Foto: Deutsche Messe
CeMAT rückt Digitalisierung in den Fokus

Die CeMAT setzt in diesem Jahr erstmalig einen klaren IT-Schwerpunkt und verbindet damit die physische Logistikwelt noch stärker mit der digitalen.

So werden in Hannover die Trendthemen Digitalisierung und Industrie 4.0 stark im Mittelpunkt stehen. Denn in Zeiten von Industrie 4.0 wird Logistik immer wichtiger, die Ansprüche an Liefergenauigkeit und -flexibilität steigen.

 

Künftig müssen alle Behälter oder Ladungsträger und Transportmittel sowie das Transportgut selbst mit Intelligenz ausgestattet werden, damit sie mit ihrer Umgebung sowie mit Maschinen und Robotern von zum Beispiel vor- oder nachgelagerten Produktions- oder Montageprozessen kommunizieren können. Genau aus diesem Grund hat die CeMAT 2016 in Hannover das Leitthema „Smart Supply Chain Solutions“ gewählt und zeigt damit auf, wie Logistikprozesse künftig automatisiert und vernetzt gesteuert werden können. Dabei geht es um weit mehr als nur die Optimierung der Logistikprozesse. Mit der Digitalisierung verändern sich Wertschöpfungsketten grundlegend, es entstehen vollkommen neue Geschäftsmodelle.


Auf der diesjährigen CeMAT werden zahlreiche Aussteller Lösungen präsentieren, die für alle Größen von Unternehmen interessant sein können und vielerorts den Einstieg in die Industrie 4.0 erleichtern. Hierfür sind beispielsweise Prototyp-Aufbauten ohne hohe Investitionskosten etwa im Bereich der Maschine-zu-Maschine Kommunikation (M2M) oder die Einführung einer digitalen Auftragsabwicklung gut geeignet. Aufgrund des neuen IT-Schwerpunkts wird sich der Walldorfer Softwarekonzern SAP erstmals als Aussteller auf der CeMAT 2016 präsentieren. Gemeinsam mit sechs Partnern platziert sich das Unternehmen prominent in der besucherstarken Halle 27 im Ausstellungsbereich Logistics IT. Dabei wird der Schwerpunkt des Messeauftritts auf das Thema „Vernetzte Logistik“ gelegt. SAP fokussiert sich auf integrierte Systeme, um die Direktanbindung von Lagerautomation und der gesamten Lagertechnik voranzutreiben. Ziel ist es, eine fortschrittliche Intralogistik zu schaffen. Hierbei werden innovative Lösungen eingesetzt, zu denen beispielsweise die Unterstützung mit Datenbrillen zählt. Derartige Innovationen seien angesichts immer komplexerer Supply Chains zwingend notwendig.


Neben der reinen Ausstellungsfläche bietet der Bereich Logistics IT ein Forum, auf dem aktuelle Trends präsentiert und diskutiert werden. Auch dort wird sich SAP mit Anwendungsbeispielen präsentieren und zeigen, wie Intralogistik-Prozesse künftig gesteuert werden können.

 

Staplerhersteller automatisieren weiter


Auch für die großen Staplerhersteller stehen die Themen Automatisierung, eine intelligente Verknüpfung von Hard- und Software sowie Energieeffizienz im Mittelpunkt des CeMAT-Auftritts. „Unter dem Leitthema ‚Smart Supply Chain Solutions‘ wird sich unser Messeauftritt auf der CeMAT 2016 um die Themen Automatisierung, intelligente Software für Flottenlösungen und Energieeffizienz drehen“, sagt Thomas A. Fischer, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Service (CSO) bei Still aus Hamburg. „Gerade für flexible Lösungen, die von den Kunden immer mehr gefragt werden, rückt das Thema Intelligenz stärker in den Mittelpunkt.“


Auch der Trend in Richtung Elektro-Gegengewichtsstapler ist ungebremst. „Immer mehr Kunden wechseln von verbrennungsmotorischen Gabelstaplern zu Elektrostaplern, um der stärker geforderten Emissionsreduzierung gerecht zu werden“, erklärt Emanuel Matthaei, Director Sales & Marketing der Clark Europe GmbH. „Darüber hinaus sind im Bereich der Volumen-Elektro-Deichselstapler und Niederhubwagen die Maschinenpreise unter Druck.“ Denn immer mehr Kunden betrachteten dieses Segment als Produkt mit einer begrenzten Lebensdauer und bevorzugten deshalb eher den Austausch eines Gerätes statt einer aufwändigen Reparatur.


