermaschinen-, Montageanlagenbauer- und Roboter-/Systemintegratoren identifizierten Aussteller das Kompetenz- und Know-how-Highlight schlechthin“, findet Schall. Auch die Mechatronik passt in dieses Raster: „Bezüglich der Mechatronik sehen wir eine Vielzahl an kompletten und sofort integrationsfähigen Handling- Modulen sowie kombinierten Hubweg-/ Presskraft-Servospindeln für Präzisions- Füge-/Einpressoperationen inklusive Einpressüberwachung.“ Das gleiche gilt laut Schall fürs Engineering: „Engineering ist elementarer Bestandteil der Projektierung und Systemintegration, weshalb die Motek und die Bondexpo durchaus auch das Prädikat „Engineering-Plattform“ tragen dürfen. Software schließlich ist in Zeiten der überall propagierten Initiative Industrie 4.0 an fast allen Ausstellungsobjekten zum Greifen, nämlich indem sich diese als integrationsfähig in übergeordnete Steuerungs-, Kommunikations- und Prozessleitsysteme erweisen. Ansonsten sehen wir – wie so mancher Aussteller – den Hype um Industrie 4.0 gelassen, denn die Umsetzung vor Ort bleibt im wahrsten Sinne des Wortes prozesssicherem Industrial Handling vorbehalten.“

 

Motek als Motor zur Veränderung


Bewährt und dennoch anders: Wie Tradition sich weiterentwickelt, das soll auch die Motek 2015 zeigen. Sie habe sich in den letzten Jahren genauso gewandelt wie der Bedarf der Anwender und damit das Angebot der Hersteller und Anbieter, ist Paul Schall überzeugt und verweist auf die Vorreiterrolle: „Eigentlich waren wir sogar Antreiber und Vorreiter, indem wir zum Beispiel den komplementären Fachmessen-Satellit Bondexpo ins Leben riefen und damit die Montagetechnik-Prozesskette schlossen, bevor überhaupt der Prozesskettengedanke das Industrieleben umzuwandeln begann.“ Mechatronik bieten viele, aber auch hier habe die Motek die Nase vorn: Schall nennt ein Beispiel: „Seit einiger Zeit gestaltet die Motek den Übergang weg vom massiven Einsatz pneumatischer hin zur verstärkten Anwendung mechatronischer Servoantriebe inklusive Software für den hochflexiblen und hocheffizienten sowie energiesparenden und qualitätsorientierten Betrieb nach Bedarf.“

 

Die ganze Breite der Komponenten und Lösungen


Dabei soll die Messe ihren Fachbesuchern auch in Zukunft die ganze Bandbreite an Komponenten, Subsystemen und Komplettlösungen für Detail- und Komplettprozesse zur Ansicht vor Ort zur Verfügung stellen. Dazu Schall: „Mit unseren innovativen Spezial-Messeführern in Print und Online, aktuell betreffend das Thema Sondermaschinen-, Montageanlagenbau und Roboter-Systemintegration sowie den Themenkomplex Füge-/Verbindungs- und Klebetechnik, legen wir den Fokus auf die Darstellung der Kompetenz und des Know-hows vieler Aussteller. Mit weiteren Spezial-Messeführern werden die Kompetenzfelder der Motek und der Bondexpo auch in anderen relevanten Bereichen sichtbar gemacht, wovon die Aussteller wie die Fachbesucher profitieren.

 

Robotik mit Anwendungsbeispielen


Auch die Robotik zählt dieses Jahr zu den Highlights der Messe in Stuttgart. Mit Blick auf die Produktions- und Montageautomatisierung rechnet Schall den Robotern und den zugehörigen Lösungen und Komponenten eine Sonderposition zu: „Thematisch wird die Robotik noch viel mehr Raum einnehmen, wobei hier die Industrierobotik eindeutig im Vordergrund steht. Dies wiederum wird zu neuen Anwendungsfeldern führen.“ Um auch in dieser Disziplin die Vorreiterrolle in der industriellen Produktions- und Montageautomatisierung zu unterstreichen, „werden wir hier eine adäquate Präsentations-Plattform zur Verfügung stellen“, so Schall.

 

Besseres Hallen-Layout


Wer einen Stand auf der Messe hat oder sie auch nur besucht, macht sich gerne Gedanken, wie das eine oder andere verbessert werden kann. Bisher hat der morgendliche Run in die flächenmäßig größte Halle 1 auf lange Zeit den Besucherstrom absorbiert. Erst nach und nach ist er in die anderen durchgesickert. Das neue Layout soll laut Schall ein „absoluter Gewinn für die Aussteller, die Fachbesucher und für uns selbst werden.“ Schließlich haben sich die Messemacher der Motek das Hallen-Layout gründlich vorgenommen und aus der Not eine Tugend gemacht: Alles soll besser werden. Zur Motek 2015 will Schall den Ausstellern noch attraktivere Hallenflächen mit mehr direkten Zulaufmöglichkeiten offerieren. Ein verbessertes Besucherführungssystem soll den Ausstellern wie den Fachbesuchern zu Gute kommen. Da im Vorfeld des Neubaus der Halle 10 bereits erste Anpassungs- und Optimierungsmaßnahmen durchgeführt wurden und weiterhin werden, profitieren alle Beteiligten schon in der Session 2015 von signifikanten Verbesserungen eben bei der Besucherstromlenkung! „So manche Sachzwänge ergeben ganz neue Chancen!“, findet Paul Schall.


So entfällt die bisherige „lineare“ Besucherstromlenkung von Halle 1 über die Hallen 3, 5, 7 und 9 bzw. in umgekehrter Richtung, nämlich dahingehend, dass die Hallen 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 sowie später 10 nunmehr eine rechteckige Blockbildung aufweisen. Dies erleichtert zum einen den Übergang zu den einzelnen Hallen und zum anderen zu den Fachbereichen; zumal mit dem jetzt „gleichberechtigten“ Zugang (Eingänge OST und WEST sowie quer über beide Hallenstränge) eine gewisse Entzerrung des morgendlichen Runs verbunden ist.

 

Neue Nomenklatur


Doch damit der Neuerungen nicht genug, denn zur Motek 2015 kommt erstmals die neue Nomenklatur zur Anwendung. Diese folgt sowohl der bewährten Basis- Nomenklatur als auch der mehr denn je zunehmenden Orientierung nach durchgängigen Prozessen mit integrierten Prozessstationen. Wie in den beiden vergangenen Jahren, kommt der Produktions- und Montageautomatisierung durch Sondermaschinenbauer, Systemintegratoren und Roboteranlagenbau eine sehr große Bedeutung zu, weshalb es eine Neuauflage des Spezialmesseführers gibt.


Die Motek und die Bondexpo finden vom 5. bis 8. Oktober 2015 in der Landesmesse Stuttgart statt! 

www.motek-messe.de

 

Beitrag aus dhf 9.2015

15_9_TITEL_188.jpg

Gerne können Sie dhf 9.2015 mit weiteren interessanten Beiträgen bestellen:

E-Mail:  cedra@agt-verlag.de         

oder:      Kontaktformular

AGT Verlag Thum GmbH
Teinacher Straße 34
71634 Ludwigsburg

Vertrieb, Frau Beate Cedra
Tel.: 07141/22 31-56

spacer
Online Werbung @ dhf
  
  
spacer