Für Jungheinrich aus Hamburg spielt neben den alternativen Antrieben insbesondere die intelligente Verknüpfung zwischen Soft- und Hardwarekomponenten im Lager eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat das Unternehmen ein Logistik-Interface entwickelt, das als Middleware eine reibungslose Kommunikation zwischen Lager-Equipment und Unternehmenssoftware sicherstellt. Damit wurde eine Schnittstelle zwischen Stapler und Lagerverwaltungssystem geschaffen, bei der die Vielfalt von Lager-IT, Intralogistikprozessen und Anwendungen berücksichtigt werden kann.


Toyota Material Handling Europe wird in Hannover neben dem aktuellen Produktprogramm eine Vielzahl neuer Ideen und Konzepte der innerbetrieblichen Transportlogistik zeigen. Dabei geht es im Besonderen um die Zukunftsthemen Energie, Automatisierung von Transportprozessen und das Thema intelligenter Stapler, den Smart Trucks. Darüber hinaus gibt das Unternehmen einen Einblick in das Toyota-Produktionssystem (TPS) und lässt Besucher über die Anwendung zukunftsweisender technischer Konzepte mitentschieden.

 

Direkter Kontakt zur Zielgruppe


Auch in diesem Jahr haben die CeMAT-Besucher die Möglichkeit, sich ganz gezielt im Rahmen der sogenannten Guided Tours über Themengebiete zu informieren, die sie besonders interessieren. Die diesjährigen Touren greifen aktuelle Themengebiete inhaltlich auf und zeigen hierzu in einer vielfältigen Auswahl spannende Lösungen. Im Sinne der Fachbesucher wird dabei vor allem Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer der Touren nicht nur einen einfachen Vortrag erleben, sondern eine umfassende und unterhaltsame Demonstration des Produkts, des Services oder der Lösung. In diesem Jahr gibt es insgesamt fünf Touren zu den Themengebieten Smart Picking, Smart Packaging, Smart Warehousing, Smart Logistics & Services sowie Smart Move and Lift mit jeweils maximal 25 Teilnehmern, im Rahmen derer bis zu sechs Aussteller ihre jeweiligen Lösungsangebote vorstellen. Die Touren starten an jedem CeMAT-Tag sowohl um 10.00 als auch um 14.00 Uhr in der Robotation Academy auf dem Messegelände und dauern jeweils ungefähr zwei Stunden.


Auch um das Thema Nachwuchsförderung kümmern sich die Messemacher. Denn bei aller technischen Entwicklung und dem allgemeinen Trend zur Automatisierung wird der demografische Wandel auch für die Intralogistik immer mehr zum Problem: Arbeitskräfte, beispielsweise an der Mensch-Maschine-Schnittstelle, sind bereits heute knapp, und dieser Engpass wird in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach weiter zunehmen. Vor allem Fachkräfte bleiben begehrt. So soll unter anderem der CEO Talk „Meet the CEOs @ CeMAT“ im Rahmen der CeMAT Studenten-Initiative am Mittwoch, 1. Juni 2016, insbesondere Studenten der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, BWL und Logistik für die Intralogistik begeistern. Das Konzept des Projektes CeMAT-Students ist von Studierenden der Hochschule Osnabrück im vergangenen Wintersemester entwickelt worden mit dem Ziel, Studierenden einen möglichst einfachen und interessanten Zugang zur CeMAT und damit zur gesamten Logistikbranche zu ermöglichen. Das moderierte Gespräch von 14.15 bis 15.30 Uhr im Saal 2 des Congress Centrums ist dabei ganz bewusst interaktiv angelegt. Die Studenten haben die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an ausgewählte Unternehmenschefs zu stellen und so mehr darüber zu erfahren, was sie bei einer Tätigkeit in der Intralogistik konkret erwartet.

www.messe.de

 

Beitrag aus dhf 5.2016

